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Von: lö
Appenweier (lö). Für Bürgermeister Hansjürgen Stein ist die
Verwaltungsreform ein Glücksfall. Zumindest was den geplanten Radweg
zwischen Appenweier und Zimmern angeht. Die Offenburger Behörden
seien dadurch und durch andere Aufgaben (Autobahnausbau) mit Arbeit
so eingedeckt, dass der Radweg in Offenburg auf den »Sankt
Nimmerleinstag« verschoben werden müsste.
Deshalb bat er den Gemeinderat zuzupacken, wenn die
Straßenbauverwaltung die Planung der Gemeinde übertragen möchte. 15
000 Euro betrage das Honorar für den Planer. Die Kappis GmbH hatte
die Vorplanung erstellt, sie sollte nach Meinung der Verwaltung auch
den Auftrag erhalten. Der Rat schloss sich einstimmig an. Zuvor
hatte der Schultes erklärt, dass die Baukosten gedeckelt würden. 50
Euro dürfe die Gemeinde je Quadratmeter Weg verausgaben.
Höhere Beträge müsste die Gemeinde selbst tragen, im Übrigen aber
würde spitz abgerechnet. Der von Offenburg genehmigte Höchstbetrag
gelte für den Radweg auf freiem Gelände, im Ortsbereich Zimmern
werden von der Bundesverwaltung die vollen Baukosten übernommen.
Anita Herrmanns Nachfrage, ob man den Radweg über den Stangenbach
führen oder aber die Ampelanlage verlegen könne, musste Stein
abschlägig bescheiden. Er plädierte, wie die Bundeskanzlerin, für
den Weg der kleinen Schritte. Das machen, was möglich sei, die
Überführung des Stangenbachs, den Umbau der Ampel zur besseren
Erreichbarkeit des künftigen Lebensmittelmarktes aber nicht aus den
Augen verlieren. Dass die Bausumme ausreiche, liege eher im Rahmen
der Möglichkeiten als nicht, wurde Klemens Sauer mitgeteilt. Wenn
ein Betrag auf die Gemeinde zukomme, sei er sicher nicht höher als
bei anderen Radwegen, so Stein.
Nicht in der veranschlagten Bausumme von 132 000 Euro sei die
Eisenbahnkreuzung enthalten. Diese würde von der Bahn in
Zusammenarbeit mit der Bundesstraßenverwaltung geplant. Stein gab
seiner Hoffnung Ausdruck, dass auch diese Maßnahme zeitnah
durchgeführt werde. |