10.04.2006
Nach Sanierung: Mehr Möglichkeiten
Arbeiten an Schwarzwaldhalle stehen kurz vor Abschluss / Einweihung am Freitag, 21. April
 

Kaum wieder zu erkennen ist die Appenweierer Schwarzwaldhalle. Sie wurde für 3,75 Millionen Euro generalsaniert – innen wie außen. Modern präsentiert sich nun vor allem das Foyer. Am 21. April wird die Halle offiziell eröffnet. Bis dahin ist aber noch einiges an Arbeit zu verrichten.

Von: Kerstin Handsteiner

Appenweier. »Auch wenn es in manchen Bereichen noch nicht so aussieht, aber die Halle wird selbstverständlich fertig«, zeigt sich Bürgermeister Hansjürgen Stein bei einem Pressetermin optimistisch, dass die für 21. April terminierte Einweihungsfeier auch tatsächlich stattfindet. Das Gros der Sanierungsarbeit ist selbstverständlich getätigt. Was noch fehlt? An den Außenanlagen werde mit Hochdruck gearbeitet (Stein: »Hier haben wir jetzt einen ordentlichen behindertengerechten Zugang.«), die Beschallungsanlage fehle noch, an der Theke im Foyer sei einiges zu tun, hinzu kommen Malerarbeiten, die Beschichtung des Sportbodens und jede Menge Kleinarbeit. »Aber es klappt!«, sagt der Bürgermeister.

Optisch und funktionell
Seit Beginn der Arbeiten im Sommer hat sich die Schwarzwaldhalle mächtig verändert – innen, wie außen. »Ich bin total begeistert. Sie ist viel leichter und luftiger geworden, das helle Holz an der Wand bringt eine freundliche Atmosphäre in das Gebäude. Und erst das Foyer«, schwärmt Stein. Auf Letzteres sei er »richtig stolz«. Es kann sich auch sehen lassen. Nicht nur, dass es vergrößert wurde, das Foyer wurde optisch (heller Steinboden, Naturholz, terracottafarbener Anstrich, neue Glasfront) und funktionell (Akkustik, mehr Platz durch die Empore, moderne Brandmeldezentrale) verbessert.

»Kein Vergleich mit früher. Hier ergeben sich völlig neue Nutzungsmöglichkeiten«, so der Bürgermeister, der etwa auf die Leinwand verweist, die Vortragsveranstaltungen oder ein kommunales Jugendkino ermögliche. »Zudem können wir jetzt den Außenraum im Sommer mit einbeziehen – zum Beispiel durch ein Sommercafé. Außerdem haben wir jetzt eine Galerie, die weitere Nutzungen zulässt«, ist Stein voll Euphorie. Erste Veranstaltungen sind auch schon im Mai geplant: »Eine Fortbildung des Gemeindetags Baden-Württemberg sowie eine Schmuckausstellung mit Dessous-Schau«, erläutert Hauptamtsleiter Fritz Langenecker. Und die allererste Veranstaltung in der gesamten Halle sei nach der Eröffnung die DRK-Blutspendeaktion am 26. April.

Positive Resonanz
»Danach folgen neun Termine innerhalb eines Monats«, so Langenecker. Ausgelastet sei man zwar noch nicht, aber »seit einem halben Jahr kommen verstärkt Anfragen für die Anmietung der Halle«, freut sich der Hauptamtsleiter. Allerdings handle es sich vorwiegend um kleinere Veranstaltungen mit örtlicher Reichweite. »Es fehlen noch Großveranstaltungen, die auch bei den Besuchern zu einer positiven Resonanz führen«, so Langenecker. Dabei kann nach der Sanierung der 30 Jahre alten Halle (Hauptgrund war die Anpassung der Fluchtwege an die neuen Brandschutzbestimmungen) wieder die volle Kapazität von 2400 Besuchern (vor der Renovierung 1200) ausgenutzt werden.

Was sich sonst noch verbessert hat? »Eine ganze Menge«, sagt Uli Brudy, Leiter des Bauamts und verweist: »Wir haben eine bessere Heiztechnik, eine bessere Lüftung und bessere Wärmedämmung.« Gemeinsam mit der neuen Pelletsheizung arbeite man aktiv für die Umwelt durch weniger CO-2-Ausstoß.

Kosten einhalten
Das alles gab’s freilich nicht umsonst und so schlägt die Sanierung mit 3,75 Millionen Euro ordentlich zu Buche. »Wir gehen davon aus, dass der Kostenrahmen eingehalten wird – trotz einiger Nachträge«, sagt Stein. Die Kostenberechnung sei sehr knapp kalkuliert. Zudem seien während des Baus einige Dinge kaputt gegangen, mit denen nicht zu rechnen war. »Jetzt müssen die Schlussrechnungen abgewartet werden und dann wird man sehen«, so der Bürgermeister.

Die Benutzungsgebühren zu erhöhen, sieht die Gemeinde vorerst nicht vor: »Wir werden zu Beginn die Mietkosten unverändert übernehmen«, sagt Langenecker. Diese schwanken je nach Art, Dauer und Benutzungsgruppe von 29 Euro (für ein Hallendrittel) bis zu ca. 2000 Euro für eine Dreitagesveranstaltung mit Bühnenbenutzung, Heizungszuschlag und Feuersicherheitswache.

Veranstaltungstipp
Eröffnet wird die sanierte Schwarzwaldhalle am Wochenende nach Ostern – und zwar am Freitag, 21. April, besteht zwischen 16 und 19 Uhr für die Bevölkerung die Möglichkeit, die Halle zu besichtigen. Ab 19 Uhr beginnt der offizielle Teil der Einweihung mit der Festrede. Ab ca. 20 Uhr gibt es ein buntes Familienprogramm, das die Vereine gestalten. Elf verschiedene Programmpunkte sind vorgesehen.

Am Samstag, 22. April, ab 20 Uhr, präsentiert Hitradio Ohr Pop-, Dance- und Partyklassiker der letzten 30 Jahre, die die beiden DJs Markus Knoll und Philipp Quintus auflegen. Um ca. 22 Uhr steigt die Rock-Band »Diamond Train« um Gitarist Uwe Ulm aus Appenweier in den Ring, um einen gepflegten Abend mit Cover-Rock vom Feinsten zu zelebrieren. Die Bewirtung erfolgt an beiden Tagen durch die Vereinsgemeinschaft Appenweier.


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