Aus der Reihe: Kleindenkmäler in der Gemeinde;
Feldkreuz im Bürgerpark
Alter: Leider sind der Name des Stifters und die Zahl
des Jahres, in dem das Kreuz errichtet wurde unlesbar verwittert. Aufgrund der
Ähnlichkeit zur Griesheimer Kreuzigungsgruppe von 1779 können wir die 70er oder
80er Jahre des 18. Jahrhunderts annehmen. Der geradlinige Stil samt Schlaufe und
Girlande im mittleren Teil würden jedoch eher für den Beginn des 19.
Jahrhunderts sprechen.
Standort: Das ca. 4,20 m hohe Kreuz aus rotem Sandstein stand
ursprünglich in der südwestlichen Ecke der Kreuzung Ebersweierer Weg und
Schwabweg. Als die Brücke nach Ebersweier gebaut wurde, brach man das Kreuz ab
und stellte es wiederum an den Ebersweierer Weg, dort wo er aus dem Dorf heraus
ins freie Feld verläuft. Doch schon nach Jahren war aufgrund der Bebauung im
Bereich der heutigen Alemannenstraße eine Veränderung erforderlich und das Kreuz
erhielt seinen jetzigen Standort im Bürgerpark.

Beschreibung: Heute hat man das ganze Kunstwerk mit allen Einzelteilen in der einheitlichen, natürlichen Sandsteinfarbe belassen, früher waren Sockel und Kreuzstamm rot bemalt, der Korpus Christi und die INRI-Fahne weiß gefasst, die Haare Christi braun. Dieses Kreuz war den Einwohnern recht beliebt, auf dem Vorsprüngen des Bauwerkes wurden Blumen und Früchte der Jahreszeit „geopfert“. Wie das Kreuz heute am Wannenbach (ehem. Ebbostraße / B 3, später Hitzgutstraße) baut sich auch dieses Denkmal in drei Stufen auf. Der untere, gewölbte Teil des Sockels trägt auf der Sichtseite eine ovale Kartusche, von barocken Stilelementen umrahmt. Auch der mittlere, viereckige Aufbau trägt eine Kartusche. Das Kreuz weist außer der INRI-Fahne und den barocken Kleeblattformen der Balkenenden weder Attribute noch Schmuck auf. Wie auf allen unseren Denkmälern ist der tote Christus nachgebildet. Unsere Urgroßeltern haben mit dem Kreuz eine Sage verbunden, die sich allerdings mehr auf die Wegkreuzung bezieht, an der es stand (Kreuzwege hat man immer für geheimnisvolle Orte gehalten). Sie ist eine sog. Wandersage, also nicht original in Appenweier entstanden sondern von irgendwoher übernommen worden. Kurz gefasst trägt die Sage folgenden Inhalt: Ein Mann fand mit einer Wünschelrute am Fuß des Kreuzes eine Schatzkiste, als er sie an Ort und Stelle aufmachte sprangen Frösche aus der Kiste. Wenn er die Scharzkiste behalten und mit nach Hause genommen hätte, wäre sie voller Goldstücke gewesen.