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Der Ortschaftsrat Urloffen befasste sich in seiner Sitzung
am Mittwochabend mit einer Bauanfrage im Breitweg. Trotz der Kürze
der Sitzung gab es eine Reihe von Bekanntgaben – darunter auch, dass
sich die Fertigstellung der Kläranlage verzögert.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier-Urloffen. Nördlich der bestehenden Reihenhäuser im
Breitweg soll ein neues Wohnhaus erstellt werden. Der Antragsteller
beantragte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes.
Ortsvorsteher Siegfried Spengler erläuterte in der Ratssitzung am
Mittwoch, dass damit eine Baulücke beim Anwesen Hansmann geschlossen
werde. Der Bauherr beabsichtigt, den neuen Baukörper in Richtung
Osten zu verschieben, so Spengler. Da er damit nur sein eigenes
Grundstück tangiere, könne man einer Befreiung auch zustimmen. So
unisono geschehen.
Spitz abgerechnet
Im recht kurzen öffentlichen Teil der Sitzung des Ortschaftsrates
gab Spengler bekannt, dass die Aussicht bestehe, in absehbarer Zeit
die Radweglücke vom Kernort nach Zimmern entlang der Bundesstraße zu
schließen. Bürgermeister Hansjürgen Stein teilte ergänzend mit, dass
die Planung jetzt Sache der Gemeinde sei. Das Straßenbauamt habe
keine Kapazitäten frei und vergebe sowohl die Planung als auch
Bauarbeiten an die Gemeinde. Die Kosten werden spitz abgerechnet, in
welcher Höhe werde derzeit allerdings noch mit der Behörde
verhandelt. Das größte Problem sei die Querung der Renchtalbahn, man
werde wohl mit Halbschranken für die Sicherheit der Radfahrer
sorgen, so Stein.
Weiter gab Ortsvorsteher Spengler bekannt, dass mit der Sanierung
der Zimmerner Kirche im Juni begonnen werde. Am 26. Mai sei der
letzte Gottesdienst vor Beginn der Bauarbeiten, die rund drei Monate
Zeit in Anspruch nehmen werden.
Zu einem Problem wachsen sich insbesondere in Urloffen die
Aktivitäten jungendlicher Randalierer in der Nacht zum 1. Mai aus.
Man müsse sich etwas überlegen, kündigte Spengler Bemühungen der
Verwaltung an, künftig die Walburgisnacht wieder zu dem werden zu
lassen, was sie eigentlich ausmacht. Schabernack soll nicht
unterbunden werden, dafür aber mutwillige Sachbeschädigung. Es könne
nicht angehen, dass Gullydeckel entfernt oder Stromverteilerkästen
aus der Verankerung gerissen werden. Man werde mit der Polizei
Rücksprache nehmen oder versuchen, dass Männer im Ort unterwegs
seien, die ein Augenmerk auf randalierende Jugendliche hätten.
Mit der Ablehnung einer größeren Holzlagerkapazität auf einem
Firmengelände in Zimmern sieht sich Spengler nicht allein. Neben dem
Gemeinderat Appenweier habe jetzt auch der Oberkircher Ortsteil
Zusenhofen die Ausweitung von Kapazitäten abgelehnt.
Tag der offenen Tür
Der Termin zur Fertigstellung der Kläranlage habe sich verschoben,
teilte Bürgermeister Stein mit. Längere Lieferzeiten für Ersatzteile
verzögern die Fertigstellung. Die Einweihung könne deshalb nicht wie
ursprünglich geplant im Juli, sondern erst am 22. September
stattfinden. Ein Tag der offenen Tür werde erst für 2007 geplant,
man möchte Überschneidungen mit Vereinsterminen vermeiden, gab Stein
bekannt.
Aus Kreisen des Rates wurden während der Fragestunde der Hundekot
auf Bürgersteigen und Straße angesprochen und ein erneuter Hinweis
an Hundehalter erbeten. Weiter bat Anita Herrmann um Überlegungen,
ob man nicht die Klos beim Friedhof öffnen könnte, viele ältere
Bürger seien derzeit dabei, die Gräber zu pflegen. Und da kann schon
mal ein Bedürfnis entstehen.
Auf Fahrradteile im Baggersee angesprochen, versprach
Bürgermeister Hansjürgen Stein, sich weiter beim Gemeinderat für
einen Feldhüter einzusetzen. Nur so werde man das Problem mit wilden
Müllablagerungen in Griff bekommen. |