17.09.2005
Bürgerzentrum in greifbarer Nähe
Architekt Ottmar Brudy stellte den Entwurf vor / Gemeinderat fasst am Montag Grundsatzbeschluss


Nach der Entscheidung des Urloffener Ortschaftsrates, das alte Schulhaus in der Kapellengasse abzubrechen, stellte Architekt Ottmar Brudy dem Gremium einen ersten Entwurf für ein »Bürgerzentrum Urloffen« vor.

Von: Wolfgang Löhnig

Appenweier-Urloffen. Als historische Stunde für den Meerrettichort bezeichneten nicht nur Ortsvorsteher Siegfried Spengler und Bürgermeister Hansjürgen Stein die Vorstellung des Konzepts für ein Bürgerhaus in der Ortschaftsratssitzung am Mittwochabend, auch die vielen anwesenden Bürger waren begeistert von der Planung des Architekten Ottmar Brudy.

Dieser erläuterte das Raumprogramm, dass neben einem rund 200 Quadratmetern großen Gemeindesaal eine Bühne aufweist und entsprechende Nebenräume beinhaltet. Rund 100 bis 150 Personen werden im Saal Platz finden, genau die Anzahl, die den heimischen Gastwirten keine Konkurrenz macht, zumal es auch nur eine eher kleine Teeküche geben wird. Für die vorhandenen Vereinshallen wären 100 Besucher zu wenig, der Gemeindesaal würde genau in diese Lücke stoßen.

Weiter sind ein Stuhllager, Abstellräume, eine Garderobe, ein Foyer und Freisitz geplant. Raum würde für den Heimatbund und den Frauenverein geschaffen, so der Architekt. Der Narrenverein bleibt im Untergeschoss. Die Geländestruktur erlaubt den Bau einer Freilichtbühne, dazu würde man Teile des Farrenstalls stehen lassen.

Viele Besprechungen
Eine Aussichtsterrasse ist am Gebäude geplant. Auf dem tiefer liegenden Gelände, beim ehemaligen Farrenstall, würden Parkplätze und ein kleiner Festplatz eingerichtet. »Über Treppen und eine Rollstuhlrampe kann das neue Gebäude erreicht werden«, erläuterte Brudy seinen ersten Entwurf, in dem aber bereits viele Ergebnisse aus zahlreichen Besprechungen eingearbeitet wurden.

»Wer hätte je gedacht, dass Lösungen für das Bürgerzentrum Urloffen so schnell in so greifbarer Nähe sind«, meinte Bürgermeister Stein lobend. Ideal sei, dass alles im Erdgeschoss untergebracht ist. Kein Treppensteigen ist erforderlich, behindertengerechte Zugänge zu den Räumen sind gewährleistet. »In der alten Schule wäre dies alles nicht möglich gewesen«, unterstrich der Bürgermeister und verwies: »Der Musikverein bekommt neue Räume, die denen in Nesselried in nichts nachstehen.« Die erste Planung sei ein schöner Entwurf, auch wenn es intern bereits der fünfte ist.

Der Ortschaftsrat nahm die Planung wohlwollend zur Kenntnis, am kommenden Montag soll im Gemeinderat ein Grundsatzbeschluss gefasst werden.

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