11.03.2006
Kein Verbindungsweg zur Hauptstraße
Drei Kreisverkehre im Baugebiet »Runz II« in Urloffen / Erschließungsarbeiten noch dieses Jahr
 

Eine aktualisierte Planung des Baugebietes Runz II wurde dem Ortschaftsrat von Urloffen am Mittwochabend präsentiert. Erste Spatenstiche für die Wohnbebauung sind jedoch erst frühestens November 2008 zu erwarten.

Von: Fritz Bierer

Appenweier-Urloffen. Großes Interesse der Öffentlichkeit an der Ortschaftsratssitzung am Mittwoch. Rund zwei Dutzend Zuhörer waren bei der Sitzung im Saal des Feuerwehrgerätehauses präsent. Ein Großteil davon offensichtlich Eigentümer von Grundstücken im künftigen Baugebiet Runz II. Denn nach Vorstellung der aktualisierten Planung durch Architekt Otmar Brudy sowie Ralf Siggelkow (Entwässerung und Straßenbau) sowie den Sachvorträgen des Vertreters der Kommunalentwicklung Baden-Württemberg (Erschließung), Werner Scharr, und Matthäus Bayer (Grünordnung) vom Bauamt der Gemeinde, machte sich die Mehrzahl der Besucher wieder auf den Heimweg.

Drei kleine Kreisel
Drei kleinere Kreisverkehre sind im Baugebiet geplant, informierten Otmar Brudy und Ralf Siggelkow. Die Zufahrt erfolgt über das Gebiet Ettenbach wobei in Runz II dann eine Nord-Süd-Achse (Hauptstraße) in die Planung aufgenommen wurde, ebenso eine Ringstraße, die das Gebiet erschließen soll. Entlang der Straßen (Haupt- und Ringstraße) sollen einseitig Gehwege für die Sicherheit der Fußgänger sorgen. Auch zwei Kinderspielplätze sind im Runz II vorgesehen.

Komplett aus der neuen Planung herausgenommen wurde nach einem Mehrheitsbeschluss (8:2) des Ortschaftsrates ein Fuß- und Radweg, der das künftige Baugebiet mit der Hauptstraße verbinden sollte. Rund 40 000 Euro hätte diese 80 Meter lange und 12 Meter breite Verbindung gekostet.

Teurer Streifen
»Das wären rund 900 Euro mehr Erschließungskosten für die künftigen Bauherren«, erkannte Edmund Kranz, der den befangenen Ortsvorsteher Siegfried Spengler vertrat. Als diese Zahlen auf den Tisch kamen machte auch Ratsdame Anita Herrmann einen Rückzieher, die sich zuvor für eine Verwirklichung dieser Verbindung eingesetzt hatte.

Bei den Straßenbelägen, vor allem im Randbereich, gab’s bei der Abstimmung zwischen den Ratsmitgliedern und dem stellvertretenden Ratsvorsitzenden einige Verständigungsprobleme. Am Ende herrschte aber wieder Klarheit: Die kleinen Verbindungsstraßen werden in der Mitte mit Abwasserrinnen ausgestattet, die Planung sieht bei der Ring- und Hauptstraße sowie den Kreisverkehren neben der Asphaltfläche eine Pflasterrinne und Pflasterflächen (auf der einen Seite Gehweg, auf der anderen Seite teilweise Autostellplätze) sowie eine Abtrennung mit Rundbord vor. Auch ein Grüngürtel ist in der aktualisierten Planung ausgewiesen.

Eigentümer-Infos
Anfang April wird die Kommunalentwicklung eine Grundstückseigentümer-Versammlung einberufen, der Einzelgespräche folgen. Bis Juli oder August, so hofft Werner Scharr, sind entsprechende Kaufverträge abgeschlossen. Dann könnten im August die Erschließungsarbeiten ausgeschrieben und im Oktober erste Erdbewegungen vorgenommen werden. Läuft alles wie geplant, ist die rund drei Millionen Euro teuere Erschließung des Gebietes im Oktober 2008 abgeschlossen. Im November 2008 könnten dann die künftigen Häuslebauer starten.


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