01.08.2005
»Bis auf Verschönerungen sind dies
 Präsident Wolfgang Furler ist sicher, dass sich die Zuwachsraten bei den Mitgliedern normalisieren
 

Von: Fritz Bierer
Die Golfanlage in Appeneier-Urloffen wächst weiter. Neben einer Vergrößerung der Flächen für den Kurzplatz ist eine Verlegung und Ausdehnung der Übungseinrichtungen vorgesehen. Driving Range mit Übungsgrün, Bunker für lange Schläge und Golf-Akademie-Bahn für Unterrichtszwecke sind in der Planung. Rund 600 000 Euro wird die Golfanlagen Ortenau AG nach Angaben von Golfclub-Präsident Wolfgang Furler investieren. Wann die Bauarbeiten beginnen, hängt jedoch ganz von der Finanzierung ab.
Ω Der Golfsport boomt in Deutschland. Was sind die Gründe, dass immer mehr Menschen diesen Sport betreiben wollen?
Wolfgang Furler: In den letzten Jahren haben vor allem auch viele jüngere Menschen erkannt, dass Golf keineswegs nur ein elitäres Freizeitvergnügen ist, sondern wirklich eine Herausforderung für Körper und Geist, was einem Nichtgolfer gar nicht leicht zu erklären ist. Damit sind viele Barrieren gegenüber dem Golfsport weggeräumt und wir sehen dies ganz deutlich an der Vielzahl Schnupperer, die regelmäßig zu uns kommen. Darüber hinaus hat es sich herumgesprochen, dass man bis ins hohe Alter golfen kann und dabei sehr viele soziale Kontakte hat.
Ω Seit drei Jahren wird in Urloffen Golf gespielt. Und schon hat man die Kapazitätsgrenze der Anlage erreicht. Werden das vorerst die letzten Ausbauarbeiten auf der 65 Hektar großen Anlage sein oder ist mittelfristig mit weiteren Ergänzungen zu rechnen?
Furler: Bis auf Verschönerungen und Optimierungen sind dies vorerst die letzten Ausbaupläne, wobei ich nicht sagen kann, was in zehn Jahren sein wird. Dass wir jetzt diesen Ausbau durchführen wollen, hängt allerdings auch mit der Geländesituation zusammen, die uns vor vier Jahren zwang, eine provisorische Lösung für das Übungsgelände durchzuführen.
Ω Wann beginnen die Arbeiten und wann kann zum Beispiel der auf neun Loch erweiterte Kurzplatz bespielt werden?
Furler: Dies hängt ganz von der Finanzierung ab – eigentlich können wir uns Sonderausgaben nicht erlauben, deshalb suchen wir nach speziellen Möglichkeiten, diesen Ausbau und damit die Abrundung der Gesamtanlage zu finanzieren. Vorerst von mir also keine Terminversprechungen, die wir dann nicht halten können.
Ω Wie hoch sind die neuerlichen Investitionen?
Furler: Einschließlich Geländekäufe sind es etwa 600 000 Euro.
Ω Wie viele Aktionäre hat die Golfanlagen Ortenau AG zurzeit und wie hoch ist das gezeichnete Kapital?
Furler: Wir liegen bis heute bei 580 verkauften Aktien und haben ein Grundkapital von 2,3 Millionen Euro.
Ω Gab's schon Fluktuationen?
Furler: Natürlich gibt es bei so vielen Mitgliedern auch Fluktuationen, sei es durch Wegzug oder schwere Erkrankungen, aber diese Aktien konnten immer sofort weiterverkauft werden.
Ω Ist auch mit einer weiteren Steigerung der Mitgliederzahlen beim Golfclub zu rechnen?
Furler: Mit großer Sicherheit werden wir weiter wachsen, aber die Zuwachsraten normalisieren sich. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass es inzwischen weitere Golfanlagen mit 18 Loch in unserer Region gibt. Allerdings ist der Golfclub Urloffen sehr verkehrsgünstig gelegen und die Nähe zum Wohnort spielt doch immer eine entscheidende Rolle.
Ω Wie werden die Angebote – Schnupperkurse etc. – angenommen?
Furler: Wir haben weiterhin guten Zulauf bei den Schnupperkursen, wobei man doch unterscheiden muss zwischen ernsthaften Schnupperern und solchen, die das Ganze nur als einmaliges Event auffassen, damit sie im Bekanntenkreis mitreden können.
Ω Ist bei einem weiteren deutlichen Anstieg der Mitgliederzahl mit einem Aufnahmestopp zu rechnen?
Furler: Wir planen, 750 Aktien auszugeben, so dass wir irgendwann natürlich mit einem Aufnahmestopp rechnen müssen, aber da mache ich mir im Moment keine Sorgen.
Ω I nteressenten wollen wissen, wie viel zurzeit eine Aktie kostet und wie teuer der Mitgliedsbeitrag ist . . .
Furler: Derzeit kostet eine Aktie 6600 Euro und ab 1. Dezember wird der Ausgabepreis auf 7000 Euro erhöht. Gegenüber den traditionellen Organisationsformen älterer Clubs ist dieser Betrag keineswegs verloren, da die Aktie wieder verkauft werden kann. Der Jahresbeitrag liegt bei 960 Euro, wobei ich nicht verschweigen will, dass wir im kommenden Jahr erhöhen müssen. Die Höhe kann ich noch nicht sagen, aber wir werden mit Sicherheit deutlich unter den Zahlen anderer relativ neuer Clubs liegen wie zum Beispiel Freiburg-Tuniberg oder Karlsruhe-Scheibenhardt. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe Sondermodelle, wie Jahresmitgliedschaften, Kurzplatzmitgliedschaften, Zweitmitgliedschaften usw, über die man sich im Einzelnen informieren sollte


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