|
Mit Investitionen von rund 6,3 Millionen Euro belege
Appenweier wieder einen der vorderen Ränge, war Bürgermeister Stein
stolz auf den Haushaltsplan 2006. Die Satzung mit Einnahmen und
Ausgaben von rund 22 Millionen Euro verabschiedete der Gemeinderat
am Montag.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier. »Wir haben den Investitionskurs fortgesetzt«, so
Bürgermeister Hansjürgen Stein in der Gemeinderatssitzung am Montag.
Auch wenn es in diesem Jahr erneut ans »Eingemachte«, an die
Rücklagen, geht. Zu einer kräftigen Rücklagenentnahme komme noch
eine Neuverschuldung von rund 370 000 Euro hinzu. Das bedeute für
die Gemeinde eine Nettoneuverschuldung von 68 000 Euro. Erforderlich
sind die roten Zahlen nicht zuletzt, um das Projekt »Im See«
voranzubringen. »Wir dürfen die historische Chance nicht vertun«,
bestätigte Stein eine Ratsentscheidung, das in diesem Bereich
liegende Grundstück »Baumann« zu kaufen.
Im nächsten Jahr, machte Stein deutlich, seien alle großen
Investitionsmaßnahmen, für die auch die Vorgänger Rücklagen gebildet
hatten, abgeschlossen: Wasserversorgung, Kläranlage,
Schwarzwaldhalle, Umbau der Haupt- und Ortenauer Straße, Radweg nach
Nesselried, »Vereinshus« und nicht zuletzt das Bürgerzentrum in
Urloffen seien mit den zur Verfügung stehenden Mitteln finanziert
worden.
Stein bedankte sich bei den Räten für das gute Miteinander bei
der Aufstellung des Haushaltsplanes. Ab dem nächsten Jahr werde man
sich mit großen Investitionen zurückhalten und die Rücklagen wieder
aufbauen.
Für die CDU-Fraktion zeigte sich Siegfried Spengler stolz drauf,
einen machbaren Haushaltsanschlag geschmiedet zu haben. Dass die
Hebesätze angehoben werden mussten, zeige, dass Appenweier mehr als
seine Pflichtaufgabe erledige. Als ein Beispiel führte Spengler die
funktionierende Kinderbetreuung an. Zudem sei man nicht überheblich
geworden, als in den vergangenen Jahren die Gewerbesteuereinnahmen
gestiegen seien. Spengler dankte für eine ordentliche Arbeit, die
Appenweier noch liebens- und lebenswerter machen werde. Edmund Kranz
(FWV) schloss sich dem Urloffener Ortsvorsteher an. Ludwig Kornmeier
(Grüne) merkte an, dass noch nie so viel Geld in die Hand genommen
worden sei, wie in den vergangenen drei Jahren. Den Urloffern »gönnt
er das Bürgerzentrum«, zumal alle Ortsteile sich zu ihrem Besten
verwandelt hätten. »Appenweier kann sich in der Ortenau sehen
lassen«, betonte Kornmeier. Herbert Steinebrunner (SPD) unterstrich
den von den Fraktionen vorgetragenen Dank mit: »Es ist alles gesagt
worden.«
|