03.08.2006
Jugendtreff »Blue Flame« wird erweitert
Einstimmiger Beschluss des Appenweierer Gemeinderats / Keine personellen Konsequenzen
 

Der Jugendtreff »Blue Flame« hat in den zurückliegenden drei Jahren bei den Jugendlichen der Gesamtgemeinde guten Anklang gefunden. Der Gemeinderat hat am Montag einstimmig die Erweiterung beschlossen.

Appenweier (lö). Nach Vorberatungen im Bezirksbeirat gab es über die Erweiterung des Jugendtreffs »Blue Flame« kaum noch Diskussionspunkte in der Gemeinderatssitzung. Der bisher vom MGV im Souterrain als Probelokal genutzte Raum wird der Jugendeinrichtung zugeschlagen.

Verhandlungsergebnis
Die Sänger bekommen als Ausgleich einen Raum im Erdgeschoss, der einige Quadratmeter größer ist als das bisherige Vereinslokal, vor allem ist er höher. Deshalb macht den Sängern ein Umzug nichts aus, teilte Bürgermeister Hansjürgen Stein das Verhandlungsergebnis mit. Weil die Sänger aber ihren bisher genutzten Raum erst jüngst renoviert hatten, wird der Bauhof sowohl beim Umzug als auch bei den Renovierungsarbeiten helfen.

Auf längere Sicht, so Stein, werde der für ein Archiv reservierte Raum im Rathaus II von der Verwaltung nicht benötigt, deshalb könne man ihn auch ohne Probleme an den Verein abgeben. Ein Mauerdurchbruch wird die Verbindung des bisherigen Jugendraums zum neuen Raum ermöglichen. Durch eine zweiflüglige Tür besteht die Möglichkeit, dass sich Jugendliche verschiedener Cliquen innerhalb des Jugendtreffs differenzieren können, so Jugendreferent Andreas Helberg, bei einer Begehung. Nach seiner Meinung sollte ein Multifunktionsraum für den regulären »offenen Treff«, aber auch für gelegentliche Discos, Live-Musik, Filmvorführungen oder geschlossene Veranstaltungen eingerichtet werden.

Ab Herbst, so Helberg, werden die Altersklassen neu gestaffelt: Junioren (8 bis 12 Jahre), Jugendliche (13 bis 15) und Jugendliche ab 16 Jahren. Ob künftig das Höchstalter für Besucher 18 oder 19 Jahre betragen wird, sollte gemeinsam mit der Jugendvertretung entschieden werden.

Personelle Konsequenzen dürfe es durch die Erweiterung des Clubs nicht geben, erläuterte Stein in der Ratssitzung. Die erforderlichen Baumaßnahmen dürfte die Kasse höchstens mit 4000 Euro Kosten belasten.

Die Bedenken von Edmund Kranz wegen Rauchens und Alkohols ab einer gewissen Altersstufe wurden weder vom Bürgermeister noch von den Ratskollegen geteilt. Zum Rauchen gehen die Jugendliche schon bisher vor die Tür, schilderte Ludwig Kornmeier, er gehe davon aus, dass dies auch künftig der Fall sein werde.


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