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Der Jugendtreff »Blue Flame« hat in den zurückliegenden
drei Jahren bei den Jugendlichen der Gesamtgemeinde guten Anklang
gefunden. Der Gemeinderat hat am Montag einstimmig die Erweiterung
beschlossen.
Appenweier (lö). Nach Vorberatungen im Bezirksbeirat gab es über
die Erweiterung des Jugendtreffs »Blue Flame« kaum noch
Diskussionspunkte in der Gemeinderatssitzung. Der bisher vom MGV im
Souterrain als Probelokal genutzte Raum wird der Jugendeinrichtung
zugeschlagen.
Verhandlungsergebnis
Die Sänger bekommen als Ausgleich einen Raum im Erdgeschoss, der
einige Quadratmeter größer ist als das bisherige Vereinslokal, vor
allem ist er höher. Deshalb macht den Sängern ein Umzug nichts aus,
teilte Bürgermeister Hansjürgen Stein das Verhandlungsergebnis mit.
Weil die Sänger aber ihren bisher genutzten Raum erst jüngst
renoviert hatten, wird der Bauhof sowohl beim Umzug als auch bei den
Renovierungsarbeiten helfen.
Auf längere Sicht, so Stein, werde der für ein Archiv reservierte
Raum im Rathaus II von der Verwaltung nicht benötigt, deshalb könne
man ihn auch ohne Probleme an den Verein abgeben. Ein
Mauerdurchbruch wird die Verbindung des bisherigen Jugendraums zum
neuen Raum ermöglichen. Durch eine zweiflüglige Tür besteht die
Möglichkeit, dass sich Jugendliche verschiedener Cliquen innerhalb
des Jugendtreffs differenzieren können, so Jugendreferent Andreas
Helberg, bei einer Begehung. Nach seiner Meinung sollte ein
Multifunktionsraum für den regulären »offenen Treff«, aber auch für
gelegentliche Discos, Live-Musik, Filmvorführungen oder geschlossene
Veranstaltungen eingerichtet werden.
Ab Herbst, so Helberg, werden die Altersklassen neu gestaffelt:
Junioren (8 bis 12 Jahre), Jugendliche (13 bis 15) und Jugendliche
ab 16 Jahren. Ob künftig das Höchstalter für Besucher 18 oder 19
Jahre betragen wird, sollte gemeinsam mit der Jugendvertretung
entschieden werden.
Personelle Konsequenzen dürfe es durch die Erweiterung des Clubs
nicht geben, erläuterte Stein in der Ratssitzung. Die erforderlichen
Baumaßnahmen dürfte die Kasse höchstens mit 4000 Euro Kosten
belasten.
Die Bedenken von Edmund Kranz wegen Rauchens und Alkohols ab
einer gewissen Altersstufe wurden weder vom Bürgermeister noch von
den Ratskollegen geteilt. Zum Rauchen gehen die Jugendliche schon
bisher vor die Tür, schilderte Ludwig Kornmeier, er gehe davon aus,
dass dies auch künftig der Fall sein werde. |