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Bürgermeister Hansjürgen Stein
stellte dem Gemeinderat am
Montagabend den GPA-Prüfbericht vor,
der insgesamt recht gut ausfiel.
Von: keh
Appenweier (keh). »Wir haben einen
sehr positiven Bericht bekommen«,
sagte Bürgermeister Hansjürgen Stein
über die Prüfung der GPA
(Gemeindeprüfanstalt), den er den
Gemeinderäten vorstellte, und
begrüßte, dass man hie und da »von
dritter Seite Lob und Tadel«
bekomme.
Das Fazit der Prüfung: »Die
finanziellen und wirtschaftlichen
Verhältnisse der Gemeinde haben sich
weiter verbessert.«
Geprüft wurden Haushalts-, Kassen-,
Rechnungs- und Wirtschaftsführung
sowie das Rechnungswesen des
Wasserversorgungsbetriebs zwischen
1999 und 2002. Im landesweiten
Vergleich steht die Appenweierer
Verwaltung in vielen Bereichen
besser da als andere Gemeinden. Eine
wichtige Kennzahl im
Gemeinde-Ranking: die
Netto-Investitions-Rate, bei der
Appenweier im Prüfzeitraum um 74
Prozent über dem Landesdurchschnitt
liegt. Stein führte dies auf ein
»antizyklisches Verhalten« zurück.
Die Investitionsausgaben (12,8 Mio.
Euro im Prüfzeitraum) konnten zu 80
Prozent mit Eigenmitteln, zu 20
Prozent mit Zuweisungen und
Zuschüssen »sehr günstig« finanziert
werden. Positiv entwickelte sich
auch die Pro-Kopf-Verschuldung (14 %
unter dem Schnitt).
Anders sieht es bei den
Netto-Steuereinnahmen aus: Hier
liegt Appenweier 16 Prozent unter
dem Landesdurchschnitt. »Das liegt
an der Struktur, ich wäre froh,
wenn’s anders wäre«, kommentierte
Stein, der sich allerdings über eine
»sehr sparsame Verwaltung (Schule,
Bauhof, Kindergarten etc. inklusive)
freute, was Personalausgaben und
Sachaufwände unter dem
Landesdurchschnitt dokumentierten.
»Insgesamt wird der Finanzplanung
Tragfähigkeit bescheinigt, und dass
wir eine sparsame Wirtschaftsführung
haben«, so Stein, der seine Kämmerei
lobte. Allerdings hielten die Prüfer
die Gemeinde auch an,
Gebührenentgelte zeitnah anzupassen.
»Seit ich da bin, sind wir – bis auf
den Kindergarten – darum
herumgekommen«, so Stein, der
findet, dass auf die Bürger »schon
genügend Belastungen einprasseln«.
2005 will er noch ohne Erhöhung
durchhalten, allerdings werde es
2006 bei Wasser- und Abwasser »zur
Sache gehen müssen«. |