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Einstimmig gab der Gemeinderat grünes Licht, das Architekturbüro
Lehmann, Offenburg, mit der Planung zur Sanierung der Schwarzwaldhalle zu
beauftragen. Eile tat Not, die Arbeiten sollen nämlich mit dem Beginn der
Sommerferien starten, die Planungen noch in dieser Woche beginnen.
Von: Kerstin Handsteiner
Appenweier. Bereits während der Klausurtagung des Gemeinderates im
November des vergangenen Jahres hatte Architekt Gerhard Lehmann seinen
Entwurf erläutert. In der jüngsten Ratssitzung am Montagabend stand er
erneut für Auskünfte zur Verfügung. Die Schwarzwaldhalle ist ein großer
Baukörper, so der Architekt, er umfasse 25 000 Kubikmeter umbauten Raum, das
entspräche etwa 50 Reihenhäusern. Heute würde die Halle ca. 7 Mio. Euro
Neubaukosten verursachen, betonte Lehmann und relativierte damit die ins
Auge gefassten ca. 3,5 Mio. Euro teuren Sanierungskosten.
Platz für 2400 Besucher
Wegen der Brandschutzvorschriften dürfen sich heute bei Veranstaltungen
maximal 800 Personen in der Halle aufhalten. Nach Umbau und Sanierung werden
die bestehenden Vorschriften noch bei 2400 Besuchern eingehalten. Verändert
wird nicht nur das äußere Erscheinungsbild, verändert und vergrößert werden
soll auch das Foyer. Während größere Fenster den an sich massigen Baukörper
der Halle etwas auflockern werden, wird das Foyer komplett umgekrempelt. Der
Architekt erläuterte: »Der Raum wirkt lang, hoch und schmal. Nachdem die
Fensterfront des Foyers ohnedies ausgewechselt wird, soll der gesamte Raum
verbreitert werden.«
Ein Sommercafé im Freien mit einer ansprechenden Freifläche ist geplant. Im
derzeitigen Thekenbereich wird eine Empore eingebaut – um den rund fünf
Meter hohen Raum optisch aufzuwerten und rund 60 Sitzplätze zu schaffen. Im
Foyer selbst sind 200 Sitzplätze geplant. Im Bereich der Empore wird auch
ein Regieraum eingebaut. Die Vorschriften verlangen, dass die komplette
Halle bei Veranstaltungen ständig von einer Brandwache einsehbar ist.
Deshalb kann auf die Empore auch nicht verzichtet werden. Anna-Maria Knosp
wollte sparen und stellte diese Maßnahmen in Frage.
Knapper Terminplan
Begonnen wird mit der Sanierung von Decken und Böden in der
Schwarzwaldhalle, dann werden Heizung und Lüftung eingebaut. Bei den
geplanten Kosten ist eine Gasheizung vorgesehen, falls Holzpellets als
Brennmaterial gewünscht werden, würden sich die Kosten erhöhen, so Lehmann.
Allerdings müsse bei dem knappen Terminplan die Entscheidung schnellstens
fallen. Nach der Halle sollen die Arbeiten beim Foyer in Angriff genommen
werden.
Trotz des ehrgeizigen Terminplanes wird die Schwarzwaldhalle rund sieben
Monate nicht benutzbar sein, erläuterte Stein. Hauptamtsleiter Fritz
Langenecker hatte die alten Unterlagen durchgesehen und festgestellt, dass
2004 in der fraglichen Zeit 62 Veranstaltungen stattgefunden haben. 2005
würden die Feiern mit Montlouis in die Bauzeit fallen, da muss man sich nach
einem anderen Veranstaltungsort umsehen, so Stein. Die Athletenhalle in
Urloffen böte genügend Raum, den Gottesdienst könnte man in der Kirche St.
Martin abhalten, die ohnehin größer als St. Michael sei.
»Wenn die Halle saniert ist, werden in den nächsten 25 bis 30 Jahren keine
umfangreichen Arbeiten mehr anfallen«, tröstete der Bürgermeister.
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