19.09.2005
FDP gewinnt ebenfalls in Appenweier
Sozialdemokraten und Christdemokraten verzeichnen Verluste / Niedrigere Wahlbeteiligung als 2002


Die Wahl in Appenweier folgt im Wesentlichen dem Bundestrend: SPD
und CDU verlieren, die FDP gewinnt. Aber auch die Grünen legen in Appenweier gegenüber 2002 geringfügig zu.

Von: Kerstin Handsteiner

Appenweier (keh). Die Bundestagswahl 2005 konnte nicht so viele Wähler mobilisieren als vor drei Jahren. Die Wahlbeteiligung sank von 79,9 Prozent im Jahr 2002 auf 75,9 Prozent am Sonntag, was einem Minus von vier Prozent entspricht.

Sieger in der Gesamtgemeinde Appenweier ist die FDP. Sie verbessert sich von 7,5 Prozent auf 11,1 Prozent (+ 3,6 %). Durchweg gewinnt sie in den drei Ortsteilen dazu, in Appenweier (+ 5 %) und Nesselried (+ 5,1 %) dabei stärker, als in Urloffen (+ 2,9 %).

Dazugewonnen haben auch die Grünen – und zwar um 1,2 Prozent. Sie liegen nun bei 10,5 Prozent.

Verluste bei den Großen
Verloren haben die beiden großen Parteien. Die SPD (– 4,1 %), die CDU (– 3,1 %). Die Sozialdemokraten liegen in der Gesamtgemeinde nun nur noch bei 29,1 Prozent. Vor allem bei den Briefwählern (– 9,1 %) und im Kernort Appenweier (– 5,2 %) büßten sie viele Stimmen ein. Einzig in Nesselried konnte die SPD zulegen, wenn auch verschwindend gering (+0,1 %).

Die Christdemokraten verschlechtern in der Gesamtgemeinde ihr Ergebnis von 45,4 auf 42,3 Prozent. In Nesselried halten Sie zwar immer noch 50 Prozent der Stimmen, aber immerhin büßten sie im Rebort auch die meisten (– 6,7 %) ein. Ansonsten bewegen sich die Verluste im Kernort und in Urloffen bei 3,7 bzw. 3,8 Prozent. Die Briefwähler bescherten der CDU sogar ein kleines Plus von 3,6 Prozent.

Auch die Linkspartei holte in der Gesamtgemeinde Appenweier Stimmen (3,6 %). Die wenigsten Wähler konnte sie im Ortsteil Nesselried (1,8 %) mobilisieren.

Die Erststimmen
Bei den Erststimmen ist zwar Wolfgang Schäuble (CDU) weiterhin in Appenweier Spitzenreiter mit 2808 Stimmen (51,3 %). Aber auch er hat gegenüber der Bundestagswahl 2002 ein Minus von 199 Stimmen zu verzeichnen.

Elvira Drobinski-Weiß, Kandidatin der SPD, holte 1720 Erststimmen (31,4 %). Auch sie verlor damit gegenüber 2002 171 Erststimmen.

Dazu gewonnen hat Sybille Laurischk (FDP) von 263 Erststimmen im Jahr 2002 auf nun 275 – das entspricht fünf Prozentpunkte – beim jüngsten Urnengang.

Und während bei den Grünen 2002 noch Rita Grießhaber im Wahlkreis Offenburg angetreten war, stellte sich am gestrigen Sonntag Thomas Marwein dem Wählerurteil. Und das mit etwas größerem Erfolg. als seine Parteikollegin. Denn während Grießhaber vor drei Jahren 381 Erststimmen erhielt, entfielen auf Marwein am gestrigen Sonntag 409 (7,5 %).


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