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Eine lange Reihe von Tagesordnungspunkten hatte der
Ortschaftsrat Urloffen in seiner – voraussichtlich – letzten Sitzung des
Jahres am Mittwoch abzuarbeiten. Ein gewichtiger Brocken war zu Beginn zu
erledigen. Die Konzeption einer neuen Heizung für den Schultrakt wurde
debattiert.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier-Urloffen. Hansjörg Vollmer vom Ingenieurbüro
Dr. Vollmer aus Oberkirch-Nußbach hatte mehrere Varianten durchgerechnet und
informierte die Ratsmitglieder. Eine Entscheidung fiel nicht. Ortsvorsteher
Siegfried Spengler hatte bereits bei Beginn der Aussprache darauf
hingewiesen, dass finanziell so bedeutende Entscheidungen erst in aller Ruhe
reifen müssen.
Drei Möglichkeiten sah der Fachmann, die marode Heizung
in der Schulstraße 17 zu sanieren. Eine Zusammenfassung von altem
Schulgebäude, Pavillon, Schauenburgschule und Halle. Später, wenn die
Heizung des Kindergartens in die Jahre kommt, könnte auch noch der
Schauenburgkindergarten mit versorgt werden.
Sonnenkollektoren
Nach Meinung Vollmers gebe es drei Möglichkeiten der
Befeuerung: Mit Öl (geringe Investitionen), mit Pellet oder Hackschnitzel.
Bei einem Blockheizkraftwerk würde die Gemeinde bei jeder eingespeisten
Kilowattstunde drauflegen. Die Produktionskosten lägen bei kalkulierten 29
Cent/kwh, der Erlös bei 26 Cent. Auch Sonnenkollektoren zur Beheizung des
Duschwassers im Sommer, wie von Anita Herrmann nachgefragt, waren für den
Fachmann ökonomisch nicht machbar.
Vollmer empfahl vielmehr eine Heizzentrale für alle
Gebäude in der Schauenburghalle. Zwei Brennstoffarten sollten gefahren
werden, zum einen Pellets, zum anderen Öl für einen Ersatzbrennkessel.
In einem ersten Bauabschnitt, erläuterte Vollmer, könnte
der Reservekessel eingebaut werden und die Fernleitung zu Pavillon und
Schulstraße verlegt werden. Im zweiten Bauabschnitt würde dann die
Pelletheizung realisiert und der Brennstoffsilo gebaut.
Neue Heizanlage
Die auf rund 300 000 bis 350 000 Euro geschätzten
Baukosten könnten durch ein Zuschussprogramm der Landesregierung reduziert
werden. Momentan sind die Gelder aber verausgabt. Im kommenden Jahr werde
man sich sicher mit anderen Antragstellern nach dem Zuschuss anstellen
müssen, war Vollmer überzeugt. Trotzdem, wenn der Antrag Anfang des Jahres
gestellt würde, könnte bis Ende 2006 die neue Heizanlage fertig gestellt
sein.
Jetzt gilt es in einer der nächsten Sitzungen zu
entscheiden, wie weiterverfahren werden soll. Sollen geschätzte 154 000 Euro
zur Sanierung der Ölheizung ausgegeben werden oder rund 300 000 für eine
Heizung mit Pellets oder aber 360 000 Euro für eine Hackschnitzel-Heizung?
Überprüft wird auf Antrag von Karl-Heinz Moll aber auch
die Möglichkeit des Contractings. Bei so hohen Investitionen könnte man sich
auch den Kauf von Wärme vorstellen, sann der Renchener Gemeinderechner über
Einsparmöglichkeiten nach.
Betriebsaufwand
Nach Ansicht des Planers rentiere sich diese Art des
Wärmebezugs aber eher bei einer Hackschnitzelheizung, bei welcher der
Betriebsaufwand wesentlich höher läge als bei einer Pellet- oder Ölheizung. |