Martin Borho organisierte mit seinem Team die Tage der Begegnung in der
Seelsorgeeinheit Appenweier-Durbach. Gestern reisten die 50 Gäste aus Polen
weiter zum Weltjugendtag in Köln.
Welche besonderen Höhepunkte gab
es in den vergangenen vier Tagen?
Martin Borho: Sicher die
täglichen Gottesdienste, die die jungen Leute begeistert feierten. Für
unsere Gäste war das absolute Highlight aber der Europaparkbesuch, wo wir
mit vielen anderen Jugendgruppen zusammentrafen und ein großes Gefühl der
Zusammengehörigkeit herrschte.
Wie lief die Verständigung?
Borho: Wir wurden immer von
mehreren Dolmetschern aus der Gemeinde begleitet, die hervorragende Arbeit
leisteten. Außerdem sprach jeder Gast Englisch oder sogar Deutsch. Es gab
damit überhaupt keine Probleme.
Welchen Eindruck haben die
Polen von Deutschland bekommen?
Borho: Sicherlich werden sie
sich immer an die Gastfreundschaft erinnern, die Herzlichkeit, mit der sie
aufgenommen worden sind. Entsetzt waren sie über den Priestermangel hier bei
uns, so etwas ist in ihrer Heimat undenkbar.
Welche Bedeutung haben diese
Tage für die Seelsorgeeinheit?
Borho: Es ist einiges
zusammengewachsen. Wir haben den Beweis erbracht, dass man auch mit fünf
verschiedenen Gemeinden sehr gut miteinander arbeiten und feiern kann. Ich
halte das für eine einmalige Chance.
Wird der Kontakt mit Siedlce
auch weiterhin bestehen bleiben?
Borho: Auf jeden Fall! Es
wurden sehr viele Adressen ausgetauscht und etliche Polen wollen uns noch
einmal besuchen. Aber viele der Jugendlichen wollten erst gar nicht gehen
und beim Abschied gab es Tränen. Ein paar deutsche Jugendliche werden die
Gruppe sogar schon in Köln wiedertreffen. sas |