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Die höchsten Gewerbesteuereinnahmen seit Bestehen
der Kommune konnte Appenweiers Kämmerer Helmut Martin bei einem
Zwischenbericht über den Haushaltsvollzug 2005 melden. Das entlastet die
ursprünglich angenommene Haushaltssituation der Gemeinde ungemein.
Von: Wolfgang Löhnig
Appenweier (lö). Traditionell macht die Kommune vor dem
Sommerurlaub Kassensturz. In diesem Jahr fiel er ungewöhnlich positiv aus.
Es zeichnet sich ab, dass die Gewerbesteuereinnahmen eine Höhe von 4,3
Millionen Euro erreichen, geschätzt waren 2,2 Millionen. Das erspart eine
geplante Zuführung zum Verwaltungshaushalt, um die laufenden Kosten zu
decken, es macht aber andererseits auch deutlich, so Martin, dass es den
Betrieben im Grunde wieder besser geht.
Erfreulich daran ist, dass die gute Lage bei den Unternehmen auch die
Arbeitsplätze in Appenweier relativ sicher macht. Allerdings gab Martin zu
bedenken, dass vier Prozent der Betriebe 90 Prozent der Gewerbesteuer
erbringen.
Weiter warnte Martin vor einer Erhöhung der Ausgaben, denn die Mehreinnahmen
bei der Steuer wirken sich ab 2007 wegen des komplizierten Umlageverfahrens
negativ aus. Sicher wird 2007 ein Mehrbedarf an Rücklagenentnahme anstehen,
so der Kämmerer.
Weniger erfreulich als bei der Gewerbesteuer verläuft in diesem Jahr die
Entwicklung der Einnahmen beim Einkommenssteueranteil. »Bundesweit«,
bedauerte Martin. Ein kontinuierlicher Rückgang ist seit Jahren zu
verzeichnen, rund 100 000 bis 200 000 Euro allein in diesem Jahr.
Eine erfreuliche Nachricht hatte Helmut Martin an den Gemeinderat: Am Montag
ging der Bewilligungsbescheid für den Weiterbau an der B 3 ein. Im Herbst
soll vom jetzigen Bauende beim Hotel »Badischen Hof« bis zur Rheinstraße die
B 3 weiter ausgebaut werden.
Von der Rheinstraße bis zum Hochhaus am nördlichen Ortsausgang Appenweiers
soll einseitig ein Geh- und Radweg entstehen.
Nach den Sommerferien werde man sich weiter mit der Angelegenheit befassen,
so Kämmerer und Bürgermeister Hansjürgen Stein unisono.
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