21.12.2004
Musikalische Suche nach besserer Welt
Glanzvolles Jahreskonzert des MV Urloffen
 
Der Musikverein Urloffen glänzte beim Jahreskonzert in der ausverkauften Athletenhalle mit einem Programm aus klassischer und moderner Blasmusik, gespickt mit zahlreichen Solo-Einlagen.
 

Von: Matthias Rosa

Appenweier-Urloffen. Mit der wuchtigen »Generations-Fanfare« eröffnete der Musikverein Urloffen unter der Leitung von Helmut Walter einen langen und dennoch kurzweiligen Konzertabend.
Als erste Solistin des Abends zeichnete sich Yvonne Zerrer auf der Querflöte aus. Einfühlsam interpretierte sie »Concertino für Flöte«. Die charmante Moderatorin Evelyn Skomrock kündigte einen Rausch der Töne an, und das Orchester stand dem beim »Kaiser-Walzer« in nichts nach. Es folgte ein weiterer Solo-Vortrag. Daniel Haß zeigte auf dem F-Horn bei »Air Poétique« eine ansprechende Leistung. Beim folgenden »Tanz der Vampire« jagte das Orchester dem Publikum einen Schauer über den Rücken, denn mit viel Biss wurden die Musicalmelodien vorgetragen. Mit dem spanischen Marsch »El Matador« verabschiedeten sich die 45 Musiker in die wohlverdiente Pause.
Der zweite Teil begann mit dem Stück »Free World Fantasy«, einer musikalischen Suche nach einer besseren Welt. Anschließend standen wieder zwei Solisten im Mittelpunkt. Bei der Polka »Launische Klarinetten« demonstrierten Anette Herrmann und Stefan Kiefer ihre einwandfreie Fingerfertigkeit auf dem Holzblasinstrument.
Weiter ging es im Programm mit »The Magnificent Seven«, einem rasanten Ritt durch den Wilden Westen. Anschließend stand das Saxophonregister in der ersten Reihe. Larissa Bürkel, Tanja Wiedemer, Michael Boschert, Christian Schmidt, Michael Schwarzkopf und Helmut Walter heizten dem Publikum mit fetzigen Swing-Rhythmen ein.
Danach gab es eine kleine Zäsur, denn der Konzertmarsch »Arsenal« verlangte eine völlig andere Interpretation. Doch dem großartig aufgelegten und in sich stimmigen Orchester bereitete dies keine Schwierigkeiten.
Das offizielle Programm endete mit dem abwechslungsreichen »Concerto d’Amore«. Das begeisterte Publikum ließ das Orchester nicht ohne Zugaben von der Bühne. Nach dem flotten Marsch »Them Basses«, bei dem die tiefen Register gefordert waren, schlug das Orchester nochmals leise Töne an. Dirigent Helmut Walter griff zur Gitarre und sang, begleitet vom Orchester, das Lied »Nessaja«.
Mit dieser wunderschönen Melodie und einem Auszug aus dem letzten Programmstück klang ein dreistündiger Konzertabend aus, der von einem harmonischen Orchester und exzellenten Solisten gestaltet wurde.

 

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