|
Von: Kerstin
Handsteiner
Auf einen musikalischen
Streifzug durch die
Jahrhunderte rund um das
Thema Liebe entführt der
Kirchenchor am kommenden
Samstag, 20. November,
20 Uhr, in der
Nesselrieder
Rebstockhalle.
Dirigentin Ilona
Braunstein verrät vorab
im Interview, was es mit
dem Motto
»Liebeskarussell« auf
sich hat, was die
Besucher erwartet und
welche Rolle die Musik
für sie in der Liebe
spielt.
Der Kirchenchor
springt am Samstag –
musikalisch – auf das
»Liebeskarussell« auf.
Aus wessen Feder stammt
das Konzert-Motto?
Ilona Braunstein: Unsere
zweite Vorsitzende,
Claudia Männle, kam
darauf, nachdem sie das
Programm studierte und
feststellte, dass sich
praktisch jedes Lied
dieses Abends um die
Liebe dreht. Also
entstand der Titel
»Karussell der Liebe«.
Das Thema klingt
weltlich, peppig und
nach Frühling. Warum
dieser Kontrast in der
besinnlichen Jahreszeit?
Braunstein: Der
Kirchenchor zeigt sich
gerne mal von seiner
peppigen Seite. Da
spielen das Wetter
draußen und die
Jahreszeit keine Rolle.
Schließlich hat man
warme Liebesgefühle ja
auch in der kalten,
nassen Jahreszeit.
Besinnlich wird es für
den Chor nach dem
Konzert, wenn die Proben
für Weihnachten
beginnen.
Was erwartet die
Besucher am Samstag?
Braunstein: Da unser
Konzert vor zwei Jahren
sowohl bei den Sängern
als auch beim Publikum
ein sehr gutes Feedback
erhielt, wollte ich
darauf aufbauen. Deshalb
singen wir auch dieses
mal Lieder aus Musical,
Chanson, Operette und
Oper.
Sie holen sich auch
Verstärkung. Wer ist
alles mit dabei?
Braunstein: Das Konzert
wird eröffnet vom
Kinder- und Jugendchor
Nesselried unter Leitung
von Tobias Götz. Der
hervorragende Pianist
Thomas Strauss wird den
Kirchenchor begleiten
und Josef Meyer durch
seine solistischen
Beiträge auf der
Trompete den
Konzertabend noch
abwechslungsreicher
gestalten.
Auch Sie haben einen
Solopart...
Braunstein: ... ja, ich
werde drei bis vier
Stücke aus verschieden
Sparten singen. Mal mit
chorischer Verstärkung
und mal ohne. So zum
Beispiel die »Habanera«
aus der Oper Carmen mit
Chor oder dann ohne Chor
oder ein Medley von
Edith Piaf.
Was ist das Glanzstück
des Abends?
Braunstein: Einen Moment
bitte, da muss ich kurz
nachzählen. Also Kinder-
und Jugendchor werden
sieben Glanzstücke zu
Gehör bringen und der
Kirchenchor plus
Solisten sogar 19. –
Nein, Spaß beiseite, das
kann ich so pauschal
nicht sagen. Vielleicht
der Sklavenchor aus
Nabucco oder zwei Stücke
aus der Oper Carmen?.
Rund um die Liebe
wurde und wird viel
gesungen. Welches ist
das schönste Liebeslied?
Braunstein: Auch dies
kann ich nicht eindeutig
beantworten. Das
schönste Liebeslied gibt
es sicherlich nicht. Das
ist doch rein subjektiv,
außerdem hängt das von
der momentanen Stimmung
ab. Es gibt so unendlich
viele, schöne
Liebeslieder,
klassische, poppige....
Ein Beispiel?
Braunstein: »Don’t let
the sun go down on me«
von George Michel und
Elton John oder »What a
wonderful world« von
Louis Armstrong... oder
aber viele Arien von
Puccini – da geht immer
mein Herz auf.
Welches Lied fällt
Ihnen ein, wenn Sie an
Ihre erste große Liebe
denken?
Braunstein: Da muss ich
spontan an sinnliche
argentinische Tangomusik
denken, aber an kein
spezielles Liebeslied.
Sie sind Musikerin,
Ihr Lebensgefährte, Joe
Meyer, ist Musiker.
Welche Rolle spielt für
Sie die Musik in der
Liebe?
Braunstein: Wir sind oft
gemeinsam musikalisch
unterwegs, reden dann
viel über diese
gemeinsam erlebte Musik,
können sie auch
wunderbar gemeinsam
nachwirken lassen. Die
Musik hat uns vor Jahren
zusammengeführt und ist
sicher auch zum Teil
dafür verantwortlich,
dass wir diese schöne,
intensive Beziehung
führen dürfen.
|