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Eine Reihe von Aufträgen vergab der Appenweierer
Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend für die Schwarzwaldhalle, das
Klärwerk und die Sanierung der Bachmauer in Nesselried.
Von: Kerstin Handsteiner
Appenweier. »Das wird die teuerste Sitzung des Jahres«,
eröffnete Bürgermeister Hansjürgen Stein am Montagabend die
Gemeinderatssitzung und verwies: »Damit kommen wir aber sehr viel weiter, um
Appenweier zukunftsfähig zu gestalten.« Das Gremium schloss sich den
Verwaltungsvorschlägen an und so wurden insgesamt Aufträge von ca. 3,17
Millionen Euro vergeben. Zudem weitere 380 000 Euro verplant.
Der größte Brocken: die Sanierung der Schwarzwaldhalle mit zwanzig Gewerken
und einer Gesamtvergabesumme von über 2,5 Millionen Euro (siehe auch
»Aufträge«). Stein lobte die »sehr gute Kostenberechnung«, die nur 0,1
Prozent von der Planung abweiche und rechnete vor, dass 2,11 Millionen der
Investitionen in der Region blieben und immerhin ca. 200 000 Euro im Ort.
»Das ist eine sehr befriedigende Ausschreibung.«
Mit den Arbeiten werde in dreieinhalb Wochen begonnen, so Architekt Gerhard
Lehmann: »Wir haben einen ganz strammen Terminplan.« Bereits Ende März
kommenden Jahres soll die Halle fix und fertig sein. Ein vorzeitiger
Übungsbeginn, nach dem sich Ludwig Kornmeier erkundigt hatte, sei nicht
möglich. Zum einen, weil der Boden erst zum Schluss ausgelegt werde, zum
anderen aus Sicherheitsbestimmungen auf der Baustelle.
Drei Gewerke vergab der Gemeinderat auch für den Ausbau der Kläranlage in
Urloffen – und zwar: Stahlbauarbeiten für die Werkstatt und die Schlammhalle
(ca. 124 800 Euro), Arbeiten für den Schlammlagerplatz und die
Schachtbauwerke (ca. 340 600 Euro) sowie Estrich- und Fliesenarbeiten für
die Schlammhalle (ca. 19 000 Euro). Wolfgang Griebel (Arcadis Consult GmbH)
legte den Räten außerdem eine Gesamkostenkontrolle vor: »Wir haben noch ca.
250 000 bis 300 000 Euro Luft.« Dies erklärte er damit, dass man beim
Zuschussantrag seinerzeit etwas vorsichtiger kalkuliert habe. »Wir wollten
auf der sicheren Seite sein, sind die Töpfe erst einmal zu, gibt es nichts
mehr«, so Giebler.
Neben den Millionenprojekten stand auch die Vergabe der Arbeiten für die
neue Bachmauer beim Nesselrieder »Vereinshus« auf der Tagesordnung. Die
Auftragssumme: knapp 128 400 Euro. Baubeginn sei laut Uli Brudy, Leiter des
Bauamtes, nach den Handwerkerferien.
Handlungsbedarf
Die Weichen stellte der Rat schließlich für eine weitere Maßnahme in
Nesselried, die Sanierung der maroden Wasserversorgung im bereich Kohlstatt/Illenau.
»Handlungsbedarf an allen Ecken und Enden« sah Wolfgang Fallert vom Büro
Zink, der wie schon im Ortschaftsrat vergangene Woche (wir berichteten
bereits ausführlich) die Planung vorstellte.
Nachdem eine Debatte über Beregnungsanlagen und Wasserentnahmen für die
Landwirtschaft in Gang gekommen war, erinnerte Bürgermeister Stein, dass
vorerst nur das Konzept für die Wasserversorgung und den Brandschutz (weg
vom Hochbehälter, hin zu einer Druckerhöhungsanlage) auf der Tagesordnung
stehe.
Dass – nicht nur durch diese Maßnahme bedingt – im kommenden Haushalt die
Wasserpreise angehoben werden, bestätigte schließlich Kämmerer Helmut
Martin.
Aufträge
Für die Sanierung der Schwarzwaldhalle vergab der
Appenweierer Gemeinderat die Aufträge für zwanzig Gewerke: Erd-, Beton- und
Maurerarbeiten (ca. 308 000 Euro), Holzbauarbeiten (ca. 66 200 Euro),
Stahlbauarbeiten (ca. 87 300 Euro), Gerüstbauarbeiten (ca. 27 800 Euro),
Dachabdichtungsarbeiten (ca. 296 800 Euro), Verglasung (ca. 192 800 Euro),
Prallwände und Springtore (ca. 139 300 Euro), Trockenbauarbeiten (ca. 184
000 Euro), Sportboden (ca. 72 300 Euro), Estrich (ca. 21 000 Euro), Putz-
und Stuckarbeiten (ca. 14 300 Euro), Fliesenarbeiten (ca. 50 500 Euro),
Malerarbeiten (ca. 76 000 Euro), Bodenbelagsarbeiten (ca. 25 000 Euro),
Sonnenschutz (ca. 6200 Euro), Lüftung (ca. 262 500 Euro),
Sanitärinstallation (ca. 73 700 Euro), Elektroarbeiten (ca. 325 600 Euro),
Blitzschutzanlage (ca. 8000 Euro). Die Heizung (ca. 331 000 Euro) hatte man
bereits im Vorfeld der Sitzung vergeben. ke
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