Der Sonntag war der Tag, an dem 30 Jahre Partnerschaft zwischen Appenweier
und Montlouis in Urloffen gefeiert wurde. Und das mit einem
abwechslungsreichen Programm.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier-Urloffen. Den Sonntagvormittag erlebten die Teilnehmer
an der Partnerschaftsfeier zwischen Montlouis und Appenweier besinnlich.
Nach einem Gottesdienst wurde die Erneuerung der Partnerschaft durch die
Unterschriften der amtierenden Bürgermeister Hansjürgen Stein und
Jean-Jacques Filleul besiegelt.
Leben der Partnerschaft
Staatsminister Willi Stächele, in Stuttgart auch zuständig für
Europaangelegenheiten, betonte, dass die Vermittlung eines positiven
Europabildes mit den jüngsten Entwicklungen noch wichtiger geworden sei.
Deshalb danke er den Bürgern aus Montlouis und Appenweier für das Leben der
Partnerschaft. 30 Jahre Partnerschaft seien ein Beispiel, wie
baden-württembergische Kommunen ein lebendiges Europa gestalten. Das Bild
Europas, so Stächele, dürfe nicht geprägt werden von gescheiterten
Referenden, vom Streit um Dienstleistungsrichtlinie oder der Finanzierung
des EU-Budgets.
Natürlich gab es im Meerrettichort nicht nur besinnliche Reden. Am
Nachmittag ging es feucht-fröhlich zu. Man feierte, teilweise auch im
Baggersee.
Für Ortsvorsteher Siegfried Spengler und die Urloffener Vereine war die
Freude der Gäste an Urloffens Engagement Belohnung für viele Stunden der
intensiven Vorbereitung. Kutschfahrten für die Kids, aber auch für
Erwachsene waren organisiert worden, eine Hüpfburg und jede Menge
Unterhaltung für die Kinder.
Unwahrscheinliches Glück hatten die Urloffener mit dem Wetter. Die Sonne
stand am Himmel, als wäre sie bestellt worden.
Und so verwunderte es nicht, dass sich zu den Kanufahrten über den See
nicht nur die gemeldeten fünf Teams einfanden, sondern noch einmal 15 dazu.
Mit Flossen durchs Wasser laufen war eines der Wasserspiele, oder Tauziehen,
bei dem die Verlierermannschaft unweigerlich ins Nass fiel.
Auch Urloffens Bevölkerung hat an den Feiern zum runden Geburtstag der
Partnerschaft teilgenommen. Und am Abend, als DJ Bernd Fischer die Scheiben
aufgelegt hat, war die Stimmung im dicht besetzten Festzelt des
Angelsportvereins riesig.
Wer allerdings dachte, dass nach dem Feuerwerk gegen 22 Uhr Schluss sei,
hatte die Rechnung ohne den Wirt – respektive ohne die Franzosen – gemacht.
Für die ging es erst richtig los. »Dansante« war angesagt, die letzten
Tanzwütigen verließen den Tanzboden erst, als die Fahrer der wartenden Busse
ungeduldig wurden. |