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Die Bebauungspläne für zwei neue Lebensmittelmärkte brachte
der Appenweierer Gemeinderat einstimmig auf den Weg. Die Standorte:
im Süden des Kernorts und in Zimmern.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier. »Damit wäre die Grundversorgung der Bevölkerung mit
Lebensmitteln gesichert«, unterstrich Bürgermeister Hansjürgen Stein
in der Gemeinderatssitzung am Montag, in der die Bebauungspläne für
zwei neue Lebensmittelmärkte in Appenweier und Urloffen auf den Weg
gebracht wurden.
Der Einkaufsmarkt in Appenweier werde im Südwesten entstehen,
zwischen Bundesstraße und Sander Straße. Werner Gerhardt plant im
Büro »Voegele + Gerhardt« im Auftrag der Edeka den Bebauungsplan und
stellte ihn dem Gemeinderat vor. Etwas mehr als 10 000 Quadratmeter
groß sei das Grundstück, der Markt werde eine maximale
Verkaufsfläche von rund 1600 Quadratmetern ausweisen, 155 Parkplätze
seien geplant.
Ausgleichsfläche
Ein besonderer Grünordnungsplan werde aufgestellt. Ein geforderter
Teilausgleich für Grünflächen könne auf dem Grundstück erfolgen.
Darüber hinaus werde man aber noch rund 3000 Quadratmeter
Ausgleichsfläche beanspruchen müssen, machte der Planer deutlich.
Eine Nachfrage von Klemens Sauer (CDU), wo wohl die Ausgleichsfläche
entstehen werde, konnte Gerhardt nicht beantworten. Erst bei
fortgeschrittener Planung, werde auch darüber entschieden.
Siegfried Spengler (CDU) argwöhnte, dass Edeka mit ihren neuen
Märkten an die Bundesstraße gehe, damit sie gesehen werden. In
keinem Fall werde das Unternehmen die Sicht auf den Markt durch hohe
Bäume behindern. Bürgermeister Stein beruhigte: Wenn das Unternehmen
eine Zusage mache, dann halte es diese auch ein. So weit kenne er
Edeka. Im Kernort wurde für den Markt ein Sondergebiet ausgewiesen,
da dieser wesentlich mehr als 700 Quadratmeter überbaute Fläche
habe.
Für den in Zimmern geplanten Markt reiche die Ausweisung von
Gewerbefläche aus. Der Markt werde kleiner ausgeführt, die überbaute
Fläche rund 710 Quadratmeter groß sein. Auf dem rund 4500
Quadratmeter großen Grundstück werden zudem 75 Parkplätze geplant.
Auch beim Bauvorhaben in Urloffen-Zimmern werde man den
Grünausgleich nicht komplett auf dem eigenen Grundstück schaffen, so
der Planer. Rund 570 Quadratmeter müssten extern ausgeglichen
werden.
Im günstigsten Fall
Die Änderung des Flächennutzungsplanes und der Bebauungspläne laufen
gleichzeitig, so dass im günstigen Fall mit einem Baubeginn beider
Maßnahmen in einem halben Jahr gerechnet werden könne.
Einweihung werde man sicher im nächsten Jahr feiern können – für
beide Märkte, gab sich Stein zuversichtlich. Sie seien nämlich
gekoppelt.
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