14.03.2006
Glücklicher Tag für die Nesselrieder
Erster Spatenstich für Ausbau der Kreisstraße nach Ebersweier / Bauarbeiten dauern drei Monate
 

Morgen, Mittwoch, beginnen die Arbeiten für den Ausbau der Kreisstraße zwischen Nesselried und Ebersweier. Gestern war erster Spatenstich für das eine Million Euro teure Projekt.

Von: Fritz Bierer

Appenweier-Nesselried. Das Appenweierer Gemeinderatsmitglied Karl Sauer erinnerte gestern an ein Schreiben des Straßenbauamtes aus dem Jahr 1979. Darin wurde ihm bestätigt, dass der Ausbau der Kreisstraße zwischen den Gemeinden Appenweier-Nesselried und Durbach-Ebersweier »in zwei bis drei Jahren vollzogen« wird. Erst 27 Jahre später erfolgte nun der Spatenstich für das Projekt.

»Heute ist es ein glücklicher Tag für die beiden Gemeinden«, bestätigte dann auch Landrat Klaus Brodbeck. Er erinnerte sich im Gegensatz zu Karl Sauer an eine erste Planung aus dem Jahr 1990 und den folgenden Planfeststellungsbeschluss, der genau zehn Jahre später erfolgt sei.

Mögliche Hindernisse bis zum Baubeginn waren sicher auch die schwierigen Grundstücksverhandlungen. »Bis auf einen Eigentümer sind wir mit allen anderen einig geworden«, informierte Brodbeck, der die Kosten der Maßnahme auf eine Million Euro bezifferte, davon entfallen rund 150 000 Euro auf den Grundstückserwerb. Die Zuschüsse betragen 50 Prozent. Die »neue Straße« wird dann zwischen 5,50 und 6,50 m breit und es werden einige Gefahrenpunkte beseitigt.

Morgen werden die Bauarbeiter aktiv (Bäume werden gefällt und es wird gerodet). Rund drei bis vier Monate ist die 1,8 Kilometer lange Verbindung zwischen Nesselried und Ebersweier gesperrt – so lange sind die Straßenbauer am Werk. Die Landwirte sollen nach Auskunft des Landrats aber trotzdem zu ihren dort angrenzenden Grundstücken gelangen. Beim Hirniebach und Hähnlegraben sollen Amphibien-Leiteinrichtungen eingebaut werden. »Wir tun auch was für die Ökologie«, so Brodbeck.

Gut gelaunt präsentierten sich die beiden Bürgermeister Toni Vetrano (Durbach) und Hansjürgen Stein (Appenweier). Beide blätterten auch in der Historie. Vetrano sprach von einer »historischen Straße« auf der man jetzt stehe, denn hier seien einst die Herrschafts- und Gerichtsgrenzen verlaufen. Vetrano und Stein dankten Landrats- und Straßenbauamt für die gute Zusammenarbeit und bestätigten: »Es wurde Wort gehalten.«

Appenweiers Gemeindeoberhaupt Stein hatte noch ein Bonbon parat: Vom Ortsausgang Nesselried bis zur folgenden Anhöhe wird im Rahmen der Bauarbeiten ein Gehweg auf Kosten der Gemeinde angelegt. »Damit können Wanderer und Spaziergänger gefahrlos aus dem Ort bis zu den Feldwegen kommen und die herrliche Landschaft genießen.«


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