29.01.2005
Kreisstraße wird gesperrt
Radweg soll zu Beginn des neuen Schuljahres bereits fertig sein

 

Während der Arbeiten zum Bau des Radweges zwischen Appenweier und Nesselried wird die Kreisstraße vollständig gesperrt. Landwirte können allerdings ihre Grundstücke erreichen. Dies beschloss der Ortschaftsrat einstimmig am vergangenen Mittwoch.

Von: lö

Appenweier-Nesselried (lö). Ortsvorsteher Klaus Sauer kündigte an, dass gewichtige Gründe für eine Vollsperrung der Kreisstraße während der Arbeiten am Radweg sprächen. Roland Gäßler von der Straßenbaubehörde unterstrich dies. Bei der bisher vorgesehenen Ampelregelung würde es zu langen, unkalkulierbaren Wartezeiten für Autofahrer kommen. Die Kreisstraße nach Nesselried ist so schmal, dass (Bau)-Lastkraftwagen auf der Straße stehen und darüber hinaus immer wieder Baumaschinen in den Verkehrsraum ragen würden. Umfangreiche Erdarbeiten erforderten weite Strecken bei der Signalregelung mit entsprechenden Wartezeiten. Für den Radweg allein wäre das alles nicht so schlimm, bei den geplanten Veränderungen der Trassenführung der Kreisstraße würde es bei einer Ampelregelung deutlich längere Bauzeiten geben, so Gäßler.
Arbeiten bis August
Bis zum Ende des Jahres müsse man sicher rechnen. Bei Vollsperrung, wie am Ende beschlossen, dürften die Arbeiten bis Ende August abgeschlossen sein, Kinder könnten zu Beginn des neuen Schuljahres den Radweg benutzen. Zudem würde die Vollsperrung für den Kreis finanzielle Einsparungen bringen. Mit den Buslinien sei man sich einig, nur der Unternehmer, der den Schulbus stellt, erwartet finanziellen Ausgleich für Mehrkilometer.
Ausschlaggebend für die Entscheidung war nicht zuletzt auch der Umstand, dass die Kreisstraße zwischen Nesselried und Ebersweier noch in diesem Jahr ausgebaut werden soll. Der Baubeginn kann allerdings erst erfolgen, wenn sie zwischen Appenweier und Nesselried wieder voll benutzbar ist.
Nach dem Austausch von Argumenten, – Hermann Knopf würde gern für Radfahrer die gesperrte Strecke öffnen, oder der Forderung, dass trotz der Sperrung der Wiedergrüner Weg als innerörtliche Umfahrung benutzbar bleiben sollte – stimmte der Rat einstimmig dem Beschlussvorschlag von Klaus Sauer zu. Die Umleitungsstrecke führt über die B 28 und Nußbach. Die Baufirma bessert Bankettschäden aus, die an den innerörtlichen und von Insidern genutzten Umleitungsstrecken entstehen.
Abschließend erläuterte der Vertreter der Straßenbaubehörde dem Rat und den zahlreichen Zuhörern noch einmal die geplanten Arbeiten.


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