02.08.2006
Eignungstest für Renchen bestanden
Rektor Ralf Moll von der Schwarzwaldschule an die Grimmelshausenschule verabschiedet
 

In einer kurzweiligen Feier, in der auch der Humor seinen Platz hatte, wurde Rektor Ralf Moll von der Schwarzwaldschule Appenweier an die Grimmelshausenschule Renchen verabschiedet. Moll hatte sechs Jahre in Appenweier gewirkt.

Von: Heinz Hättig

Appenweier. Ralf Moll, bisher Rektor der Schwarzwaldschule Appenweier, hat den »Renchener Schuleignungstest« erfolgreich gemeistert. Bei seiner Verabschiedung am Montag unterzogen ihn die Lehrer Patrick Metzger und Bernd Sandhaas einem humorigen Test, bei dem Moll zunächst Fächerkürzel der Hauptschule und der Realschule richtig zuordnen und benennen musste. Ferner musste er bienenkundliche Zusammenhänge erkennen, sein Geschick im Krippenbau beweisen und – in Jauch-Manier – sein Wissen über die Karibik zeigen.

Moll reagierte überzeugend, so dass er »nach Renchen versetzt« wurde. Dort trat er gestern an der Grimmelshausenschule seinen Dienst als Schulleiter an. Die »Prüfung« war eine spaßige Replik auf ein ARZ-Interview, in dem sein Vorgänger bedauert hatte, dass der künftige Rektor kein Realschullehrer ist, wo doch die Grimmelshausenschule auch eine Realschule beinhalte. Das Interview war seinerzeit viel beachtet worden.
Molls Verdienste

In einer Feierstunde im Foyer der Schwarzwaldhalle, an der Vertreter der Kommune sowie Elternvertreter, die Lehrkräfte und Schüler teilnahmen, wurden die Verdienste von Ralf Moll eingehend gewürdigt. Er war vor sechs Jahren von Durbach nach Appenweier gekommen, wo er - so Bürgermeister Hansjürgen Stein - »die Schule umgekrempelt und neu aufgestellt hat«. Die Werkrealschule habe sich etabliert, bei der Vorbereitung auf den Beruf seien Schwerpunkte gesetzt und die Hauptschule komplett saniert worden. »Wir hätten Ralf Moll wirklich gern behalten«, versicherte Stein, der Moll eine gute Zusammenarbeit bescheinigte. Als Dank überreichte er ein Weinpräsent.

»Das Leben steckt voller Überraschungen«, bekannnte die stellvertretende Schulleiterin Laura Roth unter Hinweis auf den unerwarteten Wechsel. Beim Gang durch das Schulhaus entdecke man auf Schritt und Tritt Molls Spuren, sagte sie. Moll habe gefördert und gefordert. Er hinterlasse eine Schule, in die die Kinder gerne gingen. Die Eltern könnten ihre Kinder ruhigen Gewissens schicken, und auch die Gemeinde könne auf die Schule, die man gemeinsam gestaltet habe, stolz sein. »Bleib wie du bist, lass dich nicht verbiegen und weiterhin nicht aus der Ruhe bringen«, riet sie dem scheidenden Rektor, der sich stets auch für das soziale Lernen sowie für das Sportprofil der Schule stark gemacht hatte.

Trommelwirbel
Für die Eltern brachte Veronika Hug und für den Förderverein Maritta Stolzer ihre guten Wünsche an. Das musische Programm brachte einen furiosen Trommelwirbel von Lionel Labad am Schlagzeug, einige Flötenstücke von Mädchen und nicht zuletzt eine große Glückwunsch-Parade, bei der alle Klassen vertreten waren. Sie überreichten Selbstgebasteltes und Blumen. Das Lehrerkollegium fügte ein aufwendig gestaltetes Mosaik und eine Buchgabe hinzu. Später formierten sich die Lehrkräfte zu einem Chor, um Nenas »99 Luftballons« mit neuem Text zu singen.

»Ihr habt mir die Arbeit an der Schwarzwaldschule zum Vergnügen gemacht. Ich werde euch alle vermissen«, bilanzierte Moll, wobei er keinerlei Wehmut aufkommen ließ und optimistisch nach vorn blickte. Im Gepäck hat er die Urkunde über den bestandenen »Renchener Schuleignungstest«, die ihm Laura Roth überreichte.


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