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In einer kurzweiligen Feier, in der auch der Humor seinen
Platz hatte, wurde Rektor Ralf Moll von der Schwarzwaldschule
Appenweier an die Grimmelshausenschule Renchen verabschiedet. Moll
hatte sechs Jahre in Appenweier gewirkt.
Von: Heinz Hättig
Appenweier. Ralf Moll, bisher Rektor der Schwarzwaldschule
Appenweier, hat den »Renchener Schuleignungstest« erfolgreich
gemeistert. Bei seiner Verabschiedung am Montag unterzogen ihn die
Lehrer Patrick Metzger und Bernd Sandhaas einem humorigen Test, bei
dem Moll zunächst Fächerkürzel der Hauptschule und der Realschule
richtig zuordnen und benennen musste. Ferner musste er
bienenkundliche Zusammenhänge erkennen, sein Geschick im Krippenbau
beweisen und – in Jauch-Manier – sein Wissen über die Karibik
zeigen.
Moll reagierte überzeugend, so dass er »nach Renchen versetzt«
wurde. Dort trat er gestern an der Grimmelshausenschule seinen
Dienst als Schulleiter an. Die »Prüfung« war eine spaßige Replik auf
ein ARZ-Interview, in dem sein Vorgänger bedauert hatte, dass der
künftige Rektor kein Realschullehrer ist, wo doch die
Grimmelshausenschule auch eine Realschule beinhalte. Das Interview
war seinerzeit viel beachtet worden.
Molls Verdienste
In einer Feierstunde im Foyer der Schwarzwaldhalle, an der
Vertreter der Kommune sowie Elternvertreter, die Lehrkräfte und
Schüler teilnahmen, wurden die Verdienste von Ralf Moll eingehend
gewürdigt. Er war vor sechs Jahren von Durbach nach Appenweier
gekommen, wo er - so Bürgermeister Hansjürgen Stein - »die Schule
umgekrempelt und neu aufgestellt hat«. Die Werkrealschule habe sich
etabliert, bei der Vorbereitung auf den Beruf seien Schwerpunkte
gesetzt und die Hauptschule komplett saniert worden. »Wir hätten
Ralf Moll wirklich gern behalten«, versicherte Stein, der Moll eine
gute Zusammenarbeit bescheinigte. Als Dank überreichte er ein
Weinpräsent.
»Das Leben steckt voller Überraschungen«, bekannnte die
stellvertretende Schulleiterin Laura Roth unter Hinweis auf den
unerwarteten Wechsel. Beim Gang durch das Schulhaus entdecke man auf
Schritt und Tritt Molls Spuren, sagte sie. Moll habe gefördert und
gefordert. Er hinterlasse eine Schule, in die die Kinder gerne
gingen. Die Eltern könnten ihre Kinder ruhigen Gewissens schicken,
und auch die Gemeinde könne auf die Schule, die man gemeinsam
gestaltet habe, stolz sein. »Bleib wie du bist, lass dich nicht
verbiegen und weiterhin nicht aus der Ruhe bringen«, riet sie dem
scheidenden Rektor, der sich stets auch für das soziale Lernen sowie
für das Sportprofil der Schule stark gemacht hatte.
Trommelwirbel
Für die Eltern brachte Veronika Hug und für den Förderverein Maritta
Stolzer ihre guten Wünsche an. Das musische Programm brachte einen
furiosen Trommelwirbel von Lionel Labad am Schlagzeug, einige
Flötenstücke von Mädchen und nicht zuletzt eine große
Glückwunsch-Parade, bei der alle Klassen vertreten waren. Sie
überreichten Selbstgebasteltes und Blumen. Das Lehrerkollegium fügte
ein aufwendig gestaltetes Mosaik und eine Buchgabe hinzu. Später
formierten sich die Lehrkräfte zu einem Chor, um Nenas »99
Luftballons« mit neuem Text zu singen.
»Ihr habt mir die Arbeit an der Schwarzwaldschule zum Vergnügen
gemacht. Ich werde euch alle vermissen«, bilanzierte Moll, wobei er
keinerlei Wehmut aufkommen ließ und optimistisch nach vorn blickte.
Im Gepäck hat er die Urkunde über den bestandenen »Renchener
Schuleignungstest«, die ihm Laura Roth überreichte. |