16.08.2005
»Es ist einiges zusammengewachsen«
Martin Borho über die Tage der Begegnung, Freundschaften und Tränen beim gestrigen Abschied

Martin Borho organisierte mit seinem Team die Tage der Begegnung in der Seelsorgeeinheit Appenweier-Durbach. Gestern reisten die 50 Gäste aus Polen weiter zum Weltjugendtag in Köln.

Welche besonderen Höhepunkte gab es in den vergangenen vier Tagen?

Martin Borho: Sicher die täglichen Gottesdienste, die die jungen Leute begeistert feierten. Für unsere Gäste war das absolute Highlight aber der Europaparkbesuch, wo wir mit vielen anderen Jugendgruppen zusammentrafen und ein großes Gefühl der Zusammengehörigkeit herrschte.

Wie lief die Verständigung?

Borho: Wir wurden immer von mehreren Dolmetschern aus der Gemeinde begleitet, die hervorragende Arbeit leisteten. Außerdem sprach jeder Gast Englisch oder sogar Deutsch. Es gab damit überhaupt keine Probleme.

Welchen Eindruck haben die Polen von Deutschland bekommen?

Borho: Sicherlich werden sie sich immer an die Gastfreundschaft erinnern, die Herzlichkeit, mit der sie aufgenommen worden sind. Entsetzt waren sie über den Priestermangel hier bei uns, so etwas ist in ihrer Heimat undenkbar.

Welche Bedeutung haben diese Tage für die Seelsorgeeinheit?

Borho: Es ist einiges zusammengewachsen. Wir haben den Beweis erbracht, dass man auch mit fünf verschiedenen Gemeinden sehr gut miteinander arbeiten und feiern kann. Ich halte das für eine einmalige Chance.

Wird der Kontakt mit Siedlce auch weiterhin bestehen bleiben?

Borho: Auf jeden Fall! Es wurden sehr viele Adressen ausgetauscht und etliche Polen wollen uns noch einmal besuchen. Aber viele der Jugendlichen wollten erst gar nicht gehen und beim Abschied gab es Tränen. Ein paar deutsche Jugendliche werden die Gruppe sogar schon in Köln wiedertreffen. sas


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