|
Von: Wolfgang Löhnig
Die letzten Arbeiten zur Sanierung der Kläranlage vergab der
Gemeinderat Appenweier am Montag. In einer Zwischenbilanz rechnete
Wolfgang Griebl (Firma Arcadis) vor, dass die reinen Baukosten kurz
vor Zieleinlauf 4,373 Millionen Euro betragen und unter dem
Kostenanschlag (4,5 Millionen Euro) liegen. Prozessleitsystem,
Fernwirktechnik und die Netzersatzanlage waren zu vergeben. Der
Auftrag von rund 478 000 Euro wurde an die zweitgünstigste Bieterin
vergeben, die Firma Stulz aus Grafenhausen. Sie hatte ihr Angebot
auf der Basis von Siemens- und Iltis- Komponenten abgegeben.
Systeme, die bereits in der Kläranlage vorhanden sind, so dass man
bei Wartungsarbeiten einen kontinuierlichen Kundendienst erwarten
könne. Ein wenige hundert Euro günstigeres Nebenangebot hatte
Panasonic-Komponenten zur Grundlage, die – wurde befürchtet –
möglicherweise höhere Wartungskosten verursachen könnten, da ein
drittes System eingeführt würde.
Klärwärter Hermann Schneider freute sich über das baldige Ende
der Bauarbeiten: »Während andere Städte ihre Anlage noch umbauen, um
den neuesten Anforderungen gerecht zu werden, haben wir in
Appenweier Nägel mit Köpfen geschaffen und stehen kurz vor
Fertigstellung des Umbaus.« Das in der Ratssitzung einstimmig
vergebene Prozessleitsystem ermögliche es, so Schneider, alle auf
der Kläranlage bestehenden Steuerungseinrichtungen zusammenzufassen.
Dazu werde die Überwachung der 18 in Appenweier installierten
Hebeanlagen zentral in der Kläranlage möglich sein. Dies sei ein
Plus für die Zuverlässigkeit. |