22.08.2006
Millioneninvestition in die Zukunft
Sanierung und Umbau der Kläranlage liegen im Plan / Offizielle Einweihung am 22. September
 

Mit 5,4 Millionen Euro ist die Sanierung der Kläranlage eines der größten Projekte der Gemeinde Appenweier in den letzten Jahren. Die Arbeiten, die in Kürze abgeschlossen werden, liegen im Plan. Vom Ergebnis kann sich die Bevölkerung im kommenden Frühjahr bei einem Tag der offenen Tür überzeugen.

Von: Kerstin Handsteiner

Appenweier. »Das kann man eindeutig bejahen«, sagt Bürgermeister Hansjürgen Stein auf die Frage, ob denn bei der Sanierung der Kläranlage alles nach Plan gelaufen sei. »Der Zeitplan ist zwar etwas nach hinten geschoben, aber bei über 20 Firmen, die Sanierung, Umbau und Neubau während des laufenden Betriebs durchführten, ist das nicht verwunderlich, dass sich der Abschluss von Juni auf September verschoben hat.« Für ihn komme es aber auf die paar Monate auch nicht an.

Relativ wenig gelaufen
Und die Kosten? »Hier sind wir voll im Rahmen«, so die für Stein »erfreulichste Nachricht«. Er lobt das Planungsbüro Arcadis, das sehr gut geschätzt und berechnet habe. »Natürlich hatten wir auch das Glück, dass wir in der Zeit investiert haben, in der im Hochbau relativ wenig gelaufen ist.«

Entscheidend sieht Stein auch das Einschalten eines Controllers (er wurde durch das damalige Wasserwirtschaftsamt vermittelt) an: »Professor Brombach ist ein internationaler Experte – unter anderem ist er in China tätig.« Er habe nicht nur die Kläranlage, sondern die gesamte Kanalisation gecheckt und in seine Berechnung mit einbezogen. Ebenso wie die demografische Entwicklung, damit die Anlage weder zu klein, noch zu groß dimensioniert wurde. »Durch die Gesamtbetrachtung haben wir ein ursprünglich geplantes Regenüberlaufbecken auf einen Staukanal reduziert«, so Stein, der sich freut, dass man dadurch rund eine Million Euro gespart habe.

Dennoch verschlangen Sanierung, Um- und Neubau insgesamt 5,4 Millionen Euro, eine gewaltige Ausgabe für Appenweier. Die Investition, so Stein, sichere aber auch die Zukunftsfähigkeit. Denn ohne funktionstüchtige Kläranlage gebe es keine weiteren Neubaugebiete und Industrieansiedelung. »Das wäre ein riesiger Rückschritt«, ist der Bürgermeister überzeugt.

Für ihn war es eines der ersten Dinge, mit denen er sich nach dem Amtsantritt im Jahr 2001 beschäftigt hatte. »Der Beschluss zum Bau war gefallen, bei der Planung bin ich dann dabei gewesen«, sagt er, »eine spannende Angelegenheit«, bei der er zum einen viel gelernt habe, zum anderen aber auch seine Erfahrung vom Bau der Landesvertretung in Berlin einbringen konnte.

»Die Kläranlage ist eine der größten Hochbauinvestitionen der Gemeinde seit Jahrzehnten – und wird es auf längere Zeit vorerst auch bleiben«, ist Stein überzeugt.

Die offizielle Einweihung des Millionenprojekts findet am 22. September statt – allerdings nur für einen geladenen Gästekreis. Die Bevölkerung kann die rundum erneuerte Kläranlage bei einem Tag der offenen Tür und »schönem Wetter« (so Stein) im Frühjahr 2007 unter die Lupe nehmen.


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