Das neu aufgelegte Partnerschaftsradrennen Stuttgart – Straßburg wirft seine
Schatten voraus. Am Samstag, 3. September rollt die Etappentour des
württembergischen Radsportverbandes durchs Renchtal.
Von: Wolfgang Löhnig
Renchtal. Die Etappentour, eine viertägige Radrundfahrt an der 22
nationale und internationale Nachwuchsteams mit Fahrern unter 25 Jahren
teilnehmen, startet am Freitag, 2. September in Stuttgart. Einen Tag später,
am Samstag, wird sie die Ortenau erreichen. Die Tagesetappe endet in
Straßburg. Die vierte Etappe führt am Sonntag, 4. September über Kehl,
Achern-Wagshurst und Bühl zurück nach Stuttgart.
Zu einer Besprechung trafen sich Polizei, Feuerwehr und
Genehmigungsbehörden am Mittwoch im Feuerwehrhaus Appenweier. Polizei,
Feuerwehr, Rettungsdienste und freiwillige Helfer stehen »Gewehr bei Fuß«,
sind bei ihren Planungen aber offensichtlich weiter als der Verband. So
konnte Rennleiter Rolf Marquart auf Nachfrage von Wolfgang Roll (Ordnungsamt
Oberkirch) nicht einmal eine verbindliche Kostenübernahmeerklärung abgeben.
Die wurde den beteiligten Diensten für die nächste Woche in schriftlicher
Form angekündigt. Nachdem bekannt wurde, dass das Rennen nach achtjähriger
Pause künftig wieder in jedem Jahr stattfinden soll, bat Wolfgang Roll
darum, sich künftig um eine andere Terminierung zu bemühen. Die Stadt
Oberkirch veranstaltet am ersten September-Wochenende ihr Weinfest. Da
herrscht nach Angaben Rolls ohnedies viel Verkehr in den Straßen. Die
Feuerwehrangehörigen seien für das Weinfest eingesetzt.
Eine Doppelbelastung für die Stadt schloss Roll auf Dauer aus. In diesem
Jahr jedoch werde man sich für das Event engagieren. Da es sich um ein
reguläres Radrennen handelt, sind die Straßen während des Verlaufs zu
sperren, machte Willi Wunsch, Leiter der Verkehrspolizei, deutlich. Die
Vorbereitungen zur Straßensperrung liefen bei der Polizei schon einige Zeit.
So konnte denn auch ein detaillierter Plan vorgelegt werden.
18 Prozent Gefälle
Der Start der Nachwuchsprofis in Nagold erfolgt am Samstag, 3.
September, um 10 Uhr. Während die Fahrer am Schliffkopf noch auf 1040 Metern
Höhe radeln, geht es über die Oppenauer Steige steil bergab. 18 Prozent
Gefälle sind für die Fahrer zu überstehen. Solch steile Abfahrten erfordern
auch beim Streckenpersonal größte Aufmerksamkeit, unterstrich Wunsch, bei
dem die Fäden der Polizeiarbeit zusammenlaufen.
Den weiteren Streckenverlauf erläuterte seitens der Polizei Niklas
Brzezinka: Gegen 11.40 Uhr sind die Fahrer auf der Oppenauer Steige
unterwegs, den Ort erreichen sie um 11.50 Uhr. Lautenbach sollte um 12 Uhr
durchfahren werden. Hier wird die Fußgänger-Bedarfsampel abgeschaltet. Acht
Minuten später sind die Radprofis in Oberkirch.
Nachdem sie in Oberkirch der Hauptstraße folgen, werden sie nur einen
Bahnübergang, nämlich kurz vor dem Kreisverkehr in Verlauf der B 28 zu
queren haben.
Diesen Übergang sichert die zuständige Bundespolizei, während die
Oberkircher Polizei dafür sorgt, dass die Bahnübergänge im Zuge der inneren
Ortsumfahrung auch bei Rückstau frei bleiben. Man setzt dabei aber auch auf
das Verständnis der Verkehrsteilnehmer. An der Abzweigung von der B 28 nach
Appenweier (Alte Oberkircher Straße) werden die Radler die Bundesstraße
wieder verlassen.
Rund zehn Minuten ehe das Rennfeld eintrifft, werden die Straßen in allen
Richtungen, auch für Querungsverkehr gesperrt, 30 Minuten Zeit wird den
Profis für die Durchfahrt gegeben, wer länger benötigt, wird vom Besenwagen
eingesammelt. Nach dem Fahrzeug mit der roten Fahne wird die Sperrung
aufgehoben.
Frei für Notfälle
Rettungsdienste für Notfälle können gegebenenfalls den Nachwuchsprofis per
Funk angekündigt werden, also unter Umständen die gleichen Straßen benutzen,
wie die Rennfahrer. Die B 28 ab Neumühl wird in Fahrtrichtung Kehl
halbseitig gesperrt. Die Europabrücke wird während des Rennens komplett
gesperrt sein. Das dürfte am Samstag gegen 12.45 Uhr und am Sonntag zum
Start gegen 11 Uhr der Fall sein. |