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Gewässerdirektion Offenburg bildeten den Auftakt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Appenweier. Dabei ging es insbesondere um die gemeindeeigenen Hochwasserrückhaltebecken »Holchen« und »Hürben«.
Von: Heinz Hättig
Appenweier. In den letzten Jahren startete die Gewässerdirektion Südlicher Oberrhein/Hochrhein Bereich Offenburg im Gebiet der Acher-Rench-Korrektion ein umfangreiches Sanierungsprogramm zur Sicherung des Hochwasserschutzes für die Anliegergemeinden. Hierbei fand die eingetretene Siedlungsentwicklung und die Änderung der Landschaftsnutzung der letzten 70 Jahre Berücksichtigung. Die heutigen Siedlungsflächen und viele bedeutende Infrastrukturanlagen in den früheren Überschwemmungsflächen sind nur gegen ein 20-jährliches Hochwasserereignis geschützt. Ein besserer Schutz ist notwendig.
Zur Optimierung des Hochwasserschutzes wurden bisher folgende Maßnahmen umgesetzt: die Sanierung der Hochwasserrückhaltebecken Holchen, Hürben und Mührig; die Sanierung des DKW-Kanals im Mündungsbereich zum Renchflutkanal; Deichsanierungen an der Rench oberhalb des Abzweigbauwerks Erlachs; die umfassende Sanierung der Einlassbauwerke der Rückhaltebecken und die Erneuerung der Steuerungsanlage am Regulierwerk Renchen und nicht zuletzt die naturnahe Umgestaltung des Holchenbachs.
Maßnahmenkatalog
Zusätzlich zur Sanierung der Rückhaltebecken wird künftig die Leistungsfähigkeit des Renchflutkanals erhöht, so dass die Rückhaltebecken seltener in Anspruch genommen werden müssen.
Das Wichtigste: Die Hochwasserrückhaltebecken sollen künftig wechselweise eingestaut werden, wobei auch das dem Staat gehörende Mührig-Becken mit einbezogen wird. Damit werden die dortigen Wälder abwechselnd in Mitleidenschaft gezogen, so dass nicht immer dieselben Bäume »nasse Füße« und Schäden bekommen. Auf Gemarkung Urloffen hatte man sich in diesem Punkt bisher benachteiligt gefühlt.
Auch Waldausgleich
Der Hochwasserschutz und die damit verbundenen Maßnahmen, zu denen auch ein Waldausgleich gehört, sollen in eine Vereinbarung zwischen der Gewässerdirektion und der Gemeinde Appenweier münden, in die auch Regelungen aus einem früheren Vertragswerk von 1939 Eingang finden sollen. Nach lebhafter Aussprache, die von Bürgermeister Hansjürgen Stein geleitet wurde, stimmte das Ratsgremium zu. |