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Mit 5,4 Millionen Euro ist die Sanierung der Kläranlage
eines der größten Projekte der Gemeinde Appenweier in den letzten
Jahren. Die Arbeiten, die in Kürze abgeschlossen werden, liegen im
Plan. Vom Ergebnis kann sich die Bevölkerung im kommenden Frühjahr
bei einem Tag der offenen Tür überzeugen.
Von: Kerstin Handsteiner
Appenweier. »Das kann man eindeutig bejahen«, sagt Bürgermeister
Hansjürgen Stein auf die Frage, ob denn bei der Sanierung der
Kläranlage alles nach Plan gelaufen sei. »Der Zeitplan ist zwar
etwas nach hinten geschoben, aber bei über 20 Firmen, die Sanierung,
Umbau und Neubau während des laufenden Betriebs durchführten, ist
das nicht verwunderlich, dass sich der Abschluss von Juni auf
September verschoben hat.« Für ihn komme es aber auf die paar Monate
auch nicht an.
Relativ wenig gelaufen
Und die Kosten? »Hier sind wir voll im Rahmen«, so die für Stein
»erfreulichste Nachricht«. Er lobt das Planungsbüro Arcadis, das
sehr gut geschätzt und berechnet habe. »Natürlich hatten wir auch
das Glück, dass wir in der Zeit investiert haben, in der im Hochbau
relativ wenig gelaufen ist.«
Entscheidend sieht Stein auch das Einschalten eines Controllers
(er wurde durch das damalige Wasserwirtschaftsamt vermittelt) an:
»Professor Brombach ist ein internationaler Experte – unter anderem
ist er in China tätig.« Er habe nicht nur die Kläranlage, sondern
die gesamte Kanalisation gecheckt und in seine Berechnung mit
einbezogen. Ebenso wie die demografische Entwicklung, damit die
Anlage weder zu klein, noch zu groß dimensioniert wurde. »Durch die
Gesamtbetrachtung haben wir ein ursprünglich geplantes
Regenüberlaufbecken auf einen Staukanal reduziert«, so Stein, der
sich freut, dass man dadurch rund eine Million Euro gespart habe.
Dennoch verschlangen Sanierung, Um- und Neubau insgesamt 5,4
Millionen Euro, eine gewaltige Ausgabe für Appenweier. Die
Investition, so Stein, sichere aber auch die Zukunftsfähigkeit. Denn
ohne funktionstüchtige Kläranlage gebe es keine weiteren
Neubaugebiete und Industrieansiedelung. »Das wäre ein riesiger
Rückschritt«, ist der Bürgermeister überzeugt.
Für ihn war es eines der ersten Dinge, mit denen er sich nach dem
Amtsantritt im Jahr 2001 beschäftigt hatte. »Der Beschluss zum Bau
war gefallen, bei der Planung bin ich dann dabei gewesen«, sagt er,
»eine spannende Angelegenheit«, bei der er zum einen viel gelernt
habe, zum anderen aber auch seine Erfahrung vom Bau der
Landesvertretung in Berlin einbringen konnte.
»Die Kläranlage ist eine der größten Hochbauinvestitionen der
Gemeinde seit Jahrzehnten – und wird es auf längere Zeit vorerst
auch bleiben«, ist Stein überzeugt.
Die offizielle Einweihung des Millionenprojekts findet am 22.
September statt – allerdings nur für einen geladenen Gästekreis. Die
Bevölkerung kann die rundum erneuerte Kläranlage bei einem Tag der
offenen Tür und »schönem Wetter« (so Stein) im Frühjahr 2007 unter
die Lupe nehmen. |