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Nach der Entscheidung des Urloffener Ortschaftsrates, das alte Schulhaus in
der Kapellengasse abzubrechen, stellte Architekt Ottmar Brudy dem Gremium
einen ersten Entwurf für ein »Bürgerzentrum Urloffen« vor.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier-Urloffen. Als historische Stunde für den Meerrettichort
bezeichneten nicht nur Ortsvorsteher Siegfried Spengler und Bürgermeister
Hansjürgen Stein die Vorstellung des Konzepts für ein Bürgerhaus in der
Ortschaftsratssitzung am Mittwochabend, auch die vielen anwesenden Bürger
waren begeistert von der Planung des Architekten Ottmar Brudy.
Dieser erläuterte das Raumprogramm, dass neben einem rund 200
Quadratmetern großen Gemeindesaal eine Bühne aufweist und entsprechende
Nebenräume beinhaltet. Rund 100 bis 150 Personen werden im Saal Platz
finden, genau die Anzahl, die den heimischen Gastwirten keine Konkurrenz
macht, zumal es auch nur eine eher kleine Teeküche geben wird. Für die
vorhandenen Vereinshallen wären 100 Besucher zu wenig, der Gemeindesaal
würde genau in diese Lücke stoßen.
Weiter sind ein Stuhllager, Abstellräume, eine Garderobe, ein Foyer und
Freisitz geplant. Raum würde für den Heimatbund und den Frauenverein
geschaffen, so der Architekt. Der Narrenverein bleibt im Untergeschoss. Die
Geländestruktur erlaubt den Bau einer Freilichtbühne, dazu würde man Teile
des Farrenstalls stehen lassen.
Viele Besprechungen
Eine Aussichtsterrasse ist am Gebäude geplant. Auf dem tiefer liegenden
Gelände, beim ehemaligen Farrenstall, würden Parkplätze und ein kleiner
Festplatz eingerichtet. Ȇber Treppen und eine Rollstuhlrampe kann das neue
Gebäude erreicht werden«, erläuterte Brudy seinen ersten Entwurf, in dem
aber bereits viele Ergebnisse aus zahlreichen Besprechungen eingearbeitet
wurden.
»Wer hätte je gedacht, dass Lösungen für das Bürgerzentrum Urloffen so
schnell in so greifbarer Nähe sind«, meinte Bürgermeister Stein lobend.
Ideal sei, dass alles im Erdgeschoss untergebracht ist. Kein Treppensteigen
ist erforderlich, behindertengerechte Zugänge zu den Räumen sind
gewährleistet. »In der alten Schule wäre dies alles nicht möglich gewesen«,
unterstrich der Bürgermeister und verwies: »Der Musikverein bekommt neue
Räume, die denen in Nesselried in nichts nachstehen.« Die erste Planung sei
ein schöner Entwurf, auch wenn es intern bereits der fünfte ist.
Der Ortschaftsrat nahm die Planung wohlwollend zur Kenntnis, am kommenden
Montag soll im Gemeinderat ein Grundsatzbeschluss gefasst werden.
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