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»Für Urloffen war er ein Volltreffer«, lobte Lothar Bächle
die Arbeit von Winfried Sauer für die Sparkasse. 36 Jahre lang war
Sauer Hausherr in Urloffen, jetzt ging er in Ruhestand und
verabschiedete sich von Kunden und Kollegen.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier-Urloffen. Wie nachhaltig Winfried Sauer in Urloffen
gewirkt hatte, konnte man an dem großen Kreis jener ausmachen, die
ihn am Montag noch einmal Dankeschön sagten. Kunden, Kollegen und
Vorgesetzte würdigten die jahrzehntelange Arbeit des »Sparkässlers«
in Urloffen.
»Der unermüdliche Einsatz Sauers war der Grund dafür, dass aus
einer kleinen Zahlstelle eine Bankfiliale wurde«, lobte denn auch
Vorstandsmitglied Helmut Kienzle. Nicht nur das rote Emblem der
Sparkasse stehe für Verlässlichkeit, auch der Name Sauer sei ein
Synonym dafür. Dank der fachlichen Kompetenz und menschlichen
Eigenschaften Sauers, so der Direktor, seien aus geschäftlichen
Verbindungen Treueverhältnisse geworden. 42 Jahre stand er in den
Diensten der Sparkasse, 36 Jahre davon in Urloffen.
Sauer hatte die Filiale zu einer »Top-Zweigstelle« ausgebaut, die
jetzt seinem Nachfolger Patrick Ruf übergeben werde, so Kienzle. Vor
sieben Jahren habe Ruf seinen Weg bei der Sparkasse begonnen, er
trete jetzt in »große Fußstapfen«. Trotzdem sei man sicher, dass die
Urloffener Ruf das gleiche Vertrauen schenken werden, wie seinem
Vorgänger.
Ein Blick zurück in die Geschichte zeige, dass die Filiale in
Urloffen Tradition habe. 1932 wurde eine Zahlstelle der Ortenauer
Sparkasse Appenweier in Urloffen eingerichtet. 1978 neue Räume
bezogen und 1992 eine neues Gebäude erstellt. Trotz der veränderten
Rahmenbedingungen (28 Prozent der Kunden buchen online) habe die
Filiale in Urloffen auch weiterhin Bestand, versprach Kienzle.
Bescheiden abgewehrt
Ohne seine zuverlässigen Mitarbeiter wäre ihm der Erfolg so nicht
gelungen, wehrte Winfried Sauer bescheiden allzu großes Lob des
Vorstandes ab. Er dankte allen, die mit ihm an einem Strang gezogen
hätten und versprach »Ich bleibe immer ein Sparkässler«.
Dankesworte sprachen Bürgermeister Hansjürgen Stein, der
besonders die menschliche Seite Sauers hervorhob. Es wäre uns viel
verloren gegangen, wenn Sauer zum KSC abgewandert wäre, die
Möglichkeit dazu hatte er. Stein hob die Verbundenheit Sauers zu den
Vereinen hervor. Und da die Urloffener immer etwas mehr Geld auf den
Konten hätten als andere Bürger, sah Stein den Bestand der Filiale
im Meerrettichort nicht gefährdet. In die Reihe der Redner reihte
sich nicht nur Lothar Bächle ein, zudem dankte Ortsvorsteher
Siegfried Spengler Sauer für dessen unermüdlichen Einsatz in
Urloffen. Die Bürger gingen nicht zur Sparkasse, sie gingen zu
Sauer.
Ein Zeichen der Verbundenheit des Bänkers mit der Bevölkerung.
Für Spengler war es eine Freude erleben zu können, dass die
Sparkasse frühzeitig einen Nachfolger eingearbeitet habe. Pfarrer
Karlheinz Scheyerle überreichte Sauer ein Geschenk zum Abschied,
Harald Braun unterstrich für die Vereine, dass Sauer stets ein
Förderer der Vereine war. Vom Nachfolger erhoffe er ein ähnliches
Engagement. |