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Von: Fritz Bierer
Die Golfanlage in Appeneier-Urloffen wächst weiter. Neben einer Vergrößerung
der Flächen für den Kurzplatz ist eine Verlegung und Ausdehnung der
Übungseinrichtungen vorgesehen. Driving Range mit Übungsgrün, Bunker für
lange Schläge und Golf-Akademie-Bahn für Unterrichtszwecke sind in der
Planung. Rund 600 000 Euro wird die Golfanlagen Ortenau AG nach Angaben von
Golfclub-Präsident Wolfgang Furler investieren. Wann die Bauarbeiten
beginnen, hängt jedoch ganz von der Finanzierung ab.
Ω Der Golfsport boomt in Deutschland. Was sind die Gründe, dass immer
mehr Menschen diesen Sport betreiben wollen?
Wolfgang Furler: In den letzten Jahren haben vor allem auch viele jüngere
Menschen erkannt, dass Golf keineswegs nur ein elitäres Freizeitvergnügen
ist, sondern wirklich eine Herausforderung für Körper und Geist, was einem
Nichtgolfer gar nicht leicht zu erklären ist. Damit sind viele Barrieren
gegenüber dem Golfsport weggeräumt und wir sehen dies ganz deutlich an der
Vielzahl Schnupperer, die regelmäßig zu uns kommen. Darüber hinaus hat es
sich herumgesprochen, dass man bis ins hohe Alter golfen kann und dabei sehr
viele soziale Kontakte hat.
Ω Seit drei Jahren wird in Urloffen Golf gespielt. Und schon hat man
die Kapazitätsgrenze der Anlage erreicht. Werden das vorerst die letzten
Ausbauarbeiten auf der 65 Hektar großen Anlage sein oder ist mittelfristig
mit weiteren Ergänzungen zu rechnen?
Furler: Bis auf Verschönerungen und Optimierungen sind dies vorerst die
letzten Ausbaupläne, wobei ich nicht sagen kann, was in zehn Jahren sein
wird. Dass wir jetzt diesen Ausbau durchführen wollen, hängt allerdings auch
mit der Geländesituation zusammen, die uns vor vier Jahren zwang, eine
provisorische Lösung für das Übungsgelände durchzuführen.
Ω Wann beginnen die Arbeiten und wann kann zum Beispiel der auf neun
Loch erweiterte Kurzplatz bespielt werden?
Furler: Dies hängt ganz von der Finanzierung ab – eigentlich können wir uns
Sonderausgaben nicht erlauben, deshalb suchen wir nach speziellen
Möglichkeiten, diesen Ausbau und damit die Abrundung der Gesamtanlage zu
finanzieren. Vorerst von mir also keine Terminversprechungen, die wir dann
nicht halten können.
Ω Wie hoch sind die neuerlichen Investitionen?
Furler: Einschließlich Geländekäufe sind es etwa 600 000 Euro.
Ω Wie viele Aktionäre hat die Golfanlagen Ortenau AG zurzeit und wie
hoch ist das gezeichnete Kapital?
Furler: Wir liegen bis heute bei 580 verkauften Aktien und haben ein
Grundkapital von 2,3 Millionen Euro.
Ω Gab's schon Fluktuationen?
Furler: Natürlich gibt es bei so vielen Mitgliedern auch Fluktuationen, sei
es durch Wegzug oder schwere Erkrankungen, aber diese Aktien konnten immer
sofort weiterverkauft werden.
Ω Ist auch mit einer weiteren Steigerung der Mitgliederzahlen beim
Golfclub zu rechnen?
Furler: Mit großer Sicherheit werden wir weiter wachsen, aber die
Zuwachsraten normalisieren sich. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass es
inzwischen weitere Golfanlagen mit 18 Loch in unserer Region gibt.
Allerdings ist der Golfclub Urloffen sehr verkehrsgünstig gelegen und die
Nähe zum Wohnort spielt doch immer eine entscheidende Rolle.
Ω Wie werden die Angebote – Schnupperkurse etc. – angenommen?
Furler: Wir haben weiterhin guten Zulauf bei den Schnupperkursen, wobei man
doch unterscheiden muss zwischen ernsthaften Schnupperern und solchen, die
das Ganze nur als einmaliges Event auffassen, damit sie im Bekanntenkreis
mitreden können.
Ω Ist bei einem weiteren deutlichen Anstieg der Mitgliederzahl mit
einem Aufnahmestopp zu rechnen?
Furler: Wir planen, 750 Aktien auszugeben, so dass wir irgendwann natürlich
mit einem Aufnahmestopp rechnen müssen, aber da mache ich mir im Moment
keine Sorgen.
Ω I nteressenten wollen wissen, wie viel zurzeit eine Aktie kostet und
wie teuer der Mitgliedsbeitrag ist . . .
Furler: Derzeit kostet eine Aktie 6600 Euro und ab 1. Dezember wird der
Ausgabepreis auf 7000 Euro erhöht. Gegenüber den traditionellen
Organisationsformen älterer Clubs ist dieser Betrag keineswegs verloren, da
die Aktie wieder verkauft werden kann. Der Jahresbeitrag liegt bei 960 Euro,
wobei ich nicht verschweigen will, dass wir im kommenden Jahr erhöhen
müssen. Die Höhe kann ich noch nicht sagen, aber wir werden mit Sicherheit
deutlich unter den Zahlen anderer relativ neuer Clubs liegen wie zum
Beispiel Freiburg-Tuniberg oder Karlsruhe-Scheibenhardt. Darüber hinaus gibt
es eine ganze Reihe Sondermodelle, wie Jahresmitgliedschaften,
Kurzplatzmitgliedschaften, Zweitmitgliedschaften usw, über die man sich im
Einzelnen informieren sollte
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