154 Schweine: Das ist
 
16.07.2004
Erneute Kritik am Schweinemastbetrieb Vollmer

Nach wie vor »dicke Luft« in Appenweier-Nesselried. Die BI WiN (Wohnen in Nesselried) übt Kritik am Schweinemastbetrieb Vollmer GbR.

Appenweier-Nesselried (red). Obwohl der Schweinmastbetrieb des Nesselrieder Ortsvorstehers Berthold Vollmer mit dem Landratsamt eine Vereinbarung getroffen hat, nicht mehr als 100 Schweine zu mästen, wurden bei der Zählung zu Beginn dieser Woche 154 Schweine im Stall gezählt. Das schreibt die Bürgerinitiative (BI) Wohnen in Nesselried (WiN).
»Ohne Rücksicht auf die Nachbarn habe die Vollmer GbR am 30. Juni zu bereits 100 vorhandenen Mastschweinen nochmals 54 dazugekauft. »So sind die Nachbarn gerade über die Sommermonate wieder verstärktem Gestank ausgesetzt«, befürchtet die WiN in der Pressemitteilung.
Wie die Bürgerinitative nach eigenen Angaben recherchiert haben will, hält das Landratsamt die Vorgehensweise der Vollmer GbR zwar »moralisch für verwerflich, sieht aber keine Möglichkeit, die getroffenen Vereinbarungen juristisch durchzusetzen«.
Zusätzlich habe das Landratsamt Ortenaukreis der BI mitgeteilt, dass in den nächsten Tagen über einen endgültigen Vertrag verhandelt wird, mit dem die Vollmer GbR im Rahmen einer Abrundungssatzung drei Bauplätze erhält und dafür die Schweinezucht bis Ende diesen Jahres aufgibt.
In der jüngsten Ausgabe des Gemeinde-Amtsblattes, dankten die BI-WiN-Initiatioren den Bürgern von Nesselried für deren Solidarität und kündigten an, »sobald die Vollmer GbR den Vertrag erfüllt hat«, sich wieder aufzulösen – in der Hoffnung, »dass bald Gras über die ganze Sache wächst und Nesselried wieder zu einer Ortschaft mit einem guten Miteinander zurückfindet«.

 

zurück