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Hauptamtsleiter Fritz Langenecker über die Schwarzwaldhalle,
den Umbau und Veranstaltungen
Von: Kerstin Handsteiner
Die Appenweierer Schwarzwaldhalle wird saniert. Das ist nach 30 Jahren auch
dringend notwendig. Nach dem Umbau dürfen sich – laut
Brandschutzvorschriften – wieder mehr Gäste in der Halle aufhalten.
Hauptamtsleiter Fritz Langenecker spricht über Kosten, Kapazitäten und
kulturelle Highlights.
Ω Während der Sanierungs- und Umbauphase muss die Schwarzwaldhalle sieben
Monate geschlossen bleiben. Im Vergleichszeitraum 2004 fanden 62
Veranstaltungen statt. Wie viel Geld entgeht der Gemeinde dadurch?
Fritz Langenecker: Wir haben im Jahr 2004 mit rund 75 Veranstaltungen ca. 26
000 Euro Hallenmiete eingenommen, nicht berücksichtigt sind hier die
möglichen Nutzungsentgelte, die für das Schulturnen anfallen. Geht man von
den geschätzten 62 Veranstaltungen aus, die wir während der Sanierungszeit
nicht durchführen können, dann fließen über 21 000 Euro nicht in den
Gemeindehaushalt.
Ω Gibts für den Zeitraum bereits Buchungen, die Sie nun stornieren müssen?
Langenecker: Ja, leider gibt es solche Veranstaltungen. Wir, im Hauptamt,
haben bisher mit einer kürzeren Bauphase gerechnet und bereits einige
Veranstaltungen ab Oktober 2005 als Option angenommen. Jedem Veranstalter
wurde aber bereits mitgeteilt, dass eine Stornierung wegen der kommenden
Bauarbeiten möglich sein könnte.
Ω Aufgrund der Brandschutzvorschriften dürfen sich heute nur noch eine
beschränkte Anzahl von Personen in der Halle aufhalten, nach der Sanierung
soll die Kapazität bei 2400 liegen. Bei welchen Veranstaltungen ist dafür
Bedarf?
Langenecker: Wir haben vom Landratsamt Ortenaukreis eine Genehmigung, dass
bis zum Abschluss der Sanierung bei unbestuhlten Veranstaltungen wie
Rockkonzerte, Comedy oder Ähnliches nur noch 1350 Personen und bei
bestuhlten Veranstaltungen 1200 Personen in die Halle eingelassen werden
dürfen. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Veranstaltungen, bei denen
die Halle an die Grenze von 2400 Besuchern gestoßen ist. Darunter sind neben
Rock- und Kabarettveranstaltungen, wie zum Beispiel »Spider Murphy Gang«,
»Die Ärzte«, »Die Toten Hosen«, mehrere SWR 3-Veranstaltungen, »Dieter
Thomas Kuhn mit Band«, »Jethro Tull«, mehrfach Rüdiger Hofmann und auch die
Appenweierer Fasnacht mit dem Altweiberball zu nennen.
Ω Größere Kapazität, mehr Geld – können die Sanierungskosten von 3,5
Millionen Euro »hereingespielt« werden?
Langenecker: Schön wär’s! Die Kapazität der Halle wird gegenüber vorher
nicht verändert. Es wird nur eine nach 30 Jahren notwendige Generalsanierung
der Halle durchgeführt. Es werden die Lüftungs- und Heizungsanlage auf den
Stand der heutigen Technik gebracht und die notwendigen Wärmeschutzmaßnahmen
sowie ein neuer Boden eingebaut. Viel Geld fließt auch in den Brandschutz.
Die Auslastung der Schwarzwaldhalle mit Schulsport, Vereinssport von Montag
bis Freitag und durchschnittlich bis zu rund 70 Veranstaltungstagen mit
kommerziellem, kulturellem und sportlichem Hintergrund liegt bereits im
oberen Bereich. Die kleinen Veränderungen im Foyer gegenüber dem alten
Zustand bringen keine nennenswerten Kapazitätserweiterungen, die sich dann
durch riesige Mehreinnahmen bemerkbar machen werden.
Ω Neben Veranstaltungen der ortsansässigen Vereine finden in Appenweier auch
immer wieder überregionale Events wie Konzerte, Comedy-Shows oder
Dia-Vorträge statt. Wie begehrt sind Appenweier und die Schwarzwaldhalle als
Veranstaltungsort?
Langenecker: Die Appenweierer Schwarzwaldhalle hat den Vorteil, dass sie
unheimlich günstig liegt, gute Parkmöglichkeiten um die Halle bietet und
keine allzu großen Verwaltungseinheiten mit einem Wirtschaftsbetrieb den
potenziellen Mietern entgegenstellt. Die Infrastruktur und das
Preisleistungsverhältnis stimmen einfach bei dieser Halle. Die Veranstalter
können bei Events selbst bewirten, aber wir sehen es auch gerne, wenn ein
externer Veranstalter mit einem örtlichen Verein oder mit der örtlichen
Gastronomie zusammen die Veranstaltung durchzieht. Der örtliche Verein
übernimmt dann das Auf- und Abstuhlen, die Reinigung und die Bewirtung der
Gäste. Durch dieses System profitieren alle Seiten.
Ω Umgebaut wird auch das Foyer. Wirds künftig auch dort Veranstaltungen wie
zum Beispiel die Appenweierer Kabarettnächte geben?
Langenecker: Das Foyer wurde von den allermeisten Besuchern als kalt und
ungemütlich angesehen. Der Umbau gibt uns die Möglichkeit, diesen Missstand
zu beseitigen und gleichzeitig bei größeren Veranstaltungen mehr Gäste
während der Pausen in dem Foyer zu erreichen. Außerdem können durch eine
bessere Ausstattung des Foyers künftig auch Tagungen, kommunales Kino oder
gar größere Kabarettveranstaltungen hier stattfinden, die
»Stammveranstaltungen« des Kabaretts werden aber im Zunfthaus bleiben.
Ω Welche Highlights warten auf die Appenweierer noch vor Beginn der
Sanierung im Sommer?
Langenecker: Diese Frage ist zurzeit leider relativ schnell beantwortet.
Durch die wenigen zugelassenen Besucherzahlen haben wir zwar noch einige
kleinere Veranstaltungen, aber kaum echte größere Highlights. Als Erstes
kommen die drei Fasnachtsveranstaltungen der Narrenzunft im Januar und
Februar, danach folgen südbadische Meisterschaften im Ringen am 12. und 13.
Februar, eine Benefiz-Gala mit Marshall und Alexander, Vorgruppe Piano Vocal
am 27. Februar, Art Appenweier mit dem Orchester »Running Orchestra« am 9.
April, Atze Schröder folgt am 16. April. Das Jahreskonzert des Musikvereins
Appenweier am 7. Mai wird wohl die letzte größere Veranstaltung vor Beginn
der Hallensanierung sein.
Ω Haben Sie bereits Reservierungen für die Zeit danach?
Langenecker: Ja, wir sind in der glücklichen Lage, dass wir bereits
Reservierungen bis zum Juli 2007 vorliegen hab
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