20.07.2005
Pfarrer Schmitthenner
March am Kaiserstuhl wird seine zweite Pfarrstelle
 

Die evangelische Pfarrersfamilie Martin und Uschi Schmitthenner verlässt im Herbst Appenweier. Martin Schmitthenner wird sich offiziell in einem Gottesdienst am 30. Oktober nach March am Kaiserstuhl verabschieden.

Von: Wolfgang Löhnig

Appenweier (lö). Vor zehn Jahren trat Pfarrer Martin Schmitthenner seinen Dienst in Appenweier an. Erste Amtshandlung war der Bau eines Pfarrhauses, in dem auch Jugendräume integriert sind. »Das war gut so«, erinnert er sich. Denn die Jugendarbeit hat das Ehepaar Schmitthenner über weite Strecken begleitet. »Abraxas« heißt das offene Jugendcafe im Pfarrhaus, das samstags immer geöffnet ist.
Vor acht Jahren wurde von Schmitthenner die ökumenische Bibelwoche eingeführt, mit Kindern beider Konfessionen aus den drei Ortsteilen. Diese Veranstaltung ist inzwischen ein Selbstläufer. 70 Kinder können teilnehmen, die Veranstaltung ist immer ausgebucht.
Gemeinsam mit der katholischen Partnergemeinde habe man immer wieder die Ökumene gefördert, so Schmitthenner. Das erste gemeinsame Fest beider Kirchen war am 18. Juni das Johannisfest, es sollen weitere folgen. Auch der Kulturherbst ist ein Kind des Pfarrers. Inzwischen lockt das Event Besucher aus der ganzen Region an. Unterstützt in seiner Gemeindearbeit wurde Martin Schmitthenner immer von seiner Frau Uschi, die sich in besonderem Maß der Jugend angenommen hat, darüber hinaus als Prädikantin im gesamten Kirchenbezirk wirkte.
Als eine der letzten größeren Aufgaben hat Schmitthenner an der Visitation mitgewirkt.
Im Zusammenhang mit seiner Versetzung an die Pfarrstelle March am Kaiserstuhl hat Martin Schmitthenner noch Zielvereinbarungen getroffen, die der Nachfolger – oder die Nachfolgerin – zusammen mit dem Kirchengemeinderat umsetzen wird. Angebote für Menschen, die der Kirche fern stehen, soll es künftig geben. Ein Beispiel dafür sei der Kulturherbst, erklärte Schmitthenner.
»Die Arbeit hier in Appenweier hat Spaß gemacht«, versichert das Ehepaar, zumal man sich auch viel im Umweltbereich engagierten konnte. »Für mich war es die erste Pfarrstelle«, sagte der scheidende Geistliche, für die Pfarrgemeinde Appenweier war Schmitthenner der erste Pfarrer. 1994 löste sich die Pfarrei Appenweier vom Pfarrverband Renchen/Appenweier, wurde zur selbstständigen Pfarrei erklärt. 1995 trat Schmitthenner seinen Dienst an.

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