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Im August beginnt der zweite Bauabschnitt des
Objekts »Altenbetreutes Wohnen Römerhof« in Appenweier. Rund ein Jahr werden
die Bauarbeiten dauern, dann können die ersten Bewohner einziehen, erklärte
Architekt Ottmar Brudy.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier (lö). Nicht ganz rund läuft es mit der
geplanten Einrichtung eines Kinderhorts im Rahmen eines dritten
Bauabschnitts im »Römerhof«. Das wurde im Rahmen der Bezirksbeiratssitzung
am Montag im Rathaus Appenweier deutlich. Ein am Donnerstag eingeworfener
Brief der Baubetreuungsgesellschaft »Ligrufa« konnte von der Verwaltung erst
am Montag zur Kenntnis genommen werden, da sich die Bediensteten am Freitag
auf einem Amtsausflug befanden. Das Schreiben hatte zum Inhalt, dass »Ligrufa«-Geschäftsführer
Julian Schleutermann an seiner Absicht, einen Kinderhort einzurichten,
festhält.
In einer vorangegangenen Diskussionsrunde mit Einsprechern und
Gemeindeverwaltung hatte der 80-jährige Investor erklärt, wegen der Sache
nicht vor Gericht ziehen zu wollen. Gerichtliche Auseinandersetzungen drohen
ihm allerdings von Anliegern, die »energisch protestieren« und sich vehement
gegen einen Kinderhort in ihrer Nachbarschaft aussprechen. Bürgermeister
Hansjürgen Stein sah dies als eine mündliche Rücknahme des Bauantrags für
einen Kinderhort.
Für ihn sei das jetzt eingegangene Schreiben als neuer Bauantrag zu werten,
so Stein. Und für dessen Bearbeitung habe man vor den Sommerferien keine
Termine mehr frei. Nach der Sommerpause, und zwar im September, werde er das
Thema wieder auf die Tagesordnung setzen. Für die Sitzung am Montag hatte
Bürgermeister Stein lediglich eine abschließende Information des
Bezirksbeirates über alle Vorgänge angekündigt.
Platz für »Vogelnest«
Das »Vogelnest e.V.«, eine private Kindertageseinrichtung, sucht dringend
Räume. Die Nachfrage nach Plätzen sowohl aus den Ortsteilen als auch aus der
näheren Umgebung (Offenburg, Kehl, Berghaupten) ist nach wie vor
ungebrochen, das »Vogelnest« müsse dringend erweitern. Und das ist im Neubau
der »Ligrufa« vorgesehen.
Damit die Leiterin der Einrichtung, Katharina Lating, planen kann, war es
für Klemens Sauer unabdingbar, ein Zeichen zu setzen. Er wollte abstimmen
lassen, ob sich der Bezirksbeirat mit einem Kinderhort im Römerhof
anfreunden könnte. Ersatzweise beantragte er eine Sondersitzung. Die
beteiligten »Unternehmen haben ein Anrecht darauf, zu wissen, in welche
Richtung die Entscheidungen laufen«, unterstrich Sauer. Für eine
Sondersitzung sah Hansjürgen Stein kurz vor seinem Urlaub aus zeitlichen
Gründen keine Möglichkeit mehr. Eher billigte er Sauer zu, in der
Gemeinderatssitzung am kommenden Montag nichtöffentlich noch einmal über das
Thema zu beraten, um zumindest einen Trend bei den Räten auszumachen.
»Es sollte dann aber keine Rückverweisung in den Bezirksbeirat verlangt
werden«, so Stein.
Räume im St. Elisabeth?
Nach einer peniblen Aufzählung aller Vorgänge kam es trotz der nur
angekündigten Information zu Diskussionsbeiträgen der Räte, wobei der
Bürgermeister dann informierte, dass er mit Brigitte Mans
(Pfarrgemeinderats-Vorsitzende) im Gespräch über eine Ersatzlösung für das
»Vogelnest« sei. Eine der Möglichkeiten wäre im »St. Elisabeth« in der
Bachstraße, war aus gut informierter Quelle zu erfahren.
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