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Von: lö
Appenweier (lö). Das Ehrenmal für Gefallene und
Vermisste erinnert an die Opfer beider Weltkriege. 207 Namen aus der
Appenweierer Bevölkerung stehen auf den Tafeln. Die Erinnerung soll wach
bleiben, deshalb wurde es näher zur Kirche, zur Bevölkerung gerückt. Gestern
fand die Einweihung am neuen Standort statt.
»Eindrucksvolle Schilderungen von ehemaligen
Kriegsteilnehmern haben den Bezirksbeirat überzeugt, dass der neue Standort
besser dem Gedenken gerecht werden kann als der bisherige auf dem Friedhof«,
sagte Bürgermeister Hansjürgen Stein. »Ohne Josef Grumer«, so Stein, »wäre
die Verlegung nie zustande gekommen«, erinnerte der Bürgermeister an die
Initiative von Josef Grumer. Diese Initiative, Spenden in Höhe von rund 20
000 Euro zu sammeln, sei ein Musterbeispiel an bürgerschaftlichem
Engagement. Auf dieses gemeinsame Engagement könne er als Gemeindeoberhaupt
stolz sein. »Ein Mahnmal kann seine Wirkung nur entfalten, wenn es jeden Tag
im Blickpunkt steht«, meinte Stein, und bezeichnete den alten Standort in
einer Ecke des Friedhofes als ungute Symbolik. Die Verbrechen des Dritten
Reichs, die Schrecken des ersten und zweiten Weltkrieges, sollten nicht ins
Eck verdrängt werden.
Bei der Einweihungsfeier hallten Böllerschüsse aus einer
alten Kanone, die saniert wurde. Sie wurde von ausgebildeten Mitgliedern des
Schützenvereins – Uwe Weinacker und Hermann Siefert – gezündet, während die
Trachtenkapelle das Lied vom »Guten Kameraden« intonierte.
Während eines Empfangs für die finanziell und ideell
engagierten Bürger, der im Bürgersaal des Rathauses stattfand, erinnerte
Hansjürgen Stein an fünf Aktionen, die auf Initiative von Josef Grumer in
den vergangenen Jahren durchgeführt wurden: die Beleuchtung des Kirchturms,
der Gedenkstein für den alten Bahnhof, der Gedenkstein für den unbekannten
Soldaten, die Ergänzung des Siegesdenkmals mit einem Adler und zuletzt die
nicht billige Versetzung des Mahnmals. »Gemeinde und Bezirksbeirat mussten
nur nicken, finanzielle Auswirkungen hatten die Maßnahmen dank der
Sammelaktionen von Josef Grumer nicht«.
Josef Grumer, dessen Aktivitäten mit dem Ausscheiden aus
dem Gemeinderat keinesfalls erledigt sind, erinnerte an die Gespräche, die
er mit den Spendern geführt hatte. Viele Personen hatten die Absicht, das
Mahnmal zu versetzen, nicht nur finanziell sondern auch ideell unterstützt. |