08.04.2005
Nesselrieder Räte wehren
Ortschaftsrat beschloss neue Benutzungsordnung / Stimmengleichheit
 

Im Grunde verlief die Ortschaftsratssitzung in Nesselried sehr positiv, lediglich das von der Verwaltung geplante Rauchverbot in der Rebstockhalle wurde bei Stimmengleichheit abgeblockt.

Von: Wolfgang Löhnig

Appenweier-Nesselried. In der Ortschaftsratssitzung am Mittwochabend wurde eine neue Benutzungsordnung für die Rebstockhalle in Nesselried diskutiert. In nichtöffentlicher Sitzung bereits vorberaten, gab es damit keine Probleme. Geändert wurden die Vorschriften zur privaten Nutzung der Halle. Die Mindestzahl der Personen, die die Halle privat nutzen, beträgt 120, da keine Konkurrenz zur heimischen Gastronomie entstehen soll, erklärte Ortsvorsteher Klaus Sauer. Die Halle soll nur genutzt werden, wenn die Gaststätten zu klein sind.
Achtlos weggeworfen
Diskussionen gab es über Brandflecken am Hallenboden. Rauchen sollte in der Halle verboten werden, argumentierte Klaus Sauer. Im Foyer habe man einen Steinboden, dem brennende Zigarettenkippen nichts ausmachen. In der Halle hingegen verursachen achtlos weggeworfene Kippen Schäden.
Während es Franz Bähr als richtig befand, dass in einer Sporthalle nicht geraucht werden darf, wollte Rainer Vollmer die Hetzjagd auf Raucher nicht unterstützen. Patric Breithaupt hatte etwas dagegen, Menschen, die seit 15 Jahren die Halle benutzen, plötzlich das Rauchen zu verbieten. Hermann Knopf sprach sich hingegen für ein Rauchverbot aus.
Bürgermeister Stein mischte sich in die Diskussion ein und wollte einen Kompromiss erreichen. Bei Veranstaltungen, während derer Besucher an Tischen sitzen, sollten Aschenbecher auf den Tischen stehen. Bei anderen Veranstaltungen sollte ein Rauchverbot ausgesprochen werden. Mit 3:3 Stimmen war das vorgeschlagene Rauchverbot nicht durchsetzbar.


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