05.07.2006
Ein Herz für Kunden und Vereine
Winfried Sauer wurde mit viel Lob in den Ruhestand verabschiedet / Nachfolger Patrick Ruf
 

»Für Urloffen war er ein Volltreffer«, lobte Lothar Bächle die Arbeit von Winfried Sauer für die Sparkasse. 36 Jahre lang war Sauer Hausherr in Urloffen, jetzt ging er in Ruhestand und verabschiedete sich von Kunden und Kollegen.

Von: Wolfgang Löhnig

Appenweier-Urloffen. Wie nachhaltig Winfried Sauer in Urloffen gewirkt hatte, konnte man an dem großen Kreis jener ausmachen, die ihn am Montag noch einmal Dankeschön sagten. Kunden, Kollegen und Vorgesetzte würdigten die jahrzehntelange Arbeit des »Sparkässlers« in Urloffen.

»Der unermüdliche Einsatz Sauers war der Grund dafür, dass aus einer kleinen Zahlstelle eine Bankfiliale wurde«, lobte denn auch Vorstandsmitglied Helmut Kienzle. Nicht nur das rote Emblem der Sparkasse stehe für Verlässlichkeit, auch der Name Sauer sei ein Synonym dafür. Dank der fachlichen Kompetenz und menschlichen Eigenschaften Sauers, so der Direktor, seien aus geschäftlichen Verbindungen Treueverhältnisse geworden. 42 Jahre stand er in den Diensten der Sparkasse, 36 Jahre davon in Urloffen.

Sauer hatte die Filiale zu einer »Top-Zweigstelle« ausgebaut, die jetzt seinem Nachfolger Patrick Ruf übergeben werde, so Kienzle. Vor sieben Jahren habe Ruf seinen Weg bei der Sparkasse begonnen, er trete jetzt in »große Fußstapfen«. Trotzdem sei man sicher, dass die Urloffener Ruf das gleiche Vertrauen schenken werden, wie seinem Vorgänger.

Ein Blick zurück in die Geschichte zeige, dass die Filiale in Urloffen Tradition habe. 1932 wurde eine Zahlstelle der Ortenauer Sparkasse Appenweier in Urloffen eingerichtet. 1978 neue Räume bezogen und 1992 eine neues Gebäude erstellt. Trotz der veränderten Rahmenbedingungen (28 Prozent der Kunden buchen online) habe die Filiale in Urloffen auch weiterhin Bestand, versprach Kienzle.

Bescheiden abgewehrt
Ohne seine zuverlässigen Mitarbeiter wäre ihm der Erfolg so nicht gelungen, wehrte Winfried Sauer bescheiden allzu großes Lob des Vorstandes ab. Er dankte allen, die mit ihm an einem Strang gezogen hätten und versprach »Ich bleibe immer ein Sparkässler«.

Dankesworte sprachen Bürgermeister Hansjürgen Stein, der besonders die menschliche Seite Sauers hervorhob. Es wäre uns viel verloren gegangen, wenn Sauer zum KSC abgewandert wäre, die Möglichkeit dazu hatte er. Stein hob die Verbundenheit Sauers zu den Vereinen hervor. Und da die Urloffener immer etwas mehr Geld auf den Konten hätten als andere Bürger, sah Stein den Bestand der Filiale im Meerrettichort nicht gefährdet. In die Reihe der Redner reihte sich nicht nur Lothar Bächle ein, zudem dankte Ortsvorsteher Siegfried Spengler Sauer für dessen unermüdlichen Einsatz in Urloffen. Die Bürger gingen nicht zur Sparkasse, sie gingen zu Sauer.

Ein Zeichen der Verbundenheit des Bänkers mit der Bevölkerung. Für Spengler war es eine Freude erleben zu können, dass die Sparkasse frühzeitig einen Nachfolger eingearbeitet habe. Pfarrer Karlheinz Scheyerle überreichte Sauer ein Geschenk zum Abschied, Harald Braun unterstrich für die Vereine, dass Sauer stets ein Förderer der Vereine war. Vom Nachfolger erhoffe er ein ähnliches Engagement.


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