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Wie man der Flut an Müll auf einem Privatgrundstück in der
Straße »Am Sportplatz« Herr werden kann, beriet der Appenweierer
Bezirksbeirat in seiner Sitzung am Montagabend.
Von: Kerstin Handsteiner
Appenweier (keh). »Ich bin mehrfach angesprochen worden, dass auf
ein Privatgrundstück gegenüber von ABX Müll gekippt wird«,
erläuterte Bürgermeister Hansjürgen Stein Tagesordnungspunkt 2 der
Bezirksbeiratssitzung. Häufig stünden in dem Bereich abends, aber
auch in der Mittagspause Lkw, deren Fahrer ihren Abfall entsorgen.
Zudem lagere seit einigen Jahren auf dem Flurstück Nr. 961/2
Bauschutt. Stein verwies, dass das Unternehmen ABX bis Mitte/Ende
des Jahres Appenweier mangels Expansionsmöglichkeit verlasse, was
das Problem mit den Lkw wohl löse. In der Zwischenzeit habe man die
Möglichkeit – in Absprache mit dem Grundstückseigentümer – einen
Mülleimer aufzustellen; Entleerung auf Kosten der Gemeinde.
Vor allem der Bauschutt ist Fritz Sälinger ein Dorn im Auge. Er
erkundigte sich nach einer Möglichkeit über das Landratsamt Druck zu
machen. Laut Sälinger befände sich auf dem Grundstück zum Teil auch
Sondermüll, dessen Entsorgung viel Geld koste.
Klemens Sauer wollte wissen, ob die Fläche als Gewerbegebiet
ausgewiesen sei. Auf Steins Antwort (»Für das Gebiet existiert ein
Flächennutzungsplan, aber kein Bebauungsplan«) meinte Sauer, dass es
sich dann bei dem Grundstück um eine landwirtschaftliche Fläche
handle, auf der kein Müll entsorgt oder gelagert werden dürfe. Auch
er forderte die Gemeinde zu einer Meldung an das Landratsamt auf.
Bauamtsleiter Ulrich Brudy erinnerte, dass man sich schon einmal
in der Angelegenheit an das Landratsamt gewendet hatte. Seinerzeit
sei allerdings nicht viel passiert, da man festgestellt hatte, dass
es sich zum Teil um Schrott handle, der noch zu Geld gemacht werden
könne. »Die Angelegenheit ist dann im Sand verlaufen«, so Brudy.
Eine Ersatzvornahme forderte Hanspeter Mayer. Das Grundstück solle
geräumt, der Eigentümer anschließend zur Kasse gebeten werden.
Hauptamtsleiter Fritz Langenecker warf ein, dass die Gemeinde dafür
nicht zuständig sei, sondern das Landratsamt.
»Das ist schon seit zehn Jahren ein Schandfleck«,
charakterisierte Ludwig Kornmeier das Gebiet. Auch er forderte eine
Lösung für die »Rumpelkammer« über das Landratsamt. Stein schlug
vor, dem Amt Fotos über den aktuellen Zustand und eine Aufforderung,
diesen zu beheben, zu schicken. Damit erklärten sich die Räte quer
durch die Bank einverstanden.
Im weiteren Verlauf der Sitzung kamen noch andere Schandflecken
zur Sprache. Kornmeier verwies auf den Spielplatz Ebersweierer Weg,
Hanspeter Mayer auf den Bereich Pendlerparkplatz und den Wald im
Bereich der Müllumladestation. Es könne nicht Aufgabe der Gemeinde
sein, auf der gesamten Gemarkung unerlaubt entsorgten Müll zu
beseitigen, zumal man »ohne Verlust des Vermögens« Ausgedientes
abgeben könne, so Stein, für den die Situation ein »Graus« ist.
Zudem verwies der Bürgermeister, dass der Bauhof nicht jeden Feldweg
überwachen könne. Stein dachte deshalb laut über einen Feldhüter
nach.
Der Bauhof hole bei Meldung ohnehin schon eine Menge Müll ab,
sagte Brudy. Aber um den Pendlerparkplatz (die Gemeinde hat nicht
die Unterhaltungslast) möchte man sich nicht auch noch kümmern
müssen. »Wir müssen die Jäger darauf aufmerksam machen«, forderte
Sauer zum Notieren von verdächtigen Autonummern auf, was er selbst
auch praktiziere. »Wer von der Polizei ermittelt wird, muss mit
ordentlichem Geldbußen rechnen«, meinte dazu Hauptamtsleiter
Langenecker. Über eine »illegale Ablagerung von Grünschnitt auf dem
Bankett des landwirtschaftlichen Weges in der Nesselrieder Straße«,
informierte Fritz Sälinger, der ebenfalls forderte, das Material auf
Kosten des bekannten Verursachers abzutransportieren. |