|
Urloffens Ortsvorsteher Siegfried Spengler hat zu
den unterschiedlichsten Tageszeiten den Römerweg befahren und festgestellt,
dass das Verkehrsaufkommen »so riesig auch wieder nicht ist«, wie im Kernort
immer wieder angenommen wird.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier-Urloffen (lö). Nachdem sich der Bezirksbeirat
in Appenweier für eine Sperrung des Römerwegs ausgesprochen hatte, befasste
sich der Ortschaftsrat Urloffen mit den beabsichtigten Einschränkungen.
Einstimmige Meinung: Die Entscheidung des Bezirksbeirates wird nicht
mitgetragen. Vor weiteren Diskussionen sollte eine Verkehrszählung
durchgeführt werden, und zwar auf der Strecke zwischen dem bebauten Teil des
wergs im Kernort und dem Ortsteil Zimmern.
Dass sich bisher lediglich der Bezirksbeirat Appenweier mit dem Thema
Sperrung der Römerstraße befasst habe, war für die Urloffener ein Unding.
Rund 75 Prozent des Weges führen über Urloffener Gemarkung. Der Römerweg sei
zudem eine der ältesten Straßenverbindungen im Land, machte Spengler
deutlich. Er sei durchweg vier Meter breit und gut zu befahren.
Mit seinem Vorschlag einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h konnte
sich Urloffens Ortsvorsteher bei seinen Kollegen nicht durchsetzen. Da der
Weg aber von Appenweierer Schülern genutzt wird, die mit dem Rad nach
Renchen fahren, sollte vor dem viel befahrenen Gemeindeverbindungsweg
zwischen Zimmern und Zusenhofen ein Stoppschild und eine Straßenmarkierung
angebracht werden. Zum Schutz der Kinder.
Aus der Presse erfahren
Eine anhaltende Diskussion hatte sich vor dem Beschluss entwickelt. So
reklamierte Anita Herrmann, dass sie von der beabsichtigten Sperrung des
Römerwegs erst aus der Presse erfahren habe.
Für Wendelin Huschle war es »glasklar«, dass er einer Sperrung nie zustimmen
könne. Einer Geschwindigkeitsbegrenzung erteilte er eine Absage. Für Edmund
Kranz ist die Diskussion über eine Sperrung nicht nachvollziehbar, da es
gerade beim Römerweg keine Unfälle gibt, er könne sich jedenfalls an keinen
erinnern.
Anlieger gleich Anlüger?
Karl-Heinz Moll: »Dem Bezirksbeirat steht es nicht an, über eine Sperrung zu
beschließen.« Der Erfolg einer Sperrung mit dem Vermerk »Anlieger frei«
steht ohnedies in Frage, da letztlich auch die Golfspieler Anlieger wären.
Zudem erinnerte Moll an das Synonym von Anlieger, das da heißt »Anlüger«.
Auch für Herbert Steinebrunner kommt eine Sperrung des Römerwegs nicht
infrage. Das geplante Stoppschild sei in Ordnung.
|