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Von einer positiven Arbeit berichtete Jugendreferent Andreas Helberg dem
Gemeinderat, der wollte nach rund eineinhalb Jahren, in denen es das
Jugendzentrum »Blue Flame« gibt, informiert werden.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier. Es war eine überzeugende Demonstration der
Arbeit im Jugendzentrum, die Jugendreferent Andreas Helberg im Gemeinderat
abgab: Bilder mit Musikuntermalung zeigten, wie gut das Haus angenommen
wird. Alles begann im Juni 2003 mit jeder Menge Arbeit. Die Jugendlichen
renovierten ihren Raum im Rathaus II, gipsten, spachtelten, trugen Farbe
auf, bauten Möbel und fühlen sich seitdem offensichtlich pudelwohl, wenn man
den hübschen Bildern Glauben schenken will.
Zwei Gruppen gebe es derzeit, so Helberg, der unterstützt von drei jungen
Damen aus dem Kuratorium Rede und Antwort stand. Die eine Gruppe, die
Junioren, trifft sich jeweils am Mittwoch, 15 und 18 Uhr, die Kids sind
zwischen acht und zwölf Jahre alt. 25 Kinder sind angemeldet, so »an die
zehn treffen sich regelmäßig«, so Helberg.
Der »Großen Gruppe« gehören rund 70 Personen an, die zwischen 13 und 17
Jahren alt sind. Dienstags, donnerstags, freitags und jeden ersten Samstag
im Monat trifft man sich. Wegen des großen Andrangs ging man in den
zurückliegenden Wochen dazu über, die Gruppen zu splitten.
»Es wird bei uns sehr viel gespielt, Karten, Brettspiele, Fußball und
gewaltfreie PC-Spiele sind stark gefragt. Der Kicker ist permanent
ausgebucht«, berichtete Helberg.
Sauberer Bereich
Die Entwicklung verlaufe sehr positiv. Gab es zu Beginn Probleme mit Müll,
so zähle jetzt das Umfeld des Jugendraums zu den saubersten Bereichen am
Rathaushof. Das Treiben um und im Jugendtreff sei außerordentlich friedlich,
keine Gewalt, keine Schlägereien, keine Diebstähle, keine Einbrüche und
keine Schäden, war der Referent stolz auf das Verhalten »seiner
Jugendlichen«.
Zwischen 60 und 90 Kinder nutzen während einer Woche die Einrichtung, das
beweist eine kurzfristig aufgestellte Statistik. 32 Prozent davon sind
weiblich.
Jugendliche über 18 Jahre sind nicht dabei. »Wir haben da eine Grenze
eingeführt«, machte Helberg auf Nachfrage deutlich. Brigitte Mans wollte
wissen, aus welchen Ortsteilen die Jugendlichen kommen, doch darauf gab es
keine Antwort. »Wir fragen sie nicht«, so Helberg.
Eine Zusammenarbeit Schule/Jugendtreff gibt es nicht, wurde festgestellt, da
auf ein Schreiben von Helberg von Seiten der Schule nicht geantwortet wurde.
Ute Hohmann-Klose erkundigte sich nach den Themenabenden und den Schulen,
die von den Jugendlichen besucht werden. Offenburg, Renchen und Appenweier
war die Antwort. Siegfried Stettenbenz wollte wissen, ob die Kapazität des
Raumes ausreiche. Eindeutig ja, stellte Helberg fest, er wünsche sich aber
einen Ausweichraum, damit auch zwei Gruppen, die sich »nicht schmecken«
können, betreut werden können. Aussiedlerkinder seien in den Gruppen,
beantwortete der Jugendleiter eine Frage von Brigitte Mans,
Hausaufgabenbetreuung gebe es momentan nicht, erfuhr Anita Herrmann.
»Die Einrichtung des Jugendtreffs war ein Schritt in die richtige Richtung«,
fasste Bürgermeister Hansjürgen Stein am Ende zusammen. |