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Von: Löhnig
Appenweier-Urloffen (lö). Künftig herrscht im gesamten Baugebiet Wörth eine
Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h, im Bereich Kinderspielplatz
maximal sieben km/h. Parken darf man nur noch auf ausgewiesenen Flächen.
Nicht leicht hat sich der Ortschaftsrat die einstimmige Entscheidung
gemacht, zuvor waren die Mitglieder sogar zu einer Ortsbegehung
zusammengekommen. Gerade das gesetzliche Parkverbot in der
verkehrsberuhigten Zone gab zu Diskussionen Anlass. Aber die Sicherheit der
Kinder geht vor. Kinder, die hinter parkenden Autos auf die Straße rennen,
die mit ihren Fahrrädern zum Spielplatz fahren, sind allemal gefährdet und
müssen geschätzt werden, war man im Rat überzeugt.
Edmund Kranz war mit seinen Kollegen von der Verkehrspolizei am
Kinderspielplatz gewesen. Der fachliche Rat war, so Kranz, möglichst schnell
eine verkehrsberuhigte Zone einzuführen, nicht zuletzt Haftungsgründe
sprechen dafür. Selbst der um den Kinderspielplatz erstellte Zaun könnte zur
Gefahrenquelle werden, nämlich dann, wenn die Kinder darüber klettern.
Erträglich ist die Zone, in der höchstens sieben Kilometer/Stunde gefahren
werden darf, da sie relativ kurz ist. Sie soll im Süden beim Haus Nummer 47
der St. Martin Straße beginnen und im Norden bis zum Anwesen 34 und 36
reichen. Eingeschlossen ist eine kurze Stichstraße.
Anita Herrmann unterstrich die Forderung vieler nach einer
verkehrsberuhigten Zone, zumal einige Garagenausfahrten sehr nah an der
Straße liegen. Ina Wörner fragte sich, was mit den Straßen davor und
dahinter passiere, man könne nicht abrupt von 50 auf sieben km/h abbremsen,
für Karl-Heinz Moll halten sich die Autofahrer an eine
Geschwindigkeitsbegrenzung nur, wenn die Schilder am Boden liegen und zum
Bremsen zwingen. Auch Anna-Maria Knosp sprach sich für langsame
Geschwindigkeiten auf Höhe des Spielplatzes aus, sie verwies allerdings auf
noch fehlende Beschattung auf dem Spielplatz und für Herbert Steinebrunner
wären noch Verkehrshindernisse erforderlich.
Während die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone einstimmig beschlossen
wurde, ging es bei der Abstimmung über die Einführung einer
Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h eng zu. Ortsvorsteher Siegfried
Spengler wollte Nägel mit Köpfen machen und drängte auf eine Entscheidung
über die Einführung im gesamten Baugebiet »Wörth« (I, II und III), gleich
wie sie ausfallen würde. Fünf Ratsmitglieder stimmten für die Einführung von
30 km/h, vier votierten dagegen.
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