16.08.2005
Ein unspektakulärer Urnengang
Bundestagswahl im September: Hauptamtsleiter Fritz Langenecker sieht keine zeitlichen Probleme
 

Die Vorbereitungszeit für die vorgezogene Bundestagswahl ist zwar kürzer als üblich, für Hauptamtsleiter Fritz Langenecker jedoch kein Problem. Einzig bei der Briefwahl könnte es etwas knapp werden.

Von: Sarah Schilffling

Appenweier. Falls die Verfassungsrichter nicht doch noch anders entscheiden, wird im September die nächste Bundestagswahl stattfinden. Fritz Langenecker sorgt nun dafür, dass trotz verknappter Fristen in der Gemeinde Appenweier alles ordnungsgemäß vonstatten geht. Der Leiter des Hauptamtes wird voraussichtlich auch Wahlleiter sein.

Vorauswahl läuft
Bis zum 28. August müssen die Wahlberechtigungen an die insgesamt 7374 Wahlberechtigten verschickt werden. Auch das Wählerverzeichnis werden die Einwohner bald im Rathaus einsehen können. Derzeit läuft bereits die Vorauswahl der Wahlhelfer. Diese Ehrenamtlichen erhalten für ihren Einsatz ein Erfrischungsgeld. Zusammen mit weiteren Kosten, insbesondere für Material wie die Wahlmappen, wird die Gemeinde nach Langeneckers Schätzungen, etwa 3000 Euro auslegen müssen. Ein Teil davon wird jedoch durch den Staat nach einer Pro- Kopf-Pauschale refinanziert.
Hauptamtsleiter Langenecker betont jedoch, dass es sich trotz der kürzeren Vorbereitungszeit um eine unspektakuläre Wahl handelt, die bei weitem nicht so aufwändig wie eine Kommunalwahl sein wird. Knapp wird die Zeit höchstens bei der Briefwahl. Diese Möglichkeit wird von circa einem Zehntel der Wählerschaft genutzt, wobei die Anzahl in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist.
Die betreffenden Briefe können jedoch erst in der ersten Septemberwoche versandt werden, was eventuell in einigen Fällen zu Zeitknappheit führen könnte.

Moderne Software
In der Gemeinde selber wird der Urnengang in den üblichen Wahllokalen stattfinden, die auf den Wahlbenachrichtigungen vermerkt sind. Nach deren Schließung wird es noch etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen, bis die Ergebnisse an die übergeordneten Stellen weitergegeben werden können.
Dank moderner Software ist auch deren Darstellung sehr rasch und genau möglich. Eine ganz neue Erfahrung wird diese vorgezogene Wahl für die 726 Erstwähler in der Gesamtgemeinde, die immerhin 9,85 Prozent der Wahlberechtigten ausmachen.

Von ihnen, wie auch allen anderen Bürgern, erhofft sich Langenecker eine rege Wahlbeteiligung.


zurück