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Mit einem Festgottesdienst, von Pfarrer Karlheinz Scheyerle zelebriert, und
anschließender riesiger Party wurde der Urloffener Kindergarten St. Martin
am Sonntag nach einjähriger Umbauphase wieder seiner Bestimmung übergeben.
Rund 650 000 Euro wurden investiert, 450 000 davon trug die politische
Gemeinde.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier-Urloffen. Unzählige Kinder, Eltern, und andere
Gottesdienstbesucher hatten sich zur Messfeier im großzügig bemessenen
Freigelände des Kindergartens St. Martin eingefunden, vom Pfarrer herzlich
begrüßt. Karlheinz Scheyerle dankte all jenen, die zur Sanierung des
Kindergartens »in hervorragender Weise« beigetragen hatten. »Jetzt
entspricht das Gebäude wieder den pädagogischen, psychologischen und
hygienischen Anforderungen«, lobte der Pfarrer.
Ein besonderes Lob hatte er für Bürgermeister Hansjürgen Stein, der »mit
Fachkenntnis und Kompetenz zur Umstrukturierung des Kindergartens wertvolle
Impulse gab«. Vor allem der Gemeindezuschuss in Höhe von 70 Prozent zu den
Baukosten habe die Realisierung des Vorhabens erst möglich gemacht.
Scheyerle dankte weiter dem erzbischöflichen Bauamt, das »in souveräner
Weise den Umbau bewerkstelligt hatte«. Nicht zuletzt vergaß er auch den
Pfarrgemeinderat, Elternbeirat und Hausmeister, nicht, die sich beim Abbau
und Einrichten des Kindergartens engagiert hatten.
»Alles ist vorzüglich und bestens dank des großen Einsatzes vieler
Beteiligter geglückt und ohne Zwischenfälle vonstatten gegangen«, so
Karlheinz Scheyerle. Erfreut zeigte sich der Pfarrer zudem über das
Entgegenkommen der Erzieherinnen des Schauenburgkindergartens, die bereit
waren Kinder aus St. Martin während der Umbauphase aufzunehmen und zu
beherbergen.
Für Bürgermeister Hansjürgen Stein bedeutete die Einladung zum Tag der
offenen Tür mehr, als sie eigentlich scheinen will. »Der Kindergarten öffnet
seine ‘neuen’ Pforten«, meinte der Bürgermeister, alles strahle wie neu, und
das sollte auch gezeigt werden.
»Das alte Haus war nach 30 Jahren schon recht marode«, so Stein. Schon zu
seinem Dienstantritt in Appenweier sei das Dach durchlässig gewesen. »Die
Überlegung war, den Kindergarten ganz abzubrechen oder ihn zu sanieren«,
ließ Stein den Umbau Revue passieren: Man entschied sich für eine
Verkleinerung, entfernte zwei Gruppenräume, sanierte die Sanitäranlagen,
erneuerte Heizung und deren Isolierung und Glasflächen, damit sie heutigen
Unfallbestimmungen entschrechen.
Ein neues Haus
Viel Spaß am neu sanierten Gebäude hatten vor allem die Kinder. Begeistert
sangen sie im Gottesdienst »Wir haben nun ein neues Haus. Darin sieht's
gemütlich aus. Neues Haus, neues Haus...«. Auch am Nachmittag unterhielten
sie die vielen Besucher mit Liedern und dokumentierten, was sie so alles im
Kindergarten erfahren und lernen können.
Die Bärengruppe führte einen musikalischen Spiel- und Singkreis auf,
Bastelangebote gab es bei der Grashüpfergruppe. Ene Fotoausstellung, Tänze
und Bewegung im Freien vervollständigten das reichhaltige Programm. Und
gegen Schluss wurde auch noch Kasperltheater gespielt. Preise gab es für die
Kids bei einer Schatzsuche zu gewinnen.
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