„Jugendraum wird ein guter Treffpunkt mit einer tollen
Atmosphäre“
Jugendliche und Mitglieder des Gemeinderates trafen sich am 08.07.2003 zur
Startveranstaltung der Jugendarbeit in Appenweier. Die Jugendlichen werden
Freiraum durch Ideen, Verantwortung und Umsetzung erhalten. „Sie sollen lernen
sich mehr zuzutrauen“ betont Andreas Helberg, der neue Jugendreferent der
Arbeiterwohlfahrt und der Gemeinde. Helberg sieht in der Gruppe der Jugendlichen
schon viele guten Ideen für die Zukunft. 10 engagierte Jugendlichen folgten
seiner ersten Einladung in den neuen Jugendraum im Rathaus II in Appenweier.
Helberg betont, dass mit den kleinen, machbaren Ideen die Arbeit zusammen mit
den Jugendlichen angefangen wird. Er versprach den Jugendlichen sich auch ihren
persönlichen Problemen anzunehmen und den Jugendlichen beizustehen. Gegenüber
dem Jugendkuratorium nannten die Jugendlichen Vorschläge und Wünsche für die
Einrichtung und Gestaltung des Jugendraumes. So ist der Raum zunächst teilweise
zu verputzen und neu zu streichen, die Vorschläge der späteren Einrichtung
werden unter der Jugendgruppe besprochen und ausgewählt. In erster Linie soll
der Jugendraum als Treffpunkt dienen, einen Namen für den Treffpunkt gilt es
noch zu suchen. Den Begriff „Jugendliche“ teilt Herr Helberg in zwei Gruppen: 12
bis 15jährige, 16 bis 18jährige. Diese Gruppen sind nach seiner Erfahrung so
festzustellen. Es gibt altersbedingte unterschiedliche Interessen, welche
getrennt besser zur Geltung und besser gefördert werden könnten. Also schlug er
vor den Jugendraum an einem Tag ausschließlich der einen und einen Tag
ausschließlich der anderen Gruppe zu öffnen. Alle anderen Tage sollen gemischt
sein. Er legt Wert auf verschiedene Tage mit bestimmten Inhalten. Beispielhaft
nannte er Nachhilfe und Aktionen zu bestimmten Themen. Helberg betonte, wenn
überhaupt Alkohol ausgeschenkt werde, dann kontrolliert und begrenzt und
besonders auch unter Beachtung des Alters. Nicht von den Jugendlichen
angesprochen aber mit einen Satz vom Jugendreferenten erwähnt: „Aschenbecher
wird es keine geben.“ Er wird den Raum leiten, organisieren und verwalten und
wünscht sich auch nach einer gewissen Zeit der vertrauensvollen Zusammenarbeit,
dass die Jugendliche einige Dienste übernehmen, er wird gezielt Verantwortung an
einige abgeben. Das Vertrauen will er von der Zuverlässigkeit der Jugendlichen
ableiten. Es gibt einen simplen Verhaltenskodex, den er von den Jugendlichen
einfordert: Wer mutwillig, bewusst Einrichtung zerstört, wer Dinge im Raum oder
von anderen entwendet oder gar in die Kasse greift hat mit strengen Sanktionen
zu rechnen. „Der Jugendraum wird ein guter Treffpunkt mit einer tollen
Atmosphäre“ betont Helberg in seiner zugänglichen Art.