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Morgen, Mittwoch, beginnen die Arbeiten für den Ausbau der
Kreisstraße zwischen Nesselried und Ebersweier. Gestern war erster
Spatenstich für das eine Million Euro teure Projekt.
Von: Fritz Bierer
Appenweier-Nesselried. Das Appenweierer Gemeinderatsmitglied Karl
Sauer erinnerte gestern an ein Schreiben des Straßenbauamtes aus dem
Jahr 1979. Darin wurde ihm bestätigt, dass der Ausbau der
Kreisstraße zwischen den Gemeinden Appenweier-Nesselried und
Durbach-Ebersweier »in zwei bis drei Jahren vollzogen« wird. Erst 27
Jahre später erfolgte nun der Spatenstich für das Projekt.
»Heute ist es ein glücklicher Tag für die beiden Gemeinden«,
bestätigte dann auch Landrat Klaus Brodbeck. Er erinnerte sich im
Gegensatz zu Karl Sauer an eine erste Planung aus dem Jahr 1990 und
den folgenden Planfeststellungsbeschluss, der genau zehn Jahre
später erfolgt sei.
Mögliche Hindernisse bis zum Baubeginn waren sicher auch die
schwierigen Grundstücksverhandlungen. »Bis auf einen Eigentümer sind
wir mit allen anderen einig geworden«, informierte Brodbeck, der die
Kosten der Maßnahme auf eine Million Euro bezifferte, davon
entfallen rund 150 000 Euro auf den Grundstückserwerb. Die Zuschüsse
betragen 50 Prozent. Die »neue Straße« wird dann zwischen 5,50 und
6,50 m breit und es werden einige Gefahrenpunkte beseitigt.
Morgen werden die Bauarbeiter aktiv (Bäume werden gefällt und es
wird gerodet). Rund drei bis vier Monate ist die 1,8 Kilometer lange
Verbindung zwischen Nesselried und Ebersweier gesperrt – so lange
sind die Straßenbauer am Werk. Die Landwirte sollen nach Auskunft
des Landrats aber trotzdem zu ihren dort angrenzenden Grundstücken
gelangen. Beim Hirniebach und Hähnlegraben sollen
Amphibien-Leiteinrichtungen eingebaut werden. »Wir tun auch was für
die Ökologie«, so Brodbeck.
Gut gelaunt präsentierten sich die beiden Bürgermeister Toni
Vetrano (Durbach) und Hansjürgen Stein (Appenweier). Beide
blätterten auch in der Historie. Vetrano sprach von einer
»historischen Straße« auf der man jetzt stehe, denn hier seien einst
die Herrschafts- und Gerichtsgrenzen verlaufen. Vetrano und Stein
dankten Landrats- und Straßenbauamt für die gute Zusammenarbeit und
bestätigten: »Es wurde Wort gehalten.«
Appenweiers Gemeindeoberhaupt Stein hatte noch ein Bonbon parat:
Vom Ortsausgang Nesselried bis zur folgenden Anhöhe wird im Rahmen
der Bauarbeiten ein Gehweg auf Kosten der Gemeinde angelegt. »Damit
können Wanderer und Spaziergänger gefahrlos aus dem Ort bis zu den
Feldwegen kommen und die herrliche Landschaft genießen.« |