12.05.2006
Radweg ist nun Gemeinde-Sache
Appenweier – Zimmern: Straßenbauamt hat keine Kapazitäten frei / Ärger mit Randalierern
 

Der Ortschaftsrat Urloffen befasste sich in seiner Sitzung am Mittwochabend mit einer Bauanfrage im Breitweg. Trotz der Kürze der Sitzung gab es eine Reihe von Bekanntgaben – darunter auch, dass sich die Fertigstellung der Kläranlage verzögert.

Von: Wolfgang Löhnig

Appenweier-Urloffen. Nördlich der bestehenden Reihenhäuser im Breitweg soll ein neues Wohnhaus erstellt werden. Der Antragsteller beantragte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes. Ortsvorsteher Siegfried Spengler erläuterte in der Ratssitzung am Mittwoch, dass damit eine Baulücke beim Anwesen Hansmann geschlossen werde. Der Bauherr beabsichtigt, den neuen Baukörper in Richtung Osten zu verschieben, so Spengler. Da er damit nur sein eigenes Grundstück tangiere, könne man einer Befreiung auch zustimmen. So unisono geschehen.

Spitz abgerechnet
Im recht kurzen öffentlichen Teil der Sitzung des Ortschaftsrates gab Spengler bekannt, dass die Aussicht bestehe, in absehbarer Zeit die Radweglücke vom Kernort nach Zimmern entlang der Bundesstraße zu schließen. Bürgermeister Hansjürgen Stein teilte ergänzend mit, dass die Planung jetzt Sache der Gemeinde sei. Das Straßenbauamt habe keine Kapazitäten frei und vergebe sowohl die Planung als auch Bauarbeiten an die Gemeinde. Die Kosten werden spitz abgerechnet, in welcher Höhe werde derzeit allerdings noch mit der Behörde verhandelt. Das größte Problem sei die Querung der Renchtalbahn, man werde wohl mit Halbschranken für die Sicherheit der Radfahrer sorgen, so Stein.

Weiter gab Ortsvorsteher Spengler bekannt, dass mit der Sanierung der Zimmerner Kirche im Juni begonnen werde. Am 26. Mai sei der letzte Gottesdienst vor Beginn der Bauarbeiten, die rund drei Monate Zeit in Anspruch nehmen werden.

Zu einem Problem wachsen sich insbesondere in Urloffen die Aktivitäten jungendlicher Randalierer in der Nacht zum 1. Mai aus. Man müsse sich etwas überlegen, kündigte Spengler Bemühungen der Verwaltung an, künftig die Walburgisnacht wieder zu dem werden zu lassen, was sie eigentlich ausmacht. Schabernack soll nicht unterbunden werden, dafür aber mutwillige Sachbeschädigung. Es könne nicht angehen, dass Gullydeckel entfernt oder Stromverteilerkästen aus der Verankerung gerissen werden. Man werde mit der Polizei Rücksprache nehmen oder versuchen, dass Männer im Ort unterwegs seien, die ein Augenmerk auf randalierende Jugendliche hätten.

Mit der Ablehnung einer größeren Holzlagerkapazität auf einem Firmengelände in Zimmern sieht sich Spengler nicht allein. Neben dem Gemeinderat Appenweier habe jetzt auch der Oberkircher Ortsteil Zusenhofen die Ausweitung von Kapazitäten abgelehnt.

Tag der offenen Tür
Der Termin zur Fertigstellung der Kläranlage habe sich verschoben, teilte Bürgermeister Stein mit. Längere Lieferzeiten für Ersatzteile verzögern die Fertigstellung. Die Einweihung könne deshalb nicht wie ursprünglich geplant im Juli, sondern erst am 22. September stattfinden. Ein Tag der offenen Tür werde erst für 2007 geplant, man möchte Überschneidungen mit Vereinsterminen vermeiden, gab Stein bekannt.

Aus Kreisen des Rates wurden während der Fragestunde der Hundekot auf Bürgersteigen und Straße angesprochen und ein erneuter Hinweis an Hundehalter erbeten. Weiter bat Anita Herrmann um Überlegungen, ob man nicht die Klos beim Friedhof öffnen könnte, viele ältere Bürger seien derzeit dabei, die Gräber zu pflegen. Und da kann schon mal ein Bedürfnis entstehen.

Auf Fahrradteile im Baggersee angesprochen, versprach Bürgermeister Hansjürgen Stein, sich weiter beim Gemeinderat für einen Feldhüter einzusetzen. Nur so werde man das Problem mit wilden Müllablagerungen in Griff bekommen.


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