Pfarrer Slaczka
 
21.07.2004
Pfarrversammlung
 
Im Pfarrheim »St. Michael« fand erstmals eine katholische Pfarrversammlung für die gesamte Gemeinde statt. Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Brigitte Mans, Daniela Brudsche und Pfarrer Slaczka informierten dabei über die aktuelle Situation in der Gemeinde und wie es in der Zukunft mit der Seelsorgeeinheit weitergehen wird.

Von: nad

Appenweier (nad). Mans und Slaczka berichteten zwar von den ständig abnehmenden Kirchenbesuchernzahlen. »Priester in meinem Alter sind eine Rarität«, so Slaczka. Er betonte jedoch auch, dass jeder in der Pfarrgemeinde ein Amt übernehmen könne, solange es nicht um die Eucharistiefeier, die Anhörung der Beichte oder die Krankensalbung ginge.
Die Zahl der Gemeindereferenten sei ebenfalls erschreckend; Zum neuen Semester liege in Freiburg nur eine Anmeldung vor.
Daniela Brudsche berichtete von sämtlichen Problemen und Aufgaben, mit der die Pfarrgemeinde durch die Seelsorgeeinheit konfrontiert werden wird und welche Erwartungen sie an diese Zusammenlegung hat – unter anderem müssen Pfarrbüros zusammengelegt werden, die Eucharistiefeier wird nicht mehr in dem Maße stattfinden wie es einst war.
Kirche im Dorf lassen
Auf der anderen Seite mache dies aber auch neugierig, mit den Nachbarn zusammenzuarbeiten und auch Angebote aus den anderen Gemeinden wahrzunehmen. So würde beispielsweise die Leiterin der Ebersweierer Trauergruppe bereit sein, auch Treffen in Appenweier zu begleiten.
Trotz allem wollen die Appenweierer ihre Eigenständigkeit bewahren, die Kirche sozusagen »im Dorf lassen« und ein bisschen nach dem Motto »was wir selber machen können, machen wir selber« handeln.
Der Nachfolger von Pfarrer Slaczka soll, wie schon berichtet wurde, der Hochschulpfarrer Dietmar Mathe sein. Er wird voraussichtlich von Diakon Gütle unterstützt werden. Dieser soll dann nach einer gewissen Anlaufzeit mehr für Durbach und Ebersweier, Pfarrer Mathe für Appenweier und Nesselried zuständig sein. Für diese Gemeinden wird es jeweils eine Eucharistiefeier am Wochenende (abwechselnd samstags, 18.30 Uhr, sonntags 9 oder 10.30 Uhr) und je eine werktags geben.
Warum man bei diesem enormen Pfarrermangel keine »geweihten Köpfe« aus dem Freiburger Ordinariat in die Gemeinden holt und sie dort durch Laien ersetzt, brannte an diesem Abend vielen Besuchern auf der Zunge.
Pfarrer Slaczka begründete diese Tatsache so, dass diese in Freiburg schon ihren Platz haben. »Wer in Freiburg sitzt, hat auch dort zu sitzen«, so Slaczka, der am Ende der Versammlung dann noch anfügte: »Ich habe nicht auf Appenweier verzichtet, weil ich eine bessere Stelle angeboten bekommen habe. Im Gegenteil. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt.«
Seinen Aussagen zufolge bekomme er in dieser Woche Bescheid, wo sein nächster Einsatzort sein wird.

 

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