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Das alte Appenweierer Feuerwehrhaus in der Ortenauer Straße
wird saniert. Die Planung stellte Uli Brudy dem Bezirksbeirat am
Montagabend vor. Diskussion gab es vor allem über den Erhalt des
historischen Schriftzuges.
Von: Kerstin Handsteiner
Appenweier. Für die Sanierung des alten Feuerwehrhauses in der
Ortenauer Straße sind bereits seit Jahren Mittel im Haushalt
eingestellt. »Schon bei meiner Vorbereitung auf die Kandidatur als
Bürgermeister«, erinnerte sich Hansjürgen Stein in der Sitzung des
Bezirksbeirats am Montagabend. Die Maßnahme sei jedoch bis zur
Ortskernsanierung zurückgestellt worden.
Türen und Tore
Die Planung stellte nun Ulrich Brudy vor. »Die Sanierung betrifft
nur den Außenbereich«, so der Leiter des Bauamts. Für die
Innenrenovierung seien die Musiker zuständig, die das Gebäude
künftig als Vereinsheim nutzen werden. »In Absprache mit dem
Musikverein soll das Eingangstor zur Ortenauer Straße durch ein
kleineres Holztor mit Stichbogen ersetzt werden«, so Brudy. Das Tor
zum Hof in Richtung Norden werde zugemauert, nur eine Eingangstür
bleibe in dem Bereich erhalten. Zudem sollen die Fenster erneuert,
der Putz ausgebessert und die Fassade neu gestrichen werden. Die im
Haushalt 2006 eingestellten 55 000 Euro seien dafür laut Brudy
ausreichend.
»Der Schriftzug ‘Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr’ soll
erhalten bleiben, damit man das Gebäude auch später noch als altes
Feuerwehrhaus erkennt«, fügte Stein an.
Der Schriftzug war auch Thema in der Bürgerfragestunde. Georg
Lechleiter erkundigte sich, ob denn nicht mehr an das historische
Gebäude als der Spruch erinnern soll. Der ehemalige Kommandant
erinnerte kurz an die Geschichte des Hauses, das 1913 entstanden sei
und immerhin 80 Jahre als Feuerwehrhaus gedient habe.
Daniela Wiedemer regte an, eine kleine Bronzetafel, ähnlich jener
am Schulgebäude, anzubringen. Unter dem »Grundsatz der
Ganzheitlichkeit« befürwortet dies auch Hanspeter Mayer, ebenso
Hans-Peter Wiedemer. Letzterer meinte zudem, man soll den Schriftzug
vom alten Feuerwehrhaus entfernen und ihn dafür am »Richtigen«
anbringen. »Abgesehen vom Schlauchturm und den großen Glastüren
verweist dort nichts auf ein Feuerwehrhaus. Man sollte die Bedeutung
deutlicher hervorheben«, so Wiedemer.
Als »in der Gesellschaft nicht mehr up-to-date« erachtete Mayer
den religiösen Spruch. Dieser habe daher nichts am neuen
Feuerwehrhaus verloren. »Am besten, man belässt den Spruch, wo er
ist. Er verweist mehr als deutlich auf die Geschichte des alten
Feuerwehrhaues, dann wird kein Schild gebraucht«, warf Bürgermeister
Stein in die Diskussion ein. Dem entgegnete Hans-Peter Wiedemer,
dass er einen Test mit einem 18-Jährigen gemacht habe, der den
Spruch keineswegs zuordnen konnte.
Am Ende schlug Stein vor, dass sich die Bezirksbeiräte bis zur
nächsten Sitzung Gedanken über Schild und Schriftzug machen sollen.
Erst dann werde man eine Entscheidung fällen. |