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Eine aktualisierte Planung des Baugebietes Runz II wurde
dem Ortschaftsrat von Urloffen am Mittwochabend präsentiert. Erste
Spatenstiche für die Wohnbebauung sind jedoch erst frühestens
November 2008 zu erwarten.
Von: Fritz Bierer
Appenweier-Urloffen. Großes Interesse der Öffentlichkeit an der
Ortschaftsratssitzung am Mittwoch. Rund zwei Dutzend Zuhörer waren
bei der Sitzung im Saal des Feuerwehrgerätehauses präsent. Ein
Großteil davon offensichtlich Eigentümer von Grundstücken im
künftigen Baugebiet Runz II. Denn nach Vorstellung der
aktualisierten Planung durch Architekt Otmar Brudy sowie Ralf
Siggelkow (Entwässerung und Straßenbau) sowie den Sachvorträgen des
Vertreters der Kommunalentwicklung Baden-Württemberg (Erschließung),
Werner Scharr, und Matthäus Bayer (Grünordnung) vom Bauamt der
Gemeinde, machte sich die Mehrzahl der Besucher wieder auf den
Heimweg.
Drei kleine Kreisel
Drei kleinere Kreisverkehre sind im Baugebiet geplant, informierten
Otmar Brudy und Ralf Siggelkow. Die Zufahrt erfolgt über das Gebiet
Ettenbach wobei in Runz II dann eine Nord-Süd-Achse (Hauptstraße) in
die Planung aufgenommen wurde, ebenso eine Ringstraße, die das
Gebiet erschließen soll. Entlang der Straßen (Haupt- und Ringstraße)
sollen einseitig Gehwege für die Sicherheit der Fußgänger sorgen.
Auch zwei Kinderspielplätze sind im Runz II vorgesehen.
Komplett aus der neuen Planung herausgenommen wurde nach einem
Mehrheitsbeschluss (8:2) des Ortschaftsrates ein Fuß- und Radweg,
der das künftige Baugebiet mit der Hauptstraße verbinden sollte.
Rund 40 000 Euro hätte diese 80 Meter lange und 12 Meter breite
Verbindung gekostet.
Teurer Streifen
»Das wären rund 900 Euro mehr Erschließungskosten für die künftigen
Bauherren«, erkannte Edmund Kranz, der den befangenen Ortsvorsteher
Siegfried Spengler vertrat. Als diese Zahlen auf den Tisch kamen
machte auch Ratsdame Anita Herrmann einen Rückzieher, die sich zuvor
für eine Verwirklichung dieser Verbindung eingesetzt hatte.
Bei den Straßenbelägen, vor allem im Randbereich, gab’s bei der
Abstimmung zwischen den Ratsmitgliedern und dem stellvertretenden
Ratsvorsitzenden einige Verständigungsprobleme. Am Ende herrschte
aber wieder Klarheit: Die kleinen Verbindungsstraßen werden in der
Mitte mit Abwasserrinnen ausgestattet, die Planung sieht bei der
Ring- und Hauptstraße sowie den Kreisverkehren neben der
Asphaltfläche eine Pflasterrinne und Pflasterflächen (auf der einen
Seite Gehweg, auf der anderen Seite teilweise Autostellplätze) sowie
eine Abtrennung mit Rundbord vor. Auch ein Grüngürtel ist in der
aktualisierten Planung ausgewiesen.
Eigentümer-Infos
Anfang April wird die Kommunalentwicklung eine
Grundstückseigentümer-Versammlung einberufen, der Einzelgespräche
folgen. Bis Juli oder August, so hofft Werner Scharr, sind
entsprechende Kaufverträge abgeschlossen. Dann könnten im August die
Erschließungsarbeiten ausgeschrieben und im Oktober erste
Erdbewegungen vorgenommen werden. Läuft alles wie geplant, ist die
rund drei Millionen Euro teuere Erschließung des Gebietes im Oktober
2008 abgeschlossen. Im November 2008 könnten dann die künftigen
Häuslebauer starten. |