12.05.2005
 Appenweier bilanziert eine gesunde Finanzlage
Kämmerer Helmut Martin: »Deutlich höhere Steuereinnahmen« / »Highlights« des Rechnungsjahres 2004
 

Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier (lö). Die »Highlights« des Rechnungsjahres 2004 hatte der Appenweierer Kämmerer Helmut Martin in der Ratssitzung am Montagabend an die erste Stelle gepackt, als er den vorläufigen Abschluss des Rechnungsjahres dem Gemeinderat vorstellte. Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und verringerte Umlagen sind der Grund für die gesunde Finanzlage.
Einige Abrechnungen sind zwar noch nicht vollständig, aber die wesentlichen Daten des Etats 2004 konnte Kämmerer Martin präsentieren. War ursprünglich eine Zuführung vom Vermögens- an den Verwaltungshaushalt geplant, so konnten nach der aktuellen Rechnung rund 1,1 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Eine stolze Zahl. Eine geplante Rücklagenentnahme wurde um 1,2 Millionen Euro verringert. Die Rücklage wurde »nur« um knapp eine Million Euro erleichtert. Grund für die guten Gemeindefinanzen sind die Gewerbesteuereinnahmen. Lagen diese von 1996 ab (ausgenommen 1999) in einer Größenordnung von jährlich jeweils unter einer Million Euro, steigerten sie sich ab 2002 auf mehr als zwei Millionen Euro pro Jahr. Das Schöne, so Martin, ist, dass sich diese Einnahmen auf einem hohen Niveau einzupendeln scheinen. Dazu kommt, dass als Folge neuer Gesetze die Gewerbesteuerumlage deutlich reduziert wurde.
Wirtschaftliche Lage
Nachhaltig rückläufig ist die Entwicklung des Einkommensteueranteils seit 2001, bilanzierte Martin. Ein Zeichen für die eher schlechte wirtschaftliche Lage im Land. Gespart wurde bei den Personalkosten sowie bei den Verwaltungs- und Betriebsausgaben. »Wir haben versucht, sparsam zu wirtschaften«, machte Martin deutlich. Allerdings ging auch bei den Grundstücksverkäufen weniger Geld ein, als geplant.
Erfreulich die Entwicklung von Schulden und Rücklagen. War die Gemeinde 1999 noch mit 5,3 Millionen Euro verschuldet, verringerte sich der Betrag bis 2004 auf 3,97 Millionen Euro. Nach einer Spitzenrücklage im Jahr 2003 sank allerdings auch diese leicht, liegt aber immer noch deutlich über dem Schuldenstand.
Bürgermeister Hansjürgen Stein dankte Martin für ein erfreuliches Zahlenwerk und erinnerte, dass eine ganze Reihe von Gemeinden keine Zuführung zum Vermögenshaushalt leisten konnten. Stein zeigte aber auch der Sparsamkeit die Grenzen auf, die Infrastruktur müsse stimmen, sie dürfe nicht zu kurz kommen, verlangte er.


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