04.05.2006
Hubschrauber geht gegen Raupen vor
Heute Einsatz gegen Eichenprozessionsspinner
 

Vom Acherner Modellflugplatz aus wird heute ein Hubschrauber mit der Bekämpfung der Eichenprozessionsspinnerraupen beginnen. Start ist mutmaßlich gegen 14 Uhr.

Achern. Jetzt geht es den Schmetterlingsraupen des Eichenprozessionsspinners an den Kragen. Heute Mittag wird ein von den Forstdirektionen Freiburg und Tübingen organisierter Hubschrauber den Wirkstoff Bacillus Thuringiensis, der auch als Bakterium in der Natur vorkommt, über den in Frage kommenden Gebieten versprühen.

Dazu müssen laut Hauptamtsleiter Hans-Peter Vollet schon frühzeitig die Gebiete weiträumig abgesperrt werden. Unter anderem werden das in Achern das Strandbad und der Wald beim Campingplatz sein, aber auch die so genannte ABL-Eiche oder in Gamshurst der Maiwald. Auch gegenüber der Acherner Heid soll das Mittel verspritzt werden genauso wie am hinteren Eingang des Bauhofes oder auch in Fautenbach östlich der Autobahn. Auch der Sportplatz in Sasbachried hat einige Eichen vorzuweisen.

Der Hubschrauber wird zwischen 13 und 14 Uhr mit seiner Arbeit beginnen. Die Anfangszeit hängt davon ab, wie viele der Einsatzorte er in der südlichen Ortenau am Morgen besprühen kann. Das Landratsamt Ortenaukreis spricht in einer Pressemitteilung von 45 Einsatzorten mit einer Fläche von 140 Hektar.

Neben Achern haben sich auch die Städte und Gemeinden Appenweier, Friesenheim, Kappel-Grafenhausen, Kehl, Lahr, Meißenheim, Neuried, Renchen und Schwanau für eine Bekämpfung aus der Luft entschieden. Der Wirkstoff Bacillus Thuringiensis wirkt laut Pressemitteilung nur auf Schmetterlingsraupen, ist weder gewässergefährdend, noch bienengefährlich oder sonst für Mensch und Tier bedenklich. Die Ausbringung erfolgt gezielt an Waldrändern und Erholungsschwerpunkten in der freien Landschaft. Im Freiland baut sich das Mittel unter dem Einfluss von UV-Licht innerhalb weniger Tage ab.


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