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Kaum wieder zu erkennen ist die Appenweierer
Schwarzwaldhalle. Sie wurde für 3,75 Millionen Euro generalsaniert –
innen wie außen. Modern präsentiert sich nun vor allem das Foyer. Am
21. April wird die Halle offiziell eröffnet. Bis dahin ist aber noch
einiges an Arbeit zu verrichten.
Von: Kerstin Handsteiner
Appenweier. »Auch wenn es in manchen Bereichen noch nicht so
aussieht, aber die Halle wird selbstverständlich fertig«, zeigt sich
Bürgermeister Hansjürgen Stein bei einem Pressetermin optimistisch,
dass die für 21. April terminierte Einweihungsfeier auch tatsächlich
stattfindet. Das Gros der Sanierungsarbeit ist selbstverständlich
getätigt. Was noch fehlt? An den Außenanlagen werde mit Hochdruck
gearbeitet (Stein: »Hier haben wir jetzt einen ordentlichen
behindertengerechten Zugang.«), die Beschallungsanlage fehle noch,
an der Theke im Foyer sei einiges zu tun, hinzu kommen
Malerarbeiten, die Beschichtung des Sportbodens und jede Menge
Kleinarbeit. »Aber es klappt!«, sagt der Bürgermeister.
Optisch und funktionell
Seit Beginn der Arbeiten im Sommer hat sich die Schwarzwaldhalle
mächtig verändert – innen, wie außen. »Ich bin total begeistert. Sie
ist viel leichter und luftiger geworden, das helle Holz an der Wand
bringt eine freundliche Atmosphäre in das Gebäude. Und erst das
Foyer«, schwärmt Stein. Auf Letzteres sei er »richtig stolz«. Es
kann sich auch sehen lassen. Nicht nur, dass es vergrößert wurde,
das Foyer wurde optisch (heller Steinboden, Naturholz,
terracottafarbener Anstrich, neue Glasfront) und funktionell (Akkustik,
mehr Platz durch die Empore, moderne Brandmeldezentrale) verbessert.
»Kein Vergleich mit früher. Hier ergeben sich völlig neue
Nutzungsmöglichkeiten«, so der Bürgermeister, der etwa auf die
Leinwand verweist, die Vortragsveranstaltungen oder ein kommunales
Jugendkino ermögliche. »Zudem können wir jetzt den Außenraum im
Sommer mit einbeziehen – zum Beispiel durch ein Sommercafé. Außerdem
haben wir jetzt eine Galerie, die weitere Nutzungen zulässt«, ist
Stein voll Euphorie. Erste Veranstaltungen sind auch schon im Mai
geplant: »Eine Fortbildung des Gemeindetags Baden-Württemberg sowie
eine Schmuckausstellung mit Dessous-Schau«, erläutert
Hauptamtsleiter Fritz Langenecker. Und die allererste Veranstaltung
in der gesamten Halle sei nach der Eröffnung die
DRK-Blutspendeaktion am 26. April.
Positive Resonanz
»Danach folgen neun Termine innerhalb eines Monats«, so Langenecker.
Ausgelastet sei man zwar noch nicht, aber »seit einem halben Jahr
kommen verstärkt Anfragen für die Anmietung der Halle«, freut sich
der Hauptamtsleiter. Allerdings handle es sich vorwiegend um
kleinere Veranstaltungen mit örtlicher Reichweite. »Es fehlen noch
Großveranstaltungen, die auch bei den Besuchern zu einer positiven
Resonanz führen«, so Langenecker. Dabei kann nach der Sanierung der
30 Jahre alten Halle (Hauptgrund war die Anpassung der Fluchtwege an
die neuen Brandschutzbestimmungen) wieder die volle Kapazität von
2400 Besuchern (vor der Renovierung 1200) ausgenutzt werden.
Was sich sonst noch verbessert hat? »Eine ganze Menge«, sagt Uli
Brudy, Leiter des Bauamts und verweist: »Wir haben eine bessere
Heiztechnik, eine bessere Lüftung und bessere Wärmedämmung.«
Gemeinsam mit der neuen Pelletsheizung arbeite man aktiv für die
Umwelt durch weniger CO-2-Ausstoß.
Kosten einhalten
Das alles gab’s freilich nicht umsonst und so schlägt die Sanierung
mit 3,75 Millionen Euro ordentlich zu Buche. »Wir gehen davon aus,
dass der Kostenrahmen eingehalten wird – trotz einiger Nachträge«,
sagt Stein. Die Kostenberechnung sei sehr knapp kalkuliert. Zudem
seien während des Baus einige Dinge kaputt gegangen, mit denen nicht
zu rechnen war. »Jetzt müssen die Schlussrechnungen abgewartet
werden und dann wird man sehen«, so der Bürgermeister.
Die Benutzungsgebühren zu erhöhen, sieht die Gemeinde vorerst
nicht vor: »Wir werden zu Beginn die Mietkosten unverändert
übernehmen«, sagt Langenecker. Diese schwanken je nach Art, Dauer
und Benutzungsgruppe von 29 Euro (für ein Hallendrittel) bis zu ca.
2000 Euro für eine Dreitagesveranstaltung mit Bühnenbenutzung,
Heizungszuschlag und Feuersicherheitswache.
Veranstaltungstipp
Eröffnet wird die sanierte Schwarzwaldhalle am Wochenende nach
Ostern – und zwar am Freitag, 21. April, besteht zwischen 16 und 19
Uhr für die Bevölkerung die Möglichkeit, die Halle zu besichtigen.
Ab 19 Uhr beginnt der offizielle Teil der Einweihung mit der
Festrede. Ab ca. 20 Uhr gibt es ein buntes Familienprogramm, das die
Vereine gestalten. Elf verschiedene Programmpunkte sind vorgesehen.
Am Samstag, 22. April, ab 20 Uhr, präsentiert Hitradio Ohr Pop-,
Dance- und Partyklassiker der letzten 30 Jahre, die die beiden DJs
Markus Knoll und Philipp Quintus auflegen. Um ca. 22 Uhr steigt die
Rock-Band »Diamond Train« um Gitarist Uwe Ulm aus Appenweier in den
Ring, um einen gepflegten Abend mit Cover-Rock vom Feinsten zu
zelebrieren. Die Bewirtung erfolgt an beiden Tagen durch die
Vereinsgemeinschaft Appenweier. |