19.05.2006
Bildung schon für kleine Kinder
Auftaktveranstaltung für Aktion »Früh fit«
 

»Früh fit« ist eine Initiative zur Verbesserung der Angebote zur Betreuung und frühzeitigen Bildung der Kinder. Zu einer Auftaktveranstaltung kamen am Mittwoch rund 500 Teilnehmer in die Schwarzwaldhalle Appenweier.

Von: Wolfgang Löhnig

Ortenau. »Bildung von Anfang an« war das Motto der Informationsveranstaltung am Mittwoch in Appenweier. Verantwortliche für Kindergärten und Schulen wollte man darüber informieren, was bis 2010 von ihnen bei der Bildung der Jüngsten gefordert werden wird. Chancengleichheit sei gefordert. 120 Grundschulen gebe es im Landkreis und 255 Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, betonte Landrat Klaus Brodbeck. Gerade beim Übergang von Kindergarten in die Schule besetzten die pädagogischen Fachkräfte Schlüsselpositionen.

Kooperation fördern
Schon früh habe der Kreis mit der Gründung des »Ortenauer Bündnisses für Familien« ein Zeichen gesetzt, so der Landrat. Der Kreis wolle Orientierungshilfen geben. Die Einführung des Orientierungsplanes für Kindergärten biete eine Chance, die Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule zu intensivieren. Wichtig sei eine Verbesserung der frühkindlichen Förderung und gerade der Betreuung der Kinder im Alter von unter drei Jahren.

Auf die Gemeinden komme eine neue Rolle zu, so der Chef der Kreisverwaltung. In Zukunft werde es darauf ankommen, die Abstimmung der Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche zu verbessern und in kommunaler Verantwortung vor Ort zu organisieren.

Brodbeck forderte die Verantwortlichen auf, sich am Programm »Früh fit« zu beteiligen. Als erster Schritt werde eine Umfrage an die Gemeinden gestartet, um eine Bestandsaufnahme durchzuführen und den Fortbildungsbedarf zu ermitteln.

Christa Engemann vom Stuttgarter Kultusministerium erläuterte den Orientierungsplan für Kindergärten. Dieser solle für die Bildung im Kindesalter Hilfestellung geben, wobei man aber für die Umsetzung den Einrichtungen viel Platz einräumen will.

Die Neuerungen sollen zuerst im Kindertagheim Am Schießrain in Lahr eingeführt werden. Bei zweiten Durchgang werden folgende Einrichtungen hinzukommen: der Kindergarten Don Bosco in Kehl, der städtische Kindergarten in Renchen, St. Stefan in Achern-Oberachern, der Schauenburg-Kindergarten in Appenweier, Käthe Luther Oberkirch, das Schneckenhaus Offenburg, Kindertagheim Max-Planck-Straße in Lahr, Kindergarten an der Schutter in Lahr-Reichenbach, St. Nikolaus in Ettenheim-Altdorf und der Waldkindergarten Loewenzahn in Ettenheim. Schließlich seien Kindergärten in Kippenheim, Lahr, Friesenheim, Hohberg-Niederschopfheim, Zell a. H., Offenburg, Oberkirch, Appenweier, Kehl und Kehl-Goldscheuer an der Reihe.

Die Forcierung der Bildungsprozesse am Kind soll zu einer wesentlich verbesserten Schulfähigkeit bei den Sechsjährigen führen, so Engemann. Entwicklungsverzögerungen solle entgegengewirkt werden.


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