Arbeitskreis der Wirtschaftsförderer aus der Wirtschaftsregion Offenburg / Ortenau in Appenweier;
ein Thema ‚Wie finden die Ausbildungsplatzsuchenden die Unternehmen oder wie finden die Unternehmen die Ausbildungssuchenden ?’

Appenweier. Am 16.09.2003 fand der ‚Arbeitskreis der Wirtschaftsförderer’ im Rathaus Appenweier zusammen.
Die aktuelle Neuauflage kommunalen Standortbroschüren findet sehr guten Anspruch auch im Ausland. Der Arbeitskreis hatte so die Beratung zur Übersetzung der Standortbroschüre zum Inhalt. ‚Die Summe ist entscheidend’, hiermit beginnt die ansprechende Broschüre der ‚Wirtschaftsregion Offenburg Ortenau (WRO)’ das Interesse Gewerbetreibender auf die Wirtschaftsregion zu lenken. Die Summe der jeweiligen primären Standortvorteile der kommunalen Wirtschaftsstandorte zur Beurteilung einer Gewerbeansiedlung ist durch die WRO kompakt und sehr übersichtlich porträtiert. Im Ergebnis konnte der Arbeitskreis aus seinem Erfahrungsschatz schöpfen und feststellen, dass die Übersetzung der Broschüren (in Französisch und Englisch) nicht eine entscheidende Hilfe für den Kontakt neuer standortsuchender Unternehmen beitragen könne. Die ausländischen Unternehmen seien sehr gut auf die Deutsche Sprache ausgerichtet und der Wirtschaftsrahmen mit klaren Fakten in den Broschüren beschrieben ist. Das interessante war die Feststellung, dass Interesse an der Gründung eines Standortes von ausländischen Unternehmen in der Wirtschaftsregion besteht, unabhängig etwaig empfundener Sprachbarrieren.
Auch wurde das Medium ‚Internet’ eingehend von den Teilnehmern behandelt. So war insbesondere der bestehende Internetauftritt der WRO (www.wro.de) mit der Datenfortschreibung seiner Unternehmensdatenbank Thema. Vorgestellt wurde auch ein neues Modul: ‚Ortenauer Presselounge’.
Die immer aktuelle Frage ‚Wie finden die Ausbildungsplatzsuchenden die Unternehmen oder wie finden die Unternehmen die Ausbildungssuchenden ?’ wurde mit dem Einsatz des Internet konträr diskutiert. Die ‚klassischen’ Suchen per Bewerbungsschreiben seien unentbehrlich und ein ‚Königsweg’ zum vorhergehenden Schritt der Unternehmenssuche konnte nicht aufgezeigt werden. Jeweils individuelle Methoden mit unterschiedlichen Ansätzen wurden aufgezeigt, beraten und entsprechend ihrer Effektivität abgewogen. Die Nutzung des Arbeitsamtes (www.arbeitsamt.de) bildet für beide Seiten hier eine breite Basis. Mit der ‚virtuellen Ausbildungsplatzbörse’ des Ing. Büros Graber als einem der Vorschläge werden die Möglichkeiten der neuen Medien in Verbindung mit den Publikationsmöglichkeiten von Firmen, Organisationen und Kommunen konsequent genutzt, um die Vermittlung von Ausbildungsplätzen zu optimieren, die Kosten der ausbildenden Firmen bei der Veröffentlichung von Angeboten zu minimieren, die Zeit- und Kostenaufwendungen für die Auszubildenden zu minimieren und schließlich die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, den Wunschausbildungsplatz zu finden. Die Einbindung einer eigene ‚Ausbildungsplatzsuchmaschine’ auf der Internetseite der WRO würde die Anzahl der Seiten mit Angeboten weiter erhöhen, was die Suche offensichtlich erschweren und uneffektiv gestalten würde. Derzeit ist es möglich über die Internetseite des Arbeitsamtes Ausbildungsplatzangebote einzusehen, über eine hieraus weitergehende Suchmöglichkeit mit Hilfe der WRO wird wieder beraten werden.
Weitere Themen des Arbeitskreises waren die Messekooperation mit Unternehmen, öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Kooperation von Unternehmen bei Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen.


von links: Franz Müller (Stadt Oberkirch), Heino Bullwinkel (TPO Offenburg), Antje Lenz (Stadt Kehl), Andreas Thiel (Geschäftsführer der WRO), Wolf-Heinrich Blochowitz (Stadt Lahr), Bernhard Schanze (WRO), Ralf Grundheber (Stadt Offenburg), Hans-Joachim Fomferra (Stadt Offenburg), Fritz Langenecker (Gemeinde Appenweier)
 

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