Mit einem gemütlichen Miteinander am kommenden Sonntag enden die
Veranstaltungen zum 80-jährigen Bestehen des Schützenvereins. Am 29. August
1924 wurde der Verein aus der Taufe gehoben.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier. Der Schützenverein Appenweier e.V. 1924 blickt auf eine lange
Geschichte – mit Höhen und Tiefen. Gegründet wurde er im Gasthaus »Zum
schwarzen Adler«, erster Vorsitzender war Franz Zechmann. Bereits ein Jahr
später veranstaltete der Verein ein Preisschießen.
Schon bald wurde das Schützenhaus »Hubertus« errichtet. Bis zum Ausbruch des
Zweiten Weltkrieges herrschte auf der Schießanlage reges Treiben, die man
Stück um Stück verbesserte. »Schon immer setzten sich die Mitglieder für
ihren Verein ein, erbrachten unzählige Helferstunden«, sagt
Oberschützenmeister Karl-Heinz Ulm. Natürlich wurde während der Kriegsjahre
der Schießsport kaum noch ausgeübt. Die Wiedergründung des Vereins erfolgte
am 22. Mai 1954 im »Badischen Hof«, August Bell wurde Vorsitzender.
Im Frühjahr 1955 wurde eine neue Schießanlage erstellt. Die Einweihung
erfolgte im September 1956. Das Interesse am Schießsport machte es bald
notwendig, die Anlage zu erweitern. Eine Luftgewehr-Schießhalle wurde
gebaut, sie dient heute als Vereinsheim. Das Engagement für den Verein blieb
nicht ohne Erfolg: Schützen platzierten sich landes- und deutschlandweit in
den vorderen Reihen. Bereits 1974 konnte der Verein auf modernste
Kleinkaliber- und Luftgewehr-Schießanlagen in der Ortenau stolz sein.
Zum Opfer gefallen
Negativ anzumerken ist eine Brandstiftung im Juni 1983, der der Küchen- und
Thekentrakt zum Opfer fiel. Aber die Schützen krempelten die Ärmel hoch und
beseitigten die Schäden. Auch 1985 werkten sie und erstellten einen neuen
Anbau an das Schützenhaus. Im Kellergeschoss wurde die Pistolenanlage
eingebaut, die Luftgewehrschützen erhielten hervorragende
Trainingsmöglichkeiten, die Bogenschützen einen Platz, auf dem in den
achtziger Jahren internationale Turniere durchgeführt und mehrere deutsche
Meisterschaften ausgerichtet wurden. Allerdings hat sich die Bogenabteilung
in den 90er-Jahren aufgelöst.
Die Vorsitzenden
Oberschützenmeister Karl-Heinz Ulm erinnerte an die Reihe seiner Vorgänger,
die bei Franz Zechmann begann, über August Bell bis hin zu Josef Grumer und
Edgar Sauer reicht. Seit 2004 lenkt Ulm die Geschicke des Vereins.
Veranstaltungs-Tipp
Am kommenden Sonntag, 5. Dezmeber, beginnt um 14.30 Uhr im Appenweierer
Schützenhaus ein Fest für die ganze Familie, der Mandolinen- und
Gitarrenverein wird dabei unterhalten. Eine Überraschung gibt es für alle,
Erwachsene und Kinder gleichermaßen. Das verspricht Oberschützenmeister
Karl-Heinz Ulm |