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Einstimmig segnete der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor dem
Jahreswechsel die Rechnung 2003 ab. Außerordentlich erfreulich war die
Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen.
Von: lö
Appenweier (lö). »Nahezu ein Aufstieg aus der Regional-
in die Bundesliga«, freute sich Rechner Helmut Martin über die Entwicklung
der Gewerbesteuereinnahmen. In den Jahren 2000 und 2001 lagen die
Gewerbesteuereinnahmen bei knapp 1,2 Mio. Euro, 2002 bei knapp 3,7 Mio. und
2003 bei genau 3,5 Mio. Euro. Es lasse sich absehen, dass die Einnahmen im
laufenden Jahr zwar etwas zurückgehen, sich aber im Grunde in der
Größenordung wie 2003 belaufen werden. Ein Problem sah Martin: Vier Prozent
der Betriebe erbringen 90 Prozent der Gewerbesteuereinnahmen. »Das birgt
immer ein Risiko«, so der Kämmerer.
Verringerte Schlüsselzuweisungen ließen den Gemeindeanteil an der
Einkommenssteuer schrumpfen, insgesamt aber konnte ein Ergebnis
erwirtschaftet werden, das deutlich besser als erwartet war. Durch die
höheren Gewerbesteuereinnahmen wurde die Zuführungsrate an den
Vermögenshaushalt auf 3,2 Mio. Euro gesteigert, auf eine geplante
Rücklagenentnahme wurde verzichtet. Martin gab allerdings zu bedenken, dass
man 2005 kräftig an die Rücklage gehen müsse, in der jüngst beschlossenen
Haushaltssatzung findet die Entnahme ihren Niederschlag.
Sehr erfolgreich war die Entwicklung Schulden/Rücklage im Jahr 2003: Der
Schuldenstand fiel auf 4,256 Mio. Euro zurück, die Rücklagen erhöhten sich
auf 6,698 Mio. Euro Ende 2003.
Nahezu doppelt so viel Einnahmen als vor 20 Jahren habe die Gemeinde heute.
Dass trotzdem die Finanzen eng geschnürt werden müssen, liege an den
wesentlich höheren Standards. Gleich ob Wasserver- oder -entsorgung,
Kindergärten oder Schulen, überall wurden die gesetzlichen Anforderungen
erhöht. Es müsse einfach weniger Verpflichtungen für die Gemeinden geben,
die ins Geld gehen, forderte Kämmerer Martin. |