03.12.2004
80 Jahre Höhen und Tiefen
Appenweierer Schützenverein feiert am kommenden Sonntag / Historie

Mit einem gemütlichen Miteinander am kommenden Sonntag enden die Veranstaltungen zum 80-jährigen Bestehen des Schützenvereins. Am 29. August 1924 wurde der Verein aus der Taufe gehoben.

Von: Wolfgang Löhnig

Appenweier. Der Schützenverein Appenweier e.V. 1924 blickt auf eine lange Geschichte – mit Höhen und Tiefen. Gegründet wurde er im Gasthaus »Zum schwarzen Adler«, erster Vorsitzender war Franz Zechmann. Bereits ein Jahr später veranstaltete der Verein ein Preisschießen.
Schon bald wurde das Schützenhaus »Hubertus« errichtet. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges herrschte auf der Schießanlage reges Treiben, die man Stück um Stück verbesserte. »Schon immer setzten sich die Mitglieder für ihren Verein ein, erbrachten unzählige Helferstunden«, sagt Oberschützenmeister Karl-Heinz Ulm. Natürlich wurde während der Kriegsjahre der Schießsport kaum noch ausgeübt. Die Wiedergründung des Vereins erfolgte am 22. Mai 1954 im »Badischen Hof«, August Bell wurde Vorsitzender.
Im Frühjahr 1955 wurde eine neue Schießanlage erstellt. Die Einweihung erfolgte im September 1956. Das Interesse am Schießsport machte es bald notwendig, die Anlage zu erweitern. Eine Luftgewehr-Schießhalle wurde gebaut, sie dient heute als Vereinsheim. Das Engagement für den Verein blieb nicht ohne Erfolg: Schützen platzierten sich landes- und deutschlandweit in den vorderen Reihen. Bereits 1974 konnte der Verein auf modernste Kleinkaliber- und Luftgewehr-Schießanlagen in der Ortenau stolz sein.
Zum Opfer gefallen
Negativ anzumerken ist eine Brandstiftung im Juni 1983, der der Küchen- und Thekentrakt zum Opfer fiel. Aber die Schützen krempelten die Ärmel hoch und beseitigten die Schäden. Auch 1985 werkten sie und erstellten einen neuen Anbau an das Schützenhaus. Im Kellergeschoss wurde die Pistolenanlage eingebaut, die Luftgewehrschützen erhielten hervorragende Trainingsmöglichkeiten, die Bogenschützen einen Platz, auf dem in den achtziger Jahren internationale Turniere durchgeführt und mehrere deutsche Meisterschaften ausgerichtet wurden. Allerdings hat sich die Bogenabteilung in den 90er-Jahren aufgelöst.
Die Vorsitzenden
Oberschützenmeister Karl-Heinz Ulm erinnerte an die Reihe seiner Vorgänger, die bei Franz Zechmann begann, über August Bell bis hin zu Josef Grumer und Edgar Sauer reicht. Seit 2004 lenkt Ulm die Geschicke des Vereins.

Veranstaltungs-Tipp

Am kommenden Sonntag, 5. Dezmeber, beginnt um 14.30 Uhr im Appenweierer Schützenhaus ein Fest für die ganze Familie, der Mandolinen- und Gitarrenverein wird dabei unterhalten. Eine Überraschung gibt es für alle, Erwachsene und Kinder gleichermaßen. Das verspricht Oberschützenmeister Karl-Heinz Ulm


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