16.12.2004
Jugendtreff einzurichten, war eine richtige Entscheidung
Andreas Helberg informierte über die Arbeit im »Blue Flame«


Von einer positiven Arbeit berichtete Jugendreferent Andreas Helberg dem Gemeinderat, der wollte nach rund eineinhalb Jahren, in denen es das Jugendzentrum »Blue Flame« gibt, informiert werden.

Von: Wolfgang Löhnig

Appenweier. Es war eine überzeugende Demonstration der Arbeit im Jugendzentrum, die Jugendreferent Andreas Helberg im Gemeinderat abgab: Bilder mit Musikuntermalung zeigten, wie gut das Haus angenommen wird. Alles begann im Juni 2003 mit jeder Menge Arbeit. Die Jugendlichen renovierten ihren Raum im Rathaus II, gipsten, spachtelten, trugen Farbe auf, bauten Möbel und fühlen sich seitdem offensichtlich pudelwohl, wenn man den hübschen Bildern Glauben schenken will.
Zwei Gruppen gebe es derzeit, so Helberg, der unterstützt von drei jungen Damen aus dem Kuratorium Rede und Antwort stand. Die eine Gruppe, die Junioren, trifft sich jeweils am Mittwoch, 15 und 18 Uhr, die Kids sind zwischen acht und zwölf Jahre alt. 25 Kinder sind angemeldet, so »an die zehn treffen sich regelmäßig«, so Helberg.
Der »Großen Gruppe« gehören rund 70 Personen an, die zwischen 13 und 17 Jahren alt sind. Dienstags, donnerstags, freitags und jeden ersten Samstag im Monat trifft man sich. Wegen des großen Andrangs ging man in den zurückliegenden Wochen dazu über, die Gruppen zu splitten.
»Es wird bei uns sehr viel gespielt, Karten, Brettspiele, Fußball und gewaltfreie PC-Spiele sind stark gefragt. Der Kicker ist permanent ausgebucht«, berichtete Helberg.
Sauberer Bereich
Die Entwicklung verlaufe sehr positiv. Gab es zu Beginn Probleme mit Müll, so zähle jetzt das Umfeld des Jugendraums zu den saubersten Bereichen am Rathaushof. Das Treiben um und im Jugendtreff sei außerordentlich friedlich, keine Gewalt, keine Schlägereien, keine Diebstähle, keine Einbrüche und keine Schäden, war der Referent stolz auf das Verhalten »seiner Jugendlichen«.
Zwischen 60 und 90 Kinder nutzen während einer Woche die Einrichtung, das beweist eine kurzfristig aufgestellte Statistik. 32 Prozent davon sind weiblich.
Jugendliche über 18 Jahre sind nicht dabei. »Wir haben da eine Grenze eingeführt«, machte Helberg auf Nachfrage deutlich. Brigitte Mans wollte wissen, aus welchen Ortsteilen die Jugendlichen kommen, doch darauf gab es keine Antwort. »Wir fragen sie nicht«, so Helberg.
Eine Zusammenarbeit Schule/Jugendtreff gibt es nicht, wurde festgestellt, da auf ein Schreiben von Helberg von Seiten der Schule nicht geantwortet wurde. Ute Hohmann-Klose erkundigte sich nach den Themenabenden und den Schulen, die von den Jugendlichen besucht werden. Offenburg, Renchen und Appenweier war die Antwort. Siegfried Stettenbenz wollte wissen, ob die Kapazität des Raumes ausreiche. Eindeutig ja, stellte Helberg fest, er wünsche sich aber einen Ausweichraum, damit auch zwei Gruppen, die sich »nicht schmecken« können, betreut werden können. Aussiedlerkinder seien in den Gruppen, beantwortete der Jugendleiter eine Frage von Brigitte Mans, Hausaufgabenbetreuung gebe es momentan nicht, erfuhr Anita Herrmann.
»Die Einrichtung des Jugendtreffs war ein Schritt in die richtige Richtung«, fasste Bürgermeister Hansjürgen Stein am Ende zusammen.


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