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Der
Kleintierzuchtverein C 453 Appenweier ist am Ende seiner
Wünsche angelangt. Jetzt wurde als letzte Maßnahme der Hof
des schmucken Vereinsheims »Am Sportplatz 4« gepflastert,
was wiederum mit einer kleinen Feierstunde verbunden war
Von: ru
Appenweier (ru). Der Kleintierzuchtverein Appenweier
beschäftigt sich mit der Zucht von Kaninchen und Geflügel
(Hühner, Enten, Gänse Tauben) und wurde 1924 gegründet. Zu
einer Zeit also, als sich in Deutschland die große
Wirtschaftsflaute breit machte. Da ging es wohl weniger um
Ausstellungstiere, sondern mehr um die Ernährung der
Menschen sicherzustellen.
Vorsitzender Richard Hettig, seit 1975 fast ununterbrochen
im Amt, hatte schon immer einen Draht zur
Gemeindeverwaltung. Nach ein paar vergeblichen Anläufen
wurde schließlich 1995 mit dem Bau des Vereinsheims im
Gewann beim Sportplatz begonnen. Etwa drei Jahre wurde in
Eigenarbeit gewerkelt, bis das Haus dann bezugsfertig war.
Die rund 50 Mitglieder packten kräftig an und hier kam dem
Verein zugute, dass viele Handwerker gleichzeitig Mitglieder
waren. 225 000 Mark (112 000 Euro) an Materialkosten hätten
aufgebracht werden müssen, so Hettig, und der Verein sei
heute schuldenfrei.
Jetzt wurde als letzte Maßnahme der Rest des Hofes
gepflastert und so sei das Vereinsheim komplett. Ein
Kinderspielplatz und eine Grillvorrichtung gehören ebenso
dazu.
Der Vorsitzende lud die Mitglieder und Gäste am Samstag zu
einem Rundgang ein. Zum Aufenthaltsraum, den man auch als
Gaststätte bezeichnen kann, gehören noch ein Allzweck- und
ein Ausstellungsraum mit etwa 40 Kleintierboxen.
Der Verein ist stets aktiv und so findet jeden ersten
Samstag im Monat ab 16 Uhr ein Umschlagsmarkt statt, auf dem
Kleintiere angeboten werden. Zum Teil zur Zucht, Ausstellung
oder für den Kochtopf. Viele auswärtige Kunden sind
Stammgäste. Da Appenweier sehr verkehrsgünstig liegt, finden
auch Tagungen und Preisrichterschulungen statt. Und weiter
sagte Richard Hettig: »Man kann auch mol zämme hocke.«
Viele Auszeichnungen erhielt der Verein bereits bei
Ausstellungen. Die Wände des Vereinsheims sind mit Plaketten
und Tellern gepflastert. Hettig selbst züchtet unter anderen
auch »Belgische Riesen«, die während des Dritten Reiches in
»Deutsche Hasen« umbenannt werden mussten. So wiegt ein
Kaninchen schon mal locker zehn Kilogramm. Alt-Bürgermeister
Siegfried Götz, Heiner Becker vom
Rasseflügelzüchterkreisverband, Roland Müller (Kreiverband
Offenburg), Lisbeth Margenfeld (Kreisverband Kehl) und André
Beyer (Bischheim/Elsass) überbrachten Grußworte und lobten
den tüchtigen Verein, der dieses Jahr noch sein 80-Jähriges
feiert. Gehungert hat keiner der Besucher beim »Imbiss
satt«. |