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Die Vorbereitungszeit für die vorgezogene Bundestagswahl ist zwar
kürzer als üblich, für Hauptamtsleiter Fritz Langenecker jedoch kein
Problem. Einzig bei der Briefwahl könnte es etwas knapp werden.
Von: Sarah Schilffling
Appenweier. Falls die Verfassungsrichter nicht doch noch anders
entscheiden, wird im September die nächste Bundestagswahl stattfinden. Fritz
Langenecker sorgt nun dafür, dass trotz verknappter Fristen in der Gemeinde
Appenweier alles ordnungsgemäß vonstatten geht. Der Leiter des Hauptamtes
wird voraussichtlich auch Wahlleiter sein.
Vorauswahl läuft
Bis zum 28. August müssen die Wahlberechtigungen an die insgesamt 7374
Wahlberechtigten verschickt werden. Auch das Wählerverzeichnis werden die
Einwohner bald im Rathaus einsehen können. Derzeit läuft bereits die
Vorauswahl der Wahlhelfer. Diese Ehrenamtlichen erhalten für ihren Einsatz
ein Erfrischungsgeld. Zusammen mit weiteren Kosten, insbesondere für
Material wie die Wahlmappen, wird die Gemeinde nach Langeneckers
Schätzungen, etwa 3000 Euro auslegen müssen. Ein Teil davon wird jedoch
durch den Staat nach einer Pro- Kopf-Pauschale refinanziert.
Hauptamtsleiter Langenecker betont jedoch, dass es sich trotz der kürzeren
Vorbereitungszeit um eine unspektakuläre Wahl handelt, die bei weitem nicht
so aufwändig wie eine Kommunalwahl sein wird. Knapp wird die Zeit höchstens
bei der Briefwahl. Diese Möglichkeit wird von circa einem Zehntel der
Wählerschaft genutzt, wobei die Anzahl in den vergangenen Jahren stetig
gestiegen ist.
Die betreffenden Briefe können jedoch erst in der ersten Septemberwoche
versandt werden, was eventuell in einigen Fällen zu Zeitknappheit führen
könnte.
Moderne Software
In der Gemeinde selber wird der Urnengang in den üblichen Wahllokalen
stattfinden, die auf den Wahlbenachrichtigungen vermerkt sind. Nach deren
Schließung wird es noch etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen, bis die
Ergebnisse an die übergeordneten Stellen weitergegeben werden können.
Dank moderner Software ist auch deren Darstellung sehr rasch und genau
möglich. Eine ganz neue Erfahrung wird diese vorgezogene Wahl für die 726
Erstwähler in der Gesamtgemeinde, die immerhin 9,85 Prozent der
Wahlberechtigten ausmachen.
Von ihnen, wie auch allen anderen Bürgern, erhofft sich Langenecker eine
rege Wahlbeteiligung. |