19.01.2005
Hallen-Sanierung startet im Sommer
Kosten ca. 3,5 Mio Euro / Sieben Monate kein Betrieb / Partnerschaftsfeier soll in Urloffen stattfinden
 

Einstimmig gab der Gemeinderat grünes Licht, das Architekturbüro Lehmann, Offenburg, mit der Planung zur Sanierung der Schwarzwaldhalle zu beauftragen. Eile tat Not, die Arbeiten sollen nämlich mit dem Beginn der Sommerferien starten, die Planungen noch in dieser Woche beginnen.

Von: Kerstin Handsteiner

Appenweier. Bereits während der Klausurtagung des Gemeinderates im November des vergangenen Jahres hatte Architekt Gerhard Lehmann seinen Entwurf erläutert. In der jüngsten Ratssitzung am Montagabend stand er erneut für Auskünfte zur Verfügung. Die Schwarzwaldhalle ist ein großer Baukörper, so der Architekt, er umfasse 25 000 Kubikmeter umbauten Raum, das entspräche etwa 50 Reihenhäusern. Heute würde die Halle ca. 7 Mio. Euro Neubaukosten verursachen, betonte Lehmann und relativierte damit die ins Auge gefassten ca. 3,5 Mio. Euro teuren Sanierungskosten.
Platz für 2400 Besucher
Wegen der Brandschutzvorschriften dürfen sich heute bei Veranstaltungen maximal 800 Personen in der Halle aufhalten. Nach Umbau und Sanierung werden die bestehenden Vorschriften noch bei 2400 Besuchern eingehalten. Verändert wird nicht nur das äußere Erscheinungsbild, verändert und vergrößert werden soll auch das Foyer. Während größere Fenster den an sich massigen Baukörper der Halle etwas auflockern werden, wird das Foyer komplett umgekrempelt. Der Architekt erläuterte: »Der Raum wirkt lang, hoch und schmal. Nachdem die Fensterfront des Foyers ohnedies ausgewechselt wird, soll der gesamte Raum verbreitert werden.«
Ein Sommercafé im Freien mit einer ansprechenden Freifläche ist geplant. Im derzeitigen Thekenbereich wird eine Empore eingebaut – um den rund fünf Meter hohen Raum optisch aufzuwerten und rund 60 Sitzplätze zu schaffen. Im Foyer selbst sind 200 Sitzplätze geplant. Im Bereich der Empore wird auch ein Regieraum eingebaut. Die Vorschriften verlangen, dass die komplette Halle bei Veranstaltungen ständig von einer Brandwache einsehbar ist. Deshalb kann auf die Empore auch nicht verzichtet werden. Anna-Maria Knosp wollte sparen und stellte diese Maßnahmen in Frage.
Knapper Terminplan
Begonnen wird mit der Sanierung von Decken und Böden in der Schwarzwaldhalle, dann werden Heizung und Lüftung eingebaut. Bei den geplanten Kosten ist eine Gasheizung vorgesehen, falls Holzpellets als Brennmaterial gewünscht werden, würden sich die Kosten erhöhen, so Lehmann. Allerdings müsse bei dem knappen Terminplan die Entscheidung schnellstens fallen. Nach der Halle sollen die Arbeiten beim Foyer in Angriff genommen werden.
Trotz des ehrgeizigen Terminplanes wird die Schwarzwaldhalle rund sieben Monate nicht benutzbar sein, erläuterte Stein. Hauptamtsleiter Fritz Langenecker hatte die alten Unterlagen durchgesehen und festgestellt, dass 2004 in der fraglichen Zeit 62 Veranstaltungen stattgefunden haben. 2005 würden die Feiern mit Montlouis in die Bauzeit fallen, da muss man sich nach einem anderen Veranstaltungsort umsehen, so Stein. Die Athletenhalle in Urloffen böte genügend Raum, den Gottesdienst könnte man in der Kirche St. Martin abhalten, die ohnehin größer als St. Michael sei.
»Wenn die Halle saniert ist, werden in den nächsten 25 bis 30 Jahren keine umfangreichen Arbeiten mehr anfallen«, tröstete der Bürgermeister.


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