13.05.2005
Verkehr wird im Wohngebiet beruhigt
Ortschaftsrat beschließt Geschwindigkeitsbeschränkung für »Wörth« / Knappe Entscheidung
 

Von: Löhnig
Appenweier-Urloffen (lö). Künftig herrscht im gesamten Baugebiet Wörth eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h, im Bereich Kinderspielplatz maximal sieben km/h. Parken darf man nur noch auf ausgewiesenen Flächen.
Nicht leicht hat sich der Ortschaftsrat die einstimmige Entscheidung gemacht, zuvor waren die Mitglieder sogar zu einer Ortsbegehung zusammengekommen. Gerade das gesetzliche Parkverbot in der verkehrsberuhigten Zone gab zu Diskussionen Anlass. Aber die Sicherheit der Kinder geht vor. Kinder, die hinter parkenden Autos auf die Straße rennen, die mit ihren Fahrrädern zum Spielplatz fahren, sind allemal gefährdet und müssen geschätzt werden, war man im Rat überzeugt.
Edmund Kranz war mit seinen Kollegen von der Verkehrspolizei am Kinderspielplatz gewesen. Der fachliche Rat war, so Kranz, möglichst schnell eine verkehrsberuhigte Zone einzuführen, nicht zuletzt Haftungsgründe sprechen dafür. Selbst der um den Kinderspielplatz erstellte Zaun könnte zur Gefahrenquelle werden, nämlich dann, wenn die Kinder darüber klettern.
Erträglich ist die Zone, in der höchstens sieben Kilometer/Stunde gefahren werden darf, da sie relativ kurz ist. Sie soll im Süden beim Haus Nummer 47 der St. Martin Straße beginnen und im Norden bis zum Anwesen 34 und 36 reichen. Eingeschlossen ist eine kurze Stichstraße.
Anita Herrmann unterstrich die Forderung vieler nach einer verkehrsberuhigten Zone, zumal einige Garagenausfahrten sehr nah an der Straße liegen. Ina Wörner fragte sich, was mit den Straßen davor und dahinter passiere, man könne nicht abrupt von 50 auf sieben km/h abbremsen, für Karl-Heinz Moll halten sich die Autofahrer an eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur, wenn die Schilder am Boden liegen und zum Bremsen zwingen. Auch Anna-Maria Knosp sprach sich für langsame Geschwindigkeiten auf Höhe des Spielplatzes aus, sie verwies allerdings auf noch fehlende Beschattung auf dem Spielplatz und für Herbert Steinebrunner wären noch Verkehrshindernisse erforderlich.
Während die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone einstimmig beschlossen wurde, ging es bei der Abstimmung über die Einführung einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h eng zu. Ortsvorsteher Siegfried Spengler wollte Nägel mit Köpfen machen und drängte auf eine Entscheidung über die Einführung im gesamten Baugebiet »Wörth« (I, II und III), gleich wie sie ausfallen würde. Fünf Ratsmitglieder stimmten für die Einführung von 30 km/h, vier votierten dagegen.


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